Mittwoch, 11. November 2009

Chassidischer Tisch in Belz und Ruzhin - Boyan

B"H

So einiges habe ich in der Vergangenheit schon über die verschiedenen chassidischen Tische berichtet und die Labels sind voll davon.
Am heutigen Abend (in ca. 30 Minuten) beginnt ein Tisch mit dem Rebben der chassidischen Gruppe Belz in Jerusalem. Im Stadtteil Kiryat Belz.

Anlass ist der Todesgedenktag (Yahrzeit) des Vaters des derzeitigen Rebben, dem im Jahre 1949 verstorbenen Rabbiner Mordechai von Bilgoraj.
Die Belzer stammen ursprünglich aus dem Teil Ostpolens, welches heute zur Ukraine gehört.

Rabbi Mordechai war der Bruder des einstigen Belzer Rebben Aharon Rokeach. Seit den 60iger Jahre regiert der derzeitige Rebbe Yissachar Dov Rokeach.

Ein durchorganisierter Tisch, denn Belz ist mehr als organisiert !


Ferner gibt der Rebbe der Chassidut Ruzhin - Boyan (Jerusalem) an diesem Freitag abend gegen 21.00 Uhr einen Tisch.
Ort: Die Boyaner Synagoge in Jerusalem / Malchei Israel Street.

Die Boyaner haben viele Abspaltgruppen wie Sadigura oder Bohusch. Jeden Monat feiern sie nur einmal einen Tisch und das ist stets der Schabbat vor dem Rosch Chodesh, Beginn des neuen jüdischen Monat.
Der Boyaner Rebbe stammt ursprünglich aus New York, lebt aber in Jerusalem.

Mit zwei Freunden werde ich am Freitag abend mit dabeisein.

Dienstag, 10. November 2009

Chaseneh in Vishnitz (Bnei Brak)


B"H


Am Mittwoch nächster Woche, Parashat Toldot, findet in der Chassidut Vishnitz in Bnei Brak eine weitere Hochzeit (jiddisch: Chaseneh) statt. Braut und Bräutigam stammen allerdings nicht aus der Hager Familie des Rebben, sondern von zwei hoch angesehenen Familien in der chassidischen Gruppe. Hierbei handelt es sich um die Familien "Ernster" und "Adler". Diese zwei Familien klommen dadurch empor, dass sie die Schwager des alten Vishnitzer Rebben von Bnei Brak, Rabb Moshe Yehoshua Hager stellen.
Der Rebbe leidet an Alzheimer und seine zwei Söhne buhlen um die Vorherrschaft, wobei Vishnitz Bnei Brak mittlerweile in zwei Lager aufgespalten ist

So weit aber steht die Chaseneh unter keinem allzu guten Stern, denn ein Verwandter der Ernster Familie machte sich vor ein paar Tagen auf und davon.
Schulden bei der Mafia, so lautet die offizielle Version.

Im vergangenen Februar nahm ich an einer Vishnitzer Hochzeit in Bnei Brak teil. Da aber heiratete die Enkelin des Vishnitzer Rebben aus Monsey einen Rabbi aus der Ernster Familie.




Unter anderem sah ich bei dem Event auch den alten Vishnitzer Rebben, Rabbi Moshe Yehoshua Hager einschliesslich seines Sohnes, Rebbe Israel.


Hier mein Bericht zur damaligen Hochzeit:

Seltene Rebbe - Photos aus Marienbad

B"H

Auf meinem "Hamantaschen - Blog" veröffentliche ich dieser Tage zahlreiche Photos von chassidischen Rebben, welche vor dem Zweiten Weltkrieg in Marienbad kurten.

Kommentare sowie Angaben zu den auf den Photos gezeigten Personen sind erwünscht !!!

Um alle Photos zu sehen, bitte auf das Label "Historische Photos aus Marienbad" klicken.

Montag, 9. November 2009

Belz trifft Nadvorna



Der Belzer Rebbe (Jerusalem) besuchte in der vergangenen Woche den Nadvorna Rebben in Bnei Brak. 

Die Behauptung, dass sich die beiden Rebben 30 Jahre lang nicht sahen, habe ich entfernt ! Ein Belzer Chassid berichtete mir, dass dies nicht der Wahrheit entspreche und sich die Rebben sehr wohl ab und an sahen. 

Sonntag, 8. November 2009

Buch

B"H

Nicht wundern, wenn es in diesem Blog etwas langsamer zugeht, denn ich nehme mir gewisse Pausen. Wer jedoch alles ausführlich weiterlesen will, der muss ggf. auf meinen englischen Blog ausweichen !


Der Grund ist ganz einfach, dass ich ein Buch zur "haredischen Gesellschaft in Israel" vorbereite und ich dazu dringend Zeit benötige.

Nur die Ehe macht einen zum Menschen

B"H

Da sass sie ihm nun gegenüber und wußte gar nicht so recht, warum sie sich das antat. Ihre Mutter hatte ihr vorher gesagt, sie solle nicht so egoistisch sein. Das Leben drehe sich nicht nur um sie, sondern andere Mitmenschen seien ebenso vorhanden.
Hieße das etwa, sie solle auch an den anderen Part denken, der ihr gerade gegenübersaß ?

Diese Art von Treffen waren für Rivki nichts Ungewöhnliches, war doch schon ihre Schwester so verheiratet worden. Nun war sie an der Reihe und man hatte sich im Wohnzimmer ihrer Eltern versammelt. Sie, ihr Bewerber, ihre sowie seine Eltern. Alle waren dort und schauten auf die beiden jungen Leute, die umständlich miteinander sprachen. Dem Bewerber, der Jonathan hieß, schien alles nur furchtbar peinlich zu sein. Schon allein die Art wie er niedergebeugt im Sessel saß. So als wolle er gleich unter den Tisch rutschen und völlig von der Bildfläche verschwinden. Angeschaut hatte er sie auch noch nicht.

Was für ein Depp, dachte Rivki. In den ersten Minuten habe sie ihm ja noch helfen wollen und versucht spontan und offen zu sein. Jonathan kam nicht in Gang und blieb meistens stumm, während Rivkis Mutter mit bösen Blicken um sich warf. Ihre Tochter solle sich gefälligst anständig benehmen und nicht dem Mann ins Wort fallen. Rivki verstand den warnenden Augenhinweis und schwieg. Diesen Jonathan wolle sie eh nicht. Wozu also noch die ganze Show.

Seine und ihre Eltern machten auf Konversation. "Ihr Sohn sei ja so furchtbar begabt", meinten die Eltern von Jonathan. Den ganzen Tag über lerne er und alle Rabbiner seien vollkommen von ihm eingenommen. Er habe einmal eine große Zukunft vor sich.
Rivkis Mutter reagierte unbeherrscht und fragte nach, ob das denn wirklich der Fall sei. Ohne allerdings zu erwähnen, dass Nachbarin Rochi ihr das genaue Gegenteil gesteckt hatte. "Jonathan sei zwar gelehrt, doch anscheinend kommen seine Geistesblitze nicht allzu häufig zum Vorschein. Hat halt Komplexe, der Junge".

Rivki saß gelangweilt da und die Mutter rechnete insgeheim aus, was die Hochzeit kosten täte. Wenn ein haredisches (ultra – orthod.) Mädchen einen gelehrten Thoraschüler heiratet, dann wird es immer teuer für ihre Eltern. Die nämlich übernehmen die gesamten Hochzeitskosten und wer weiß was noch. Und Jonathans Eltern waren euphorisch dabei, ihren Sohn in den höchsten Tönen anzupreisen.

Eine Stunde dauerte die Kennenlernprozedur. Rivkis Gedanken waren überall, nur nicht bei dem zerknirschten Jonathan. Seine Eltern redeten ununterbrochen und ihre schwiegen. Es war der erste Schidduch (Blind Date zwecks Heirat) in Rivkis Leben und alles ging gleich so richtig peinlich daneben. Sollte die Mutter sie hinterher überreden wollen, den Zerknirschten zu heiraten, dann würde sie gewiß mit dem Fortlaufen drohen. Zum Glück schienen ihre Eltern auch nicht gerade angetan von der Idee, die schleimigen Jonathan – Eltern in die Familie aufzunehmen.

Jonathan war der erste Treff, doch wieviele erfolgreiche werden wirklich folgen ? Partnerschaften sind keine Massenware. Ex und Hopp gibt es in ihren chassidischen Kreisen nicht. Ein ungefähr gemeinsames Lebensziel leitete den Beginn einer wunderbaren Partnerschaft ein. So konnte man sich ganz auf die Ziele konzentrieren und Liebe kommt vielleicht später auch hinzu.

Beim nächsten Mal wollte sie ihre Eltern zu mehr Aufmerksamkeit auffordern nicht einfach jedem glauben, der da sage, dieser und jener sei ein toller Typ und ein Talmid Chacham (exzellenter Thoraschüler) noch dazu.

Donnerstag, 5. November 2009

Photos von der gestrigen Hochzeit in der Chassidut Zanz - Klausenburg


B"H

Eindrucksvolle Photos von der Hochzeit in der Chassidut Zanz in Netanya (Israel).
Beim Mitzweh Tanz des Rebben mit der Braut trägt diese ihr Gesicht nicht verschleiert, wie sonst allgemein üblich.


http://www.bhol.co.il/news_read.asp?id=13230&cat_id=2


Link:


Der Klausenberger Rebbe

Das "Laniado Hospital" in Netanya