B"H
Im Jahre 1764 teilten Rußland, Preussen sowie Österreich die Länder Polen, Litauen, Reisin und die Ukraine unter sich auf, und für die folgenden 120 Jahre sollte dies auch so bleiben. Aus der Teilung jedoch folgte, dass plötzlich Rußland, Österreich und Preussen mit einem Haufen Chassidim dastand und genau die Tatsache den einheimischen christlichen Bewohnern Angst machte. Schon frühzeitig erfolgten daher drei Erlasse bezüglich der jüdischen Bevölkerung:
1. Juden war es verboten sich im ganzen Lande auszubreiten.
2. Spezielle Kleidungserlasse gaben den Juden die Kleidung vor.
3. Jüdische Händler waren verpflichtet, sich nach deutschen oder russischem Kleidungsstil zu kleiden.
Besonders relig. Juden hatten seit jeher darauf geachtet, den ursprünglichen Kleidungsstil beizubehalten. Waren nicht schon die Juden damals in Ägypten (vor dem Exodus) drei Werten treu geblieben ?
1. Der hebräischen Sprache.
2. Der Vergabe von jüdischen Namen an die Nachkommen.
3. Dem jüdischen Kleidungsstil.
Der im Jahre 1825 zum Zar gekrönte Nikolaus I. erließ zwei Jahre später einen schwerwiegenden Erlaß. Von nun an sollten jüdische Kinder in die russische Armee eingezogen werden.
Der chassidische Rabbi Simcha Bunim von Peshis'cha sagte: "Ein Jude soll auf sich achten und seine Kleidung nicht der Umwelt anpassen, denn von der Kleidung hängt unsere Heiligkeit (Kedusha) ab.
Vielerseits werden chassidische Kaftane als etwas Kabbalistisch – Mystisches gedeutet. Allerdings konnte ich soweit nur herausfinden, dass der Kaftan über einem Kaftan das kabbalistische "Or Makif – das strahlenden Licht" wiederspiegelt. Manche Chassidim tragen am Schabbat oder zu Feiertagen einen zweiten Kaftan über dem eigentlichen Kaftan. Der zweite Kaftan ist meist brauner Farbe und wird u.a. von einigen Breslover, Karliner oder Toldot Aharon Chassidim getragen.
_________________
Quelle:
Unter anderem ein von Rabbi Amram Bloi (Blau) verfasster Artikel. Erschienen in der chassidischen Fachzeitschrift "Heichal HaBesht".
Der verstorbene Rabbi Amram Bloi (1894 - 1974) war das einstige Oberhaupt der antizionistischen Neturei Karta in Mea Shearim.
Weitere Links zum Thema "Kleidung":
Chassidische Gruppen
Chassidische Kleidung
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Samstag, 25. Oktober 2008
Dienstag, 15. Juli 2008
Die Macht des Essens
B"H
Anhand der Aussage des ersten Rebben sowie Gründers der chassidischen Gruppen Lelov, Rabbi David Biderman von Lelov (1746 – 1814), erkennen wir leicht, dass dieser ein Anhänger des Chozeh (Seher) von Lublin, Rabbi Yaakov Yitzchak Horowitz (1745 – 1815) gewesen sein muß. Aber nicht nicht das; hinzu kommt, dass Reb David auch schon unter Rabbi Elimelech von Lejansk lernte und genau dieser war es, welcher das Zaddik – Konzept des Baal Shem Tov unermesslich weit ausbaute. Das Buch von Rebbe Elimelech, "Noam Elimelech" bildet eine einzige Attitüde auf den Zaddik (Gerechten).
Der Seher von Lublin, auch ein ehemaliger Schüler Elimelechs, baute das Konzept sogar noch weiter aus. Laut dem Seher lebe der Zaddik (Gerechte) in zwei Welten: der unseren unteren Welt sowie den spirituellen oberen Welten. Außerdem verfüge ein Zaddik über den "Ruach HaKodesh – eine Art der Prophezeihung" und demnach entschied der Seher viele halachische Fragen anhand seines sogenannten "Ruach HaKodesh". Rabbi Simcha Bunim von Peshis'cha (1767 – 1827), stellte den Ruach HaKodesh des Rabbi Yaakov Yitzchak Horowitz in Frage.
Die Chassidut Lelov jedenfalls basiert auf den Grundprinzipien des Seher von Lublin, der das Zaddik – Konzept so sehr pries und laut Meinung Vieler den Bogen überspannte. In seinem Buch "Migdal David" macht Rebbe David von Lelov das Statement, dass das Essen eines Zaddiks (Gerechten) der Bedeutung der Tieropferung in den ehemaligen Jerusalemer Tempeln gleichkommt.
Persönlich bin ich absolut gegen die Aufwertung des Zaddik, wie ich schon unzählige Male erklärte. Wer oder was genau ist ein Zaddik und kann ich mich selber so definieren ? Geben mir nur andere den Titel und wenn ja, nach welchen Kritierien ?
Ich stimme voll und ganz mit Rabbi Simcha Bunim von Peshis'cha sowie mit dessen ehemaligem Schüler, dem Kotzker Rebben Menachem Mendel Morgenstern (1787 – 1859) überein, die da Wert auf eine individuelle und private Beziehung zu G – tt Wert legen. Es kann nicht sein, dass sich jeder normale Chassid nur einem Rebben zuwendet, welcher sozusagen alles für die Anhängerschaft übernimmt. Und um auf Rebbe David Bidermans Aussage zurückzukommen, dass wenn ein Zaddik ißt, dies einer Tieropferung im Tempel gleichkommt, ist demnach für meine Begriffe zu weit aus der Luft geholt. Würde G – tt den hundertprozentigen Zaddikim soviel Bedeutung beimessen, warum erschuf Er dann nicht NUR Zaddikim, sondern auch andere Leute. Leute, die sich nicht auf allzu hohem Level befinden ?
Als Antwort fällt mir ein Statement des Maharal von Prag in seinem Kommentar zu den "Pirkei Avot – Sayings of the Fathers" sein. Beim Maharal nämlich ist zu lesen, dass wir nicht allein auf der Welt sind. Jeder ist mehr oder weniger gezwungen, mit seinen Mitmenschen zu kommunizieren. Ob er nun einmal will oder nicht.
G – tt erschuf diese Welt, damit wir Menschen anhand von Thoramitzwot einen völligen Tikun (Reparatur der Seele) verursachen und somit der Weg frei ist für Meschiach. Schon in der bei den Volkszählungen der Israeliten in der Wüste sehen wir die Gleichheit des jüdischen Volkes. Damals gab ein jeder die Gewichtseinheit von einem Schekel, welche für eine Person stand. Auf diesem Wege wurde die Volkszählung vollzogen. Niemand gab mehr oder weniger und es kam nicht darauf an, ob jemand reich oder arm war.
Genauso sollte es heute sein. Nicht, dass ein besonders gerechter Mensch keine intensivere Beziehung zu G – tt aufbauen kann; von vornherein allerdings zu behaupten, dass nur der Rebbe alles kann und tausendprozentig ist, halte ich für falsch. Jeder Einzelne von uns sollte sich seiner Kraft bewußt werden und sie sinnvoll einsetzen.
Anhand der Aussage des ersten Rebben sowie Gründers der chassidischen Gruppen Lelov, Rabbi David Biderman von Lelov (1746 – 1814), erkennen wir leicht, dass dieser ein Anhänger des Chozeh (Seher) von Lublin, Rabbi Yaakov Yitzchak Horowitz (1745 – 1815) gewesen sein muß. Aber nicht nicht das; hinzu kommt, dass Reb David auch schon unter Rabbi Elimelech von Lejansk lernte und genau dieser war es, welcher das Zaddik – Konzept des Baal Shem Tov unermesslich weit ausbaute. Das Buch von Rebbe Elimelech, "Noam Elimelech" bildet eine einzige Attitüde auf den Zaddik (Gerechten).
Der Seher von Lublin, auch ein ehemaliger Schüler Elimelechs, baute das Konzept sogar noch weiter aus. Laut dem Seher lebe der Zaddik (Gerechte) in zwei Welten: der unseren unteren Welt sowie den spirituellen oberen Welten. Außerdem verfüge ein Zaddik über den "Ruach HaKodesh – eine Art der Prophezeihung" und demnach entschied der Seher viele halachische Fragen anhand seines sogenannten "Ruach HaKodesh". Rabbi Simcha Bunim von Peshis'cha (1767 – 1827), stellte den Ruach HaKodesh des Rabbi Yaakov Yitzchak Horowitz in Frage.
Die Chassidut Lelov jedenfalls basiert auf den Grundprinzipien des Seher von Lublin, der das Zaddik – Konzept so sehr pries und laut Meinung Vieler den Bogen überspannte. In seinem Buch "Migdal David" macht Rebbe David von Lelov das Statement, dass das Essen eines Zaddiks (Gerechten) der Bedeutung der Tieropferung in den ehemaligen Jerusalemer Tempeln gleichkommt.
Persönlich bin ich absolut gegen die Aufwertung des Zaddik, wie ich schon unzählige Male erklärte. Wer oder was genau ist ein Zaddik und kann ich mich selber so definieren ? Geben mir nur andere den Titel und wenn ja, nach welchen Kritierien ?
Ich stimme voll und ganz mit Rabbi Simcha Bunim von Peshis'cha sowie mit dessen ehemaligem Schüler, dem Kotzker Rebben Menachem Mendel Morgenstern (1787 – 1859) überein, die da Wert auf eine individuelle und private Beziehung zu G – tt Wert legen. Es kann nicht sein, dass sich jeder normale Chassid nur einem Rebben zuwendet, welcher sozusagen alles für die Anhängerschaft übernimmt. Und um auf Rebbe David Bidermans Aussage zurückzukommen, dass wenn ein Zaddik ißt, dies einer Tieropferung im Tempel gleichkommt, ist demnach für meine Begriffe zu weit aus der Luft geholt. Würde G – tt den hundertprozentigen Zaddikim soviel Bedeutung beimessen, warum erschuf Er dann nicht NUR Zaddikim, sondern auch andere Leute. Leute, die sich nicht auf allzu hohem Level befinden ?
Als Antwort fällt mir ein Statement des Maharal von Prag in seinem Kommentar zu den "Pirkei Avot – Sayings of the Fathers" sein. Beim Maharal nämlich ist zu lesen, dass wir nicht allein auf der Welt sind. Jeder ist mehr oder weniger gezwungen, mit seinen Mitmenschen zu kommunizieren. Ob er nun einmal will oder nicht.
G – tt erschuf diese Welt, damit wir Menschen anhand von Thoramitzwot einen völligen Tikun (Reparatur der Seele) verursachen und somit der Weg frei ist für Meschiach. Schon in der bei den Volkszählungen der Israeliten in der Wüste sehen wir die Gleichheit des jüdischen Volkes. Damals gab ein jeder die Gewichtseinheit von einem Schekel, welche für eine Person stand. Auf diesem Wege wurde die Volkszählung vollzogen. Niemand gab mehr oder weniger und es kam nicht darauf an, ob jemand reich oder arm war.
Genauso sollte es heute sein. Nicht, dass ein besonders gerechter Mensch keine intensivere Beziehung zu G – tt aufbauen kann; von vornherein allerdings zu behaupten, dass nur der Rebbe alles kann und tausendprozentig ist, halte ich für falsch. Jeder Einzelne von uns sollte sich seiner Kraft bewußt werden und sie sinnvoll einsetzen.
Montag, 30. Juni 2008
Gur tut sich schwer
B"H
Wer chassidische Infos sucht, der sollte sich auf keinen Fall nur auf entsprechende Literatur verlassen, sondern mit den Chassidim selber sprechen. Als Frau ist dieses manchmal ein gewagteres Unternehmen als für Männer. Ein Bekannter von mir geht einfach in chassidische Synagoge und redet unbeschwert mit den Chassidim. Mittlerweile habe ich mir das auch fast angewöhnt, nur bin ich halt immer an die Frauen gebunden, da die Männer räumlich fast unerreichbar sind.
Chassidische Männer reden nicht mit fremden Frauen außer mit ihren eigenen, so heißt es offiziell. Doch diese Aussage entspricht heutzutage nicht mehr ganz so der Wahrheit. Von Beginn an sprach ich genauso mit männlichen Chassidim; wenn nicht mit viel mehr Männern als mit Frauen. Sobald es sich herumspricht, dass da ein weibliches Wesen mit etwas Ahnung ist, kommen viele von ganz allein auf mich zu. Es kommt immer auf auf die jeweilige Situation sowie die Leute selber an.
Am auskunftsfreudigsten habe ich soweit die Belzer und die Vishnitzer Chassidim erlebt (von Breslov und Chabad einmal abgesehen). Die Belzer vielleicht etwas weniger, denn bezüglich ihres Rebben lassen sie einen vornehmlich nur alles Positive wissen. Bei den Vishnitzer Chassidim ist dies anders. Ich kenne zwei männliche Vishnitzer recht gut und ich kann alles fragen. Natürlich wissen beide alles über andere Gruppen und sind immer an jeglichen News der anderen interessiert. Wenn ich dann aber frage, was bei Vishnitz geschieht, geben sie gerne Auskunft. Und nicht nur Positives.
Bei den Toldot Aharon sowie ihrer Abspaltung, den Toldot Avraham Yitzchak, sprach ich bisher nur mit den Frauen. Wobei ich mit den Toldot Aharon - Frauen die besten Konversationen hatte.
Diejenigen, die zwar recht freundlich, doch absolut zugeknöpft sind, sind die Gerer (Gur) Chassidim. Obwohl ich dort nur männliche Bekannte habe und diese seit einigen Jahren kenne, bekomme ich fast nur Propaganda über die Chassidut Gur zu hören. Wie toll der Rebbe ist und was es tolles Neues gibt. Fragt man jedoch nach Hintergründen, dann kommt keine Antwort mehr. Mir wurde zum Beispiel gesagt, dass es bei Gur keine geschriebenen Takanot (internee Gesetze) gibt. Eine Behauptung, die mir sofort unglaubwürdig vorkam. Chassidim aus anderen Gruppen, die ich danach befragte, meinten, dass es sicher bei Gur etwas fest Geschriebenes geben müsse, nur wollen sie sicher halt nicht damit herausrücken.
Die Gruppe ist dermaßen geschlossen, dass ich mich fast nur darauf beschränke, Fakten wie die Historie oder Bräuche zu benennen. Ein Bekannter meinte, ich solle länger rigoros am Ball bleiben, dann hätte ich vielleicht irgendwann Erfolg. Doch dazu habe ich wenig Lust. Ich laufe niemandem hinterher; schon allein aus Zeitgründen nicht. Und so wahnsinnig interessant finde ich die Chassidut Gur nun auch wieder nicht. Und das, obwohl ich ein Peshis'cha – Fan (Rabbi Simcha Bunim of Peshis'cha, 1765 – 1827) bin.
Auf der anderen Seite kann ich mir weniger erklären, warum Gur alles so geheimhalten will. Vielleicht ist dies nur eine Art der eigenen Abschottung. Man will nicht mit anderen in Kontakt kommen und zieht sich lieber ins eigene Gruppenleben zurück. Dieses kann aus vielerlei Gründen geschehen wie: keinen negativen Einflüssen aussetzen oder aus der Gruppe herausheiraten bzw. sie ganz verlassen.
Wenn die Chassidut Gur allerdings befürchtet, dass Außenstehende von ihren "Sex – Takanot" erfahren, dann wird sie überrascht sein zu hören, dass diese eh schon längst bekannt sind. Chassidim anderer Gruppen und andere, die sich dafür interessieren, wissen alles. Und im Internet ist auch vieles schon lange zu erfahren.
Wer chassidische Infos sucht, der sollte sich auf keinen Fall nur auf entsprechende Literatur verlassen, sondern mit den Chassidim selber sprechen. Als Frau ist dieses manchmal ein gewagteres Unternehmen als für Männer. Ein Bekannter von mir geht einfach in chassidische Synagoge und redet unbeschwert mit den Chassidim. Mittlerweile habe ich mir das auch fast angewöhnt, nur bin ich halt immer an die Frauen gebunden, da die Männer räumlich fast unerreichbar sind.
Chassidische Männer reden nicht mit fremden Frauen außer mit ihren eigenen, so heißt es offiziell. Doch diese Aussage entspricht heutzutage nicht mehr ganz so der Wahrheit. Von Beginn an sprach ich genauso mit männlichen Chassidim; wenn nicht mit viel mehr Männern als mit Frauen. Sobald es sich herumspricht, dass da ein weibliches Wesen mit etwas Ahnung ist, kommen viele von ganz allein auf mich zu. Es kommt immer auf auf die jeweilige Situation sowie die Leute selber an.
Am auskunftsfreudigsten habe ich soweit die Belzer und die Vishnitzer Chassidim erlebt (von Breslov und Chabad einmal abgesehen). Die Belzer vielleicht etwas weniger, denn bezüglich ihres Rebben lassen sie einen vornehmlich nur alles Positive wissen. Bei den Vishnitzer Chassidim ist dies anders. Ich kenne zwei männliche Vishnitzer recht gut und ich kann alles fragen. Natürlich wissen beide alles über andere Gruppen und sind immer an jeglichen News der anderen interessiert. Wenn ich dann aber frage, was bei Vishnitz geschieht, geben sie gerne Auskunft. Und nicht nur Positives.
Bei den Toldot Aharon sowie ihrer Abspaltung, den Toldot Avraham Yitzchak, sprach ich bisher nur mit den Frauen. Wobei ich mit den Toldot Aharon - Frauen die besten Konversationen hatte.
Diejenigen, die zwar recht freundlich, doch absolut zugeknöpft sind, sind die Gerer (Gur) Chassidim. Obwohl ich dort nur männliche Bekannte habe und diese seit einigen Jahren kenne, bekomme ich fast nur Propaganda über die Chassidut Gur zu hören. Wie toll der Rebbe ist und was es tolles Neues gibt. Fragt man jedoch nach Hintergründen, dann kommt keine Antwort mehr. Mir wurde zum Beispiel gesagt, dass es bei Gur keine geschriebenen Takanot (internee Gesetze) gibt. Eine Behauptung, die mir sofort unglaubwürdig vorkam. Chassidim aus anderen Gruppen, die ich danach befragte, meinten, dass es sicher bei Gur etwas fest Geschriebenes geben müsse, nur wollen sie sicher halt nicht damit herausrücken.
Die Gruppe ist dermaßen geschlossen, dass ich mich fast nur darauf beschränke, Fakten wie die Historie oder Bräuche zu benennen. Ein Bekannter meinte, ich solle länger rigoros am Ball bleiben, dann hätte ich vielleicht irgendwann Erfolg. Doch dazu habe ich wenig Lust. Ich laufe niemandem hinterher; schon allein aus Zeitgründen nicht. Und so wahnsinnig interessant finde ich die Chassidut Gur nun auch wieder nicht. Und das, obwohl ich ein Peshis'cha – Fan (Rabbi Simcha Bunim of Peshis'cha, 1765 – 1827) bin.
Auf der anderen Seite kann ich mir weniger erklären, warum Gur alles so geheimhalten will. Vielleicht ist dies nur eine Art der eigenen Abschottung. Man will nicht mit anderen in Kontakt kommen und zieht sich lieber ins eigene Gruppenleben zurück. Dieses kann aus vielerlei Gründen geschehen wie: keinen negativen Einflüssen aussetzen oder aus der Gruppe herausheiraten bzw. sie ganz verlassen.
Wenn die Chassidut Gur allerdings befürchtet, dass Außenstehende von ihren "Sex – Takanot" erfahren, dann wird sie überrascht sein zu hören, dass diese eh schon längst bekannt sind. Chassidim anderer Gruppen und andere, die sich dafür interessieren, wissen alles. Und im Internet ist auch vieles schon lange zu erfahren.
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