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Dienstag, 7. September 2010

Keine Frauen in Mea Shearim an Sukkot ?

B"H

Die haredische (ultra - orthodoxe) Newssite "Kikar Shabbat" berichtet von einem angeblichen Abkommen zwischen der antizionistischen Dachorganisation "Edah HaCHaredit" sowie den absoluten Fanatikern "Sikarikim", welches die Anwesenheit von Frauen in den Strassen während des anstehenden Sukkot (Laubhüttenfestes) verbietet. Abends sollen die Frauen daheim bleiben, während die Männer zum Tisch des Rebben in der jeweiligen Synagoge gehen.

Gerade am Sukkot steigen im ultra - orthodoxen Mea Shearim (Jerusalem) unzählige Feiern, doch alles läuft streng gesittet ab. Strikte Geschlechtertrennung auf den Strassen, denn es herrsche grosser Andrang und da könnte ein Mann einer Frau schon mal irgendwo hinlangen.

Mehrere Male berichtete ich von meinem Sukkot im Stadtteil und werde dies Ende September wieder tun.

Eine kleine fanatische Minderheit innerhalb der haredischen Gesellschaft will alles unter ihre Kontrolle bringen und macht Rabatz. Busse sollen eine Geschlechtertrennung aufweisen und sogar Gehsteige sollen nach Männlein und Weiblein getrennt verlaufen.

Ich wundere mich nur, was ein König David dazu sagen täte.:-)

Andererseits gibt es Stimmen, die sagen, dass ein Abkommen zwischen der Ede und den Sikarikim nicht eixstiert und der Bericht lediglich eine "Ente" sei.
Wir werden sehen und ich werde an Sukkot testen.:-)

Dienstag, 15. Juni 2010

Neue Edah HaCharedit Demos

B"H

Neben all den Flotillas und sonstigem israelischem Chaos gibt es sie wieder, die haredischen Demos:


Sonntag, 2. Mai 2010

Rabbi Yosef Chaim Sonnenfeld

B"H


Rabbi Yosef Chaim Sonnenfeld (links im Bild) war das erste Oberhaupt der antizionistischen Edah HaCharedit in Mea Shearim und bildete das Gegenstück zu dem von der britischen Besatzung eingerichteten (1921) Oberrabbinat (Rabbanut) in Israel (damals Palästina). Dem Rabbanut stand Rabbi Avraham Yitzchak Kook (Aussprache: Kuck) vor und da dieser, mehr oder weniger, den Zionismus vertrat, wurde er von Mea Shearim abgelehnt und Rabbi Sonnenfeld ernannt sowie die Edah HaCharedit gegründet.

Noch heute gibt es in Mea Shearim die Sonnenfeld Strasse und der Rabbi (verstorben 1932) wird bis heute verehrt. Zionismus hin oder her, Rabbi Yosef Chaim Sonnenfeld war nicht irgendeiner, sondern eine Persönlichkeit sowie noch von richtiger relig. Natur, wie man sie heute selten findet.

In meinen Blogs wird noch mehr von Rabbi Sonnenfeld die Rede sein !

Hier ein kurzes Video: Rabbi Kook und Rabbi Sonnenfeld beim verlassen eines britischen Gebäudes in Jerusalem. Zuerst tritt Rabbi Kook heraus und nach ihm Rabbi Sonnenfeld.
Rabbi Sonnenfeld war seinem Counterpart Kook nicht besonders freundlich gesinnt und es gibt Schriften (Kuntres) mit seinen Attacken auf den zionistischen Kook. Dazu jedoch später !


Sonntag, 28. Februar 2010

Gegen christlich - missionarischen Götzendienst



Rabbi Moshe Sternbuch von der Edah HaCharedit gegen die Regierungsentscheidung christliche Sites in einer Touristenwebsite aufzulisten. Rabbi Sternbuch warnt vor christlichem Götzendienst und missionarischen Aktivitäten !




Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat stellt für christliche Events eine spezielles Budget der Stadt zur Verfügung. Götzendienst in Jerusalem sowie in Israel ist verboten !

Montag, 16. November 2009

Der Anstandsrock gemäss der Edah HaCharedit

B"H

Unterschiedliche Rabbiner versuchen die sogenannte "Pritzut - Unanständige Kleidung der Frau" zu unterbinden. Litvisch - haredische Rabbis setzen alles daran, wenn die Frauen ihrer eigenen Gesellschaft zu kurze Röcke tragen. Gerade das Knie erreichen derlei Röcke und besonders Bnei Brak (nahe Tel Aviv) ist voll mit Läden dieser Modeerscheinung.

Zahlreiche Chabad - Frauen oder Frauen der Chassidut Gur sind nicht gerade immer so anständig gekleidet, wie das von einer chassidischen Frau erwartet wird. Wenn die Verheirateten unter ihnen keine Scheitel (Perücke) tragen täten, würde ein Beobachter kaum denken, dass die Damen haredisch sind. Selbst die nationalrelig. Frauen mit ihren oft bulligen Jeansröcken sehen immer noch anständiger aus als so manche Gerrer (Gur) Frau, die da aufgetakelt daherkommt.

Die antizionistische Dachorganisation "Edah HaCharedit" ist das genaue Gegenteil und ihre Rabbiner legten den passend anständigen Rock für die Frau fest. Zuerst einmal muss der Rock eine Mindestlänge besitzen: Genau 20 cm vom Boden bis zum Rockende.
Die Edah argumentiert (genauso wie übrigens schon der Gründer der extremen chassidischen Gruppe Toldot Aharon, Rebbe Aharon Roth in seinem Buch "Schomer Emunim"), dass eine unanständig gekleidete Frau die Schechinah (Anwesenheit G - ttes) von uns fernhält. Zumindest ist die Schechinah weiter weg als sonst und von daher sind Juden nicht so beschützt wie es sein sollte. Die Folge: Wir haben Probleme; insbesondere mit den anderen Völkern.
Nur durch das Einhalten der Thoramitzwot nähert sich uns die Schechinah und sorgt für das Wohlergehen des jüdischen Volkes.

Neben der optimalen Rocklänge, darf der anständige Rock zusätzlich nicht zu eng am Körper anliegen. Einer Frau ist es verboten, ihre Körperform zu zeigen. Keine engen Klamotten also !
Natürlich sollen die Klamotten auch nicht allzuweit sein und wie ein Sack ausschauen. Und so gibt es Vorschriften, die besagen, dass der perfekte Rock an der Hüfte mind. 10 cm hervorstehen muss. Um die Knie herum sind es gar 55 cm Rockweite.
Je nach dem Körperumfang der jeweiligen Frau.

Ferner versteht es sich von selbst, dass die Frauen der Edah HaCharedit (Satmar, Spinka, Dushinsky, Toldot Aharon, etc.) nur langärmlig tragen. Weiterhin sollten auffällig bunte Farben vermieden werden, denn diese ziehen die Blicke der Männer auf die anständige Frau.
____________________

Warum aber soll nur wieder einmal die Frau schuld sein, wenn G - ttes Schechinah sich entfernt ? Kommt wegen meiner Hose der Meschiach nicht ?


Die koschere Kragenweite der Toldot Aharon Frau:


Donnerstag, 23. Juli 2009

Kinderdemo vor dem Haus eines Hadassah Arztes


B"H

Ich bin immer dagegen, sobald Kinder für Ideologien benutzt werden. Egal, was der Grund und das Ziel sein mag.


Kinder der Edah HaCharedit protestierten vor dem Hause des Hadassah Ein Kerem Arztes sowie stellvertretenden Leiters Dr. Ya'ir Birenbaum (Birnbaum). Ich glaube, der der Arzt wohnt im Stadtteil Har Nof (Jerusalem).

Sämtliche Photos sind hier einzusehen :

http://bhol.co.il/news_read.asp?id=10979&cat_id=1



Mittwoch, 22. Juli 2009

Update: Die unter Hausarrest stehende Mea Shearim Mutter

B"H

Die Online Site HAREDIM berichtet heute, dass das Hadassah Ein Kerem Hospital seine Meinung änderte und nun doch nicht das Kind freigeben will. Jedenfalls nicht solange, bis dass ein richterlicher Beschluß erfolgt, was voraussichtlich erst morgen (Donnerstag) der Fall sein wird, denn dann findet eine neue Anhörung bei Richterin Shulamit Dotan statt. Das Hadassah Krankenhaus täte es lieber sehen, wenn der 3 - jährige Junge zur weiteren Behandlung in das "Schiba" - Krankenhaus in Tel HaShomer gebracht werden würde.


Der Junge vor zehn Monaten
Photo: Haredim.CO.IL

In der Zwischenzeit trafen sich Polizeiabgesandte mit Vertretern der antizionistischen Dachorganisation Edah HaCharedit sowie einer derer führenden Rabbis, Rabbi Shlomo Pappenheim, um weitere Anspannungen abzuwenden. Rabbi Pappenheim gehört ebenso der Chassidut Toldot Aharon an. Jener Gruppe, welche die in Batei Hungarin (Hinterhof in Mea Shearim) wohnende angeklagte Mutter auch angehört.

Bei den Abgesandten der Polizei handelte es sich um Bruno Stein, Eli Teier und Roni Cohen. Von der Edah waren neben Rabbi Pappenheim auch Rabbi Yaakov Roth sowie Rabbi Shimon Weiss anwesend. Der Leiter der Jerusalemer Polize, Aharon Franco, war nicht mit von der Partie und die Edah HaCharedit wirft ihm Ignoranz und Desinteresse vor. Die Edah sowie die Polizei wollen weitere Ausschreitungen vermeiden.

Und nun kommen wir zu einer völlig neuen Meldung:

KIKAR.NET berichtet, dass die "misshandelnde" Mutter gar nicht misshandelt hat !

Kikar.Net zufolge stellten die Hadassah Ärzte die künstliche Ernährund des Kindes selbst ein. Weiterhin behauptet Kikar.Net geheime Dokumente zugespielt bekommen zu haben, welche die angeklagte Mutter in einem unschuldigen Licht erscheinen lassen und das Krankenhaus die Schuld trage.

Der medizinische Bericht



Im Stundentakt erfolgen die News zu diesem Fall, welcher in Israel nach wie vor heiß diskutiert wird. Die Frage bleibt, wem man überhaupt noch was glauben kann; und falls ja, wieviel ?


Die derzeitigen News lauten, dass es mitterweile zwei Lager gibt, die sich bekämpfen. Nein, nicht die Haredim gegen die Säkuleren, sondern vielmehr die Edah - Vertreter David Schmidel und Avraham Freulich gegen den Toldot Aharon Rebben David Kahn sowie den Vermittler Yaakov Litzman (Chassidut Gur). Die Edah - "Fundamentalisten" wollen die Mutter abschirmen und keine psychologischen Behandlungen zulassen.

Ehrlich gesagt, weiß ich oft schon gar nicht mehr, wo ich mit den Berichten beginnen soll. Manche Leser mögen meinen, dieser Blog bestehe nur noch aus dem einen Fall. Mag sein, doch wer etwas lernen will, der tut dies anhand des Falles. Einiges an Realität und Politik zumindest.



Der Vermittler Yaakov Litzman (links) mit Chassidim der Toldot Aharon
Photo: Haredim

Dienstag, 21. Juli 2009

Medizinischer Bericht

B"H

Diesen medizinischen Bericht bekam ich heute per Mail zugesandt. Der Bericht wurde erstellt von Dr. Michael Weintraub und leider sind viele Buchstaben zu klein als dass ich viel erkennen konnte.

Im Februar 2009 soll der misshandelte Junge etwas mehr als acht Kilogramm gewogen haben und über ständige Bauchschmerzen geklagt haben. Weiterhin sind verschiedene Medikamente aufgeführt.


Update: Die wegen Kindesmisshandlung angeklagte Mutter aus Mea Shearim

B"H

Ehrlich gesagt, weiss ich nicht mehr, wem ich noch glauben soll. Seit genau einer Woche hackt besonders die säkulere israelische Tageszeitung "Yediot Acharonot" auf den Haredim sowie der jetzt unter Hausarrest stehenden Mea Shearim Mutter herum und heute veröffentlichte die gleiche Zeitung Privatphotos aus dem Photoalbum besagter Familie.

Wie das ?
Hinzu kommt, dass die vier weiteren Kinder der Frau mit der Zeitung sprachen und zum Ausdruck brachten, dass sie ihre Mutter vermissen und für sie beten.
Da verstehe einer die Welt !

Yediot verfügt offenbar überhervorragende Beziehungen.

Aber nicht nur das geschieht in dem Fall:
Zuviele Personen sind meines Erachtens nach involviert. Da ist zum einen der Sprecher der Mutter, David Zilberschlag, zum anderen derjenige, bei dem sie ihren Hausarrest verbringt, Rabbi Avraham Freulich (Frohlich), der zu den antizionistischen Briskern (dem antizionistischen Zweig der Soloveitchik Familie) gehört.


Zu Brisk habe ich bisher kaum berichtet und muss dies noch irgendwann nachholen. Nur soviel: Das derzeitige Oberhaupt der antizionistischen Dachorganisation "Edah HaCharedit", Rabbi Yitzchak Tuvia Weiss, zählt sich ebenso zu Brisk. Genauso wie ein weiterer "Mutter - Vertreter" namens David Schmidel.


Schmidel ist in Mea Shearim bekannt wie ein bunter Hund, denn er ist verantwortlich für die "Chevrat Kadischa - Bestattungen" und zog schon so manche Demo ab, wenn es weltweit um die Zerstörung jüdischer Friedhöfe ging.

Weiterhin stellte die Chassidut Gur ihren Knessetrepräsentanten Yaakov Litzman (stellvertretender Gesundheitsminister) zur Verhandlungsverfügung. Angeblich soll Litzman auch die Kaution für die Mutter gestellt haben. Manche behaupten andererseits, es sei Schmidel gewesen.

Gestern nun fand ein weiterer Anhörungstermin vor Gericht statt und die Mutter wurde zu einer psychologischen Beratung verdonnert. Dies lehnte sie ab, da die Edah HaCharedit sich ausdrücklich gegen zionistische Beschlüsse aussprach. Dann aber schritt der Rebbe der Toldot Aharon ein; jener chassidischen Gruppe, welcher die angeklagte Mutter angehört. Rebbe David Kahn überredete die Mutter den gestern abend stattfindenden Termin bei Psychiater Dr. Yaakov Weil wahrzunehmen. Gegen den Willen der Edah und nun liegen Rebbe und die Edah im Clinch.

Ein jeder des "Beratungsteams" hat seine bestimmte Aufgabe, wobei Freulich als Vermittler zwischen Jerusalems Bürgermeister und der Edah betrachtet wird. Bis Donnerstag bleibt die Mutter noch unter Hausarrest. Unterdessen verkündete das Hadassah Ein Kerem Hospital, dass der misshandelte Junge auf dem Wege der Besserung sei und schon über neun Kilogramm wiege. Er könne bald entlassen werden.

Diese Entscheidung wurde nach einem Treffen zwischen Rabbi Tuvia Weiss und dem Leiter des Hadassah - Krankenhauses, Prof. Shlomo Mor Yosef bekannt gegeben. Seitens der Edah HaCharedit soll es massive Drohungen gegen das Krankenhaus gegeben haben und das Krankenhaus selbst erhöhte die Anzahl seines Wachpersonals. Viele Haredim folgen dem Edah - Aufruf, das Hadassah - Krankenhaus zu boykottieren und, unter anderem, lieber ins Shaarei Zedek - Krankenhaus zu wechseln.

Der Toldot Aharon Rebbe David Kahn gab weiterhin bekannt, dass seine Chassidim an keinerlei weiteren "Pro - Mutter - Demos" teilnehmen werden.

Bemerkenswert, dass der Rebbe endlich einmal ein Machtwort sprach ! Der ganze Fall ist eh schon zum Lokalpolitikum geworden, dennoch ist der Fall weiterhin Nr. 1 in der israelischen Presse.

Soweit zu den letzten Fakten und man muss die Untersuchungsergebnisse des Psychiaters Dr. Weil abwarten.

Montag, 20. Juli 2009

Update zum Fall der wegen Kindesmisshandlung angeklagten Mea Shearim Mutter

B"H

Gestern, am Spätnachmittag, hatte die wegen Kindesmisshandlung angeklagte Mea Shearim Mutter einen weiteren Anhörungstermin vor einem Jerusalemer Gericht. Richterin Shulamit Dotan setzte für heute (Montag) einen weiteren Termin an. Dieser sollte am Morgen stattfinden, doch da Rabbi Frohlich, bei dessen Familie besagte Mutter unter Hausarrest steht, aus persönlichen Gründen keine Zeit hat, wurde der Termin auf den Nachmittag (16.00 Uhr) angesetzt.

Es heißt, die Toldot Aharon - Frau sei bereit, sich in sofortige psychologische Behandlung zu begeben. Wenn möglich, soll eine erneute Gefängnishaft vermieden werden. Richterin Dotan soll heute darüber entscheiden und falls diese Entscheidung "erneute Haft" lauten sollte, sind weitere haredische Demos zu erwarten.

Der Fall wird in Israel heiß diskutiert und leider sehen die Leute nur eine Seite der Medaille. So jedenfalls wird es ihnen in der Presse präsentiert. Die Haredim fühlen sich verunglimpft, denn immer heißt es "die Haredim", ohne darauf aufmerksam zu machen, dass keineswegs die gesamte Gesellschaft beteiligt ist. Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat schürt die Kluft, denn er will sämtliche Bewohner Mea Shearims verklagen. Sie sollen die beschädigten Ampeln etc. zahlen. Mea Shearim hingegen schmiss ihm Tonnen von Müll vor das benachbarte Bildungsministerium (Kreuzung Mea Shearim / Shivtei Israel Street).

Jeder meint mittlerweile, in Foren berichten zu müssen, er sei ein Nachbar der Frau und kenne sie. Sollte die Frau in Mea Shearim oder dem Toldot Aharon Hinterhof leben, ist keiner der Kommentare in den Foren wahr. Jene Leute verfügen 1. über kein Internet gescheige denn PC - Kenntnisse und 2. sind sie der englischen Sprache nicht mächtig. Gruppen, die der "Edah HaCharedit" angeschlossen sind, unterrichten ihre Schulkinder nicht in der englischen Sprache.

Donnerstag, 9. Juli 2009

Gebete wider des Karta Parkhauses

B"H

Die antizionistische Edah HaCharedit rief zu einem gemeinsamen Gebet (Tehillim - Psalmen und Selichot) um die "Keduscha - Heiligkeit" Jerusalems zu wahren. Auch an diesem Schabbat wird Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat den Karta Parkplatz neben der Altstadt wieder öffnen und viele extreme Haredim sehen dadurch die Heiligkeit der Stadt in Gefahr.


Ich möchte darauf hinweisen, dass die Mehrheit der Haredim nicht dem zustimmt, was einige Extremisten vertreten. Eher das Gegenteil und man lehnt derlei Demos total ab !

4000 Haredim sollen beim gestrigen Gebet Mea Shearim dabei gewesen sein. Die Zahl stammt aus der israelischen Tageszeitung "Israel HaYom". Ehrlich gesagt schaut mir die ganze Veranstaltung aber eher nach einer One - Man - Show der Toldot Aharon aus.

Aufruf der Edah zum gestrigen Gebet.

Das untere Bild zeigt Junge, die zum Zeichen der Trauer einen Sack angezogen haben. Das Tragen eines Sackes sowie Asche auf die Stirn schmieren ist ein alter juedischer Brauch und Ausdruck der Trauer. Das Zeichen auf dem hinteren Teil des Sackes lautet: "Rettet Jerusalem".



Und wo waren die Frauen: Auf den Toldot Aharon Balkon !






Die Rabbis der Edah HaCharedit




Sämtliche Photos können hier eingesehen werden:

http://bhol.co.il/news_read.asp?id=10681&cat_id=2

Mittwoch, 8. Juli 2009

Die aktuellen Pashkevilim

B"H

Hier die aktuellen Pashkevilim (Mitteilungsposter) aus den Jerusalemer Stadtteilen Ge'ulah / Mea Shearim:

Aufschrei bezüglich der Schändung jüdischer Friedhöfe in Europa. Nicht durch Neonazis, wie jetzt vielleicht angenommen, sondern vielerorts wird auf jüd. Gräbern gebaut oder es werden dort Abwasserleitungen verlegt. Wie das auf dem Poster genannte Beispiel aus Polen.


Wer Interesse hat oder wem nach demonstrieren oder beten zu mute ist, der kann sich heute (Mittwoch) nachmittag in die Jerusalemer Shivtei Israel Street begeben. Die Edah HaCharedit organisiert ein öffentliches Beten für die Heiligkeit Jerusalems. Tehillim (Psalmen) sowie Selichot werden gesagt. Wenn möglich, sollte ein jeder hochanständig gekleidet sein, denn die Lokalität liegt in Mea Shearim. Nichtjüd. Touristen sollten davon Abstand nehmen !

Mit der Heiligkeit Jerusalems ist wieder einmal die Schliessung des Karta - Parkplatzes am Schabbat gemeint !


Sonntag, 28. Juni 2009

Photos der gestrigen Demonstration in Mea Shearim

B"H

Heutige Schlagzeilen in Israel und gestriger Hintergrund:




Sämtliche Photos gibt es hier zu einzusehen:

http://bhol.co.il/forum/topic.asp?cat_id=4&topic_id=2648105&forum_id=771

Der SCHABBAT - krieg

B"H

Die Mitglieder der Edah HaCharedit sowie weitere Haredim gegen Jerusalems Bürgermeister NirBarkat:


http://hamantaschen.blogspot.com/2009/06/ausschreitungen-gehen-weiter.html

Aufruf der Haredim zum speziellen Gebet zur Einhaltung des Jerusalemer Schabbat.

Donnerstag, 25. Juni 2009

"Yachad, Yachad"

B"H

"Lasst uns zusammenkommen und den Anstand (Zniut) stärken !"

Die Edah HaCharedit gegen die heute stattfindene Gay Parade in Jerusalem.





"Yachad, Yachad" - Ein bekanntes jüdisch - relig. Lied, was soviel heißt wie "Zusammen, Zusammen". Hier soll die Einigkeit beschwört werden. Nicht in fanatischem Sinne, sondern überhaupt innerhalb der jüdischen Welt.

Mittwoch, 24. Juni 2009

Rabbi Shmuel Pappenheim: "Spezielle Gebete in der Bar Ilan Street am Erev Schabbat"

B"H

Der Sprecher der antizionistischen Dachorganisation "Edah HaCharedit" aus Mea Shearim, Rabbi Shmuel Pappenheim, kündigte erneute spezielle Gebete für diesen Erev Schabbat (Freitag abend) in der Bar Ilan zu Jerusalem an. Die nachfolgende Demonstration findet zum Schabbatausgang statt.

Wie ich vor wenigen Wochen schon berichtete, geht es in Jerusalem wieder einmal hoch her, denn Bürgermeister Nir Barkat plant nach wie vor den Parkplatz am Jerusalemer Rathaus am Schabbat freigeben. Der ständig anwachsende Touristenverkehr in die Heilige Stadt am Schabbat soll bewältigt werden und mehr Parkplätze sollen her. Vor drei Wochen öffenete die Stadtverwaltung den hauseigenen Parkplatz und es kam zu wilden Demos mit den Gruppen der Edah HaCharedit. Demonstranten sowie Polizisten wurden dabei verletzt.

Innerhalb der vergangenen zwei Wochen blieb es dann ruhig, da Nir Barkat den Parkplatz nicht mehr öffenete. An diesem anstehenden Schabbat jedoch soll es wieder soweit sein und Mea Shearim sieht rot. Dort nämlich sehen die Haredim (Ultra - Orthodox.) den Bruch des Schabbat. Ganz besonders deswegen, weil der Stadtrat der Heiligen Stadt aktiv mitwirkt.


Zusätzlich findet morgen (Donnerstag) nachmittag die Gay Parade statt und ich werde mich morgens schon aus der Innenstadt zurückziehen. Nicht wegen der Haredim, sondern wegen der Gays. In der Zeitung sah ich ein Photo eines Homosexuellen am Tel Aviver Strand (bei deren Parade vor zwei Wochen). Bekleidet war der Typ nur mit Boxershorts und einem BH.
Das hat mir gereicht und soetwas muss ich mir nicht antun.

Bezüglich Rabbi Shmuel Pappenheim:
Er ist ein Chassid der Gruppe Toldot Aharon und soweit mir bekannt ist, kommt seine Familie aus Deutschland. Vor einigen Monaten sprach mich eine Frau der Toldot Aharon in deren Synagoge an. Ihr Name war ebenfalls Pappenheim und ich habe mich sehr nett mit ihr unterhalten. Ich wünschte, wir könnten die Unterhaltung irgendwann fortsetzen …

Freitag, 12. Juni 2009

Aufschrei in Jerusalem


B"H

Die antizionistische Dachorganisation aus Mea Shearim, die Edah HaCharedit, kündigte auf diversen Pakshivilim (Plakaten, siehe oben) ein besonderes Gebet zum Schabbatbeginn an. Ort ist die für haredische Demos berüchtigte Bar Ilan Street (Jerusalem) und Grund ist nach wie vor ein Schrei nach der Erhaltung der Heiligkeit Jerusalems. Keine kostenlosen öffentlichen Parkplätze am Rathaus am Safra Square wie es Bürgermeister Nir Barkat plant. Touristen sollen nicht angelockt werden, um noch mehr im Auto herumzufahren und relig. Bewohner beim Schabbat zu stören. Noch dazu wo der Safra Square nur einen Sprung von Mea Shearim entfernt liegt und die Haredim auf dem Weg zur Klagemauer (Kotel) das gesamte Parkplatzgebiet durchqueren müssen.

Am letzten Schabbat fanden wilde Demos statt und es gab offensichtlich Gewalt auf beiden Seiten; von den Haredim sowie von der Polizei. Heute abend nun soll es ein spezielles Kabbalat Schabbat geben und manche mögen es als Gebet auffassen, andere sehen die Gelegenheit für neue Krawalle gekommen. Wir werden sehen, aber ich bin mir hundertprozentig sicher, dass die Polizei einen riesen Aufmarsch veranstaltet. Dabei verkündete sie, dass aus Sicherheitsgründen sowie wegen der Einhaltung der öffentlichen Ordnung an diesem und am kommenden Schabbat der Safra Square geschlossen bleibt. Haben die Haredim also schon gewonnen ?

Mag sein. Vielleicht aber kam es zu der Entscheidung auch nur, weil der Gerrer (Gur) Rebbe seine eventuelle Teilnahme an den Demos angekündigt hatte. Rebbe Yaakov Aryeh Alter besitzt sehr hohen politischen Einfluss in unserem Land. Vor allem, weil Gur die bestimmende Gruppe (neben Vishnitz und den litvischen Haredim) innerhalb der Knessetpartei "Yahadut HaTorah" ist. Und Rebbe Alter ruft einmal kurz bei Netanyahu durch und dann ist Nir Barkat so gut wie erledigt.

Die Haredim ihrerseits bereiten sich eh schon auf einen neuen Krieg vor. Heftiger Widerstand gegen die demnächst in Jerusalem stattfindende Gay Parade ist im Anmarsch.

Mittwoch, 10. Juni 2009

Ein "heißer" Sommer in Jerusalem

Ausschreitungen in Mea Shearim am letzten Schabbat

B"H

Es schaut ganz danach aus als ob Jerusalem einen richtig heißen Sommer bekommen wird:

Die Edah HaCharedit gegen den säkuleren Bürgermeister Nir Barkat.

Ein haredisches Forum kündigte schon den nächsten Schritt der Edah an:

An diesem Schabbat findet die Kabbalat Schabbat (Schabbatempfang) in der Bar Ilan Street statt.
Was immer das auch heissen mag !

Die Bar Ilan Street in Jerusalem ist vollkommen haredisch und darüber hinaus berühmt und berüchtigt fuer wilde Demonstrationen. Man erinnere sich nur an die früheren Demos angeführt von Rabbi Amram Blau; einem einstigen Oberhaupt der Neturei Karta, der im Jahre 1974 verstarb. Aber selbst nach dem Tode Rabbi Blaus verlor die Bar Ilan keineswegs an Bedeutung.

Bar Ilan Street in Jerusalem

Die Mehrheit der Haredim ist der Meinung, dass ihre Gesellschaft den Kampf gewinnen wird. Nir Barkat wird irgendwann aufgeben, die Frage ist nur WANN. Die säkulere Presse sieht den Bürgermeister vor einem riesigen Dilemma stehen, denn muss er einerseits die haredische Bevölkerung befriedigen, andererseits aber soll er genauso die Interessen der säkuleren Bevölkerung vertreten.


Nir Barkat

Ich selbst verstehe nicht, warum die städtischen Parkplaetze am Schabbat geöffnet sein müssen. Bisher ist Jerusalem am Schabbat immer mit dem Verkehrschaos fertig geworden und das Einzige, was verbannt werden sollte, sind die unzähligen Reisebusse mit christlichen Touristen, die ins Christliche Viertel der Altstadt rennen. Wieso parken diese Busse stundenlang und blockieren die Gehwege ? Sollen sie doch abfahren und zu einem festen Zeitpunkt die Touristen abholen kommen.


Die Stadtverwaltung Jerusalem's Municipality verkündet nach wie vor die kostenlosen Parkplätze am Schabbat.

Sonntag, 7. Juni 2009

Ausschreitungen in Mea Shearim

B"H

Am vergangenen Erev Schabbat (Freitag abend) waren zwei ultra - orthodoxe Stadtteile Jerusalems mit Pamphleten der antizionistischen Dachorganisation "Edah HaCharedit" geplastert. Die Stadtteilbewohner wurden zur Teilnahme an einer Demonstration um 17.00 Uhr am Schabbat aufgerufen.


Die Edah entschied sich zu der offiziellen Demo, da der Jerusalemer Bürgermeister Nir Barkat seine Entscheidung, den Mamilla Parkplatz vor der dem Jaffa Tor am Schabbat zu öffnen, nicht rückgängig machte. Die Stadtverwaltung will den Altstadtbesuchern das Mamilla - Parkhaus am Schabbat kostenlos zur Verfügung stellen und so dem Parkplatzchaos in Downtown Jerusalem Herr werden. Tausende säkulere Israelis kommen am Schabbat nach Jerusalem, um die Kotel (Klagemauer) zu besuchen und danach eine Shopping - Tour im Arabischen Viertel zu unternehmen.

Die Edah HaCharedit wurde wild und gestern abend brannten in der Shivtei Israel Street, gleich vor der Synagoge der Toldot Aharon, die Mülltonnen. Die Haredim sagen, dass die Polizei mit unglaublicher Gewalt vorging und die Polizei behauptet ihrerseits, Wasserwerfen, etc. eingesetzt zu haben, um der haredischen Gewalt Herr zu werden. Auch herrschen widersprüchliche Versionen über die Teilnehmerzahl an der Demo. Die Edah geht von 15,000 Demonstranten aus und die Polizei ca. nur von 1000 - 2000.

Bisher kam es noch zu keiner Einigung zwischen der Jerusalemer Stadtverwaltung und der Edah HaCharedit. Wo aber sind die Gerrer Chassidim (Chassidut Gur) ? Sie schliesslich sorgten bei den letzten Bürgermeisterwahlen dafür, dass der säkulere Nir Barkat gewann ?





Sämtliche Photos können hier eingesehen werden:

http://bhol.co.il/news_read.asp?id=9946&cat_id=1

Mittwoch, 20. Mai 2009

Rabbi Me'ir Brandsdorfer hinterlässt Vacuum

B"H

Der plötzliche Tod von Rabbi Me'ir Brandsdorfer hinterlässt ein dickes Vacuum. Nicht nur bei der Chassidut Toldot Avraham Yitzchak, sondern ebenso bei der Edah HaCharedit selbst.

Hier ein paar Photos von der Shiva (siebentägige Trauerperiode):






Sämtliche Photos können hier eingesehn werden:

http://bhol.co.il/news_read.asp?id=9597&cat_id=2

Mir erscheint es als habe die Edah HaCharedit ein Generationsproblem, denn bisher sind keine gravierenden Wechsel in Sicht. Ich mag mich irren, doch jüngere Poskim oder Rabbiner sehe ich eigentlich gar nicht oder kaum.