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Sonntag, 25. April 2010

Kampf der Sikarikim gegen Sisalek

B"H

Erst vor wenigen Wochen eröffnet, doch schon hat es die superkoschere Eisdiele "Sisalek" erwischt. In der vergangenen Woche fanden vor ihr Demonstrationen der radikalen Sikarikim von Mea Shearim statt. Mittlerweile gab es eine Einigung zu verkünden. Zumindest teilweise.

"Sisalek" brachte das hochgradig koschere Eis nach Mea Shearim / Ge'ulah (haredische Stadtteile Jerusalems). Die Bevölkerung nahm dankend an und auch ich war vor Pessach einmal dort und genoss das teure, aber gute, Eis.

Jetzt gab es Demos einer kleinen, dennoch furchterregenden radikalen Gruppe aus Mea Shearim. Den sogenannten "Sikarikim", die für Anstandsordnung sorgen wollen. Man platzierte sich vor Sisalek und machte auf Demo. Die Eisdiele lenkte ein und von nun an wird freitags eher geschlossen (schon um 13.00 Uhr), am Mozzaei Schabbat (nach Schabbatausklang) wird nicht geöffnet, sondern erst am Sonntag. Wochentags schliesst die Eisdiele abends früher.
Noch nicht geeinigt hat man sich bei der Sikariki - Forderung, getrennte Sitzplätze für Männlein und Weiblein einzuführen. Man wolle keinen Ärger, so hiess es seitens Sisaleks, und gebe deswegen den Forderungen nach.

Sisalek aber ist nicht allein. Die Sikarikim sind ebenso gegen weibliche Bekleidungsgeschäfte, welche aufgefordert worden sind, ihre weiblichen Schaufensterpuppen aus den Schaufenstern zu entfernen.

All das für den (übertriebenen) Anstand.

Sonntag, 11. April 2010

Ein Schlüssel auf der Challah

B"H


Als ich am Schabbat in Mea Shearim (einer der ultra - orthodoxen Stadtviertel Jerusalems) eingeladen war, lernte ich von meinen Gastgebern einen neuen chassidischen Brauch, der mir bis dahin völlig unbekannt war:


Am Schabbat nach Pessach wird auf einer der Challot (Schabbatbrote) ein extra Zusatz aus dem Brotteig aufgebacken. Und das in der Form eines Schlüssels. Dieser Schlüssel wird auf die Challah gebacken und repräsentiert das "Tor zum Einkommen für ein neues Jahr". Die entsprechende Familie soll über einen ausreichenden Lebensunterhalt verfügen. Auch bei Chabad wird dieser Brauch eingehalten.


Der Teigschlüssel wird nicht aufgehoben, sondern mit der Challah gegessen.

Donnerstag, 25. März 2010

Eisessen bei "Sisalek"


B"H

Und was macht die neu eingerichtete Eisdiele im haredischen Ge'ulah (Jerusalem) ?

Vor knapp zwei Wochen eröffnete SISALEK. Super koscher und anfangs mit zwei nach Geschlechtern getrennten Eingängen.

Gestern war ich dort und genoss zwei Kugeln in Waffel für stolze 14 Schekel (fast 3 Euro). Eine Kugel ist für 8 Schekel (ca. 1,5 Euro) zu haben.

"Sisalek" verkauft parve (nicht milchig oder fleischig, sondern neutral) Eis sowie Eis mit Milchzutaten. Jeder muss selbst entscheiden, was er nach einem eventuellen Fleischverzehr isst. Ich hielt mich an die Parvesektion und wählte hausgemachtes Datteleis sowie Kirsch - Schokolade.

Fazit:
"Sisalek" ist teuer, aber die Bude war gerammelt voll. Meist von betuchteren litvischen Haredim.

Frauen und Männer sassen zusammen und es gibt nur noch einen Eingang für alle.
Das Eis ist super koscher und ansonsten ebenso super. Kirsch - Schoko vielleicht weniger, aber das Datteleis war lecker.

Dienstag, 10. März 2009

Schabbat Schalom !

B"H

Nicht, dass der Schabbat schon ansteht, doch hier ein kleiner Vorgeschmack:



Diese Riesen - Challah zum Schabbat ist keine Seltenheit in Israel.