Montag, 3. Mai 2010

Moshe Hirsch ist tot


Arafat mit seinem Minister für jüdische Angelegenheiten Moshe Hirsch

Photo: Kikar Shabbat

B"H

Moshe Hirsch, der Mea Shearim Neturei Karta Extremist und ehemalige Minister für jüdische Angelegenheiten in Arafats Ramallah Kabinett verstarb am gestrigen Lag Ba'Omer in Mea Shearim. Seit Jahren litt Hirsch an Alzheimer und sein Sohn Israel übernahm die kleine Synagoge im Markt von Mea Shearim.

Moshe Hirsch, sein Sohn Israel sowie der Leiter der grösseren Neturei Karta Gruppe Mea Shearims (und Konkurrenz zum Hirsch Clan) Yoelish Kroisz (Yoel Kraus) werden in Mea Shearim nicht gerade geliebt.

Sonntag, 2. Mai 2010

Rabbi Yosef Chaim Sonnenfeld zur Parashat Behar

B"H

Die dieswöchige Thoralesung am Schabbat besteht aus zwei Parashot:
Behar + Bechukotai.

Hier ein kurzes Insight zur Parashat Behar von Rabbi Yosef Chaim Sonnenfeld (verstarb im Jahre 1932):

Rabbi Yosef Chaim Sonnenfeld hob stets hervor, wie wichtig es ist, dass ein Arbeitgeber seinen Angestellten fair behandelt. Hierzu gibt es sogar einige Gesetze in der Thora. Unter anderem, dass der Arbeitgeber seinen Angestellten pünktlich das Gehalt auszuzahlen hat.

Andererseits lehnte der Rabbi die hassvollen Parolen der extremen Sozialisten ab, dass jeder Arbeiter die Macht allein trage und kein Kapitalist. Der Verhalten sei langfristig nur schädlich für die Arbeiter. Vielmehr sollte sich jeder Mensch auf die ihm von G - tt zugesprochene Aufgabe im Leben besinnen und versuchen, dieser gerecht zu werden. Jeder Mensch in der Gesellschaft ist einzigartig und hat eine individuelle Aufgabe zu erfüllen.

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Quelle:

"Rabbi Yosef Chaim Sonnenfeld on the Parasha"
Zusammengestellt von Rabbi Shlomo Zalman Sonnenfeld,
Artscroll Series

Rabbi Yosef Chaim Sonnenfeld

B"H


Rabbi Yosef Chaim Sonnenfeld (links im Bild) war das erste Oberhaupt der antizionistischen Edah HaCharedit in Mea Shearim und bildete das Gegenstück zu dem von der britischen Besatzung eingerichteten (1921) Oberrabbinat (Rabbanut) in Israel (damals Palästina). Dem Rabbanut stand Rabbi Avraham Yitzchak Kook (Aussprache: Kuck) vor und da dieser, mehr oder weniger, den Zionismus vertrat, wurde er von Mea Shearim abgelehnt und Rabbi Sonnenfeld ernannt sowie die Edah HaCharedit gegründet.

Noch heute gibt es in Mea Shearim die Sonnenfeld Strasse und der Rabbi (verstorben 1932) wird bis heute verehrt. Zionismus hin oder her, Rabbi Yosef Chaim Sonnenfeld war nicht irgendeiner, sondern eine Persönlichkeit sowie noch von richtiger relig. Natur, wie man sie heute selten findet.

In meinen Blogs wird noch mehr von Rabbi Sonnenfeld die Rede sein !

Hier ein kurzes Video: Rabbi Kook und Rabbi Sonnenfeld beim verlassen eines britischen Gebäudes in Jerusalem. Zuerst tritt Rabbi Kook heraus und nach ihm Rabbi Sonnenfeld.
Rabbi Sonnenfeld war seinem Counterpart Kook nicht besonders freundlich gesinnt und es gibt Schriften (Kuntres) mit seinen Attacken auf den zionistischen Kook. Dazu jedoch später !


Lag Ba'Omer in Chassidut Zanz - Klausenberg




Meiner Meinung nach entstanden die Photos gestern abend in Kiryat Zanz in Netanya.

Alle Photos HIER !

Donnerstag, 29. April 2010

Haredisches Shopping in Jerusalem

B"H


Die haredische Einkaufsstrasse in Jerusalem - Mea Shearim / Ge'ulah:
Schabbat Square - Kikar Shabbat.








Alle Photos HIER !

Mittwoch, 28. April 2010

Chassidischer Tisch in Toldot Avraham Yitzchak


Purim in Chassidut Toldot Avraham Yitzchak. Rebbe Shmuel Yaakov Kahn sitzt in der Mitte (rechts vom verkleideten Chassid mit buntem Streimel).


B"H

Der Toldot Avraham Yitzchak Rebbe kehrt heute von seinem Trip nach Kanada heim nach Israel. Am Freitag abend (Erev Schabbat) gibt er einen Tisch in seinen Mosdot in Mea Shearim.

Dadurch, dass ich in englischer Sprache recht viel über eine Chesed - Organisation der Avraham Yitzchak berichtete, bekam ich Kontakt zu deren Chassidim. Männer bilden stets eine wesentlich bessere Auskunftsquelle als Frauen.
Wenn alles glattgeht, werde ich einen der Chassidim zur Chassidut Toldot Avraham Yitzchak befragen. Ihre Bräuche, ob und wie sie Neue in die Gruppe aufnehmen. Der Bezug zu den neu Hinzugekommenen sowie ihre heutige Beziehung zu den Toldot Aharon, von denen sie sich einst trennten.

Sonntag, 25. April 2010

Kampf der Sikarikim gegen Sisalek

B"H

Erst vor wenigen Wochen eröffnet, doch schon hat es die superkoschere Eisdiele "Sisalek" erwischt. In der vergangenen Woche fanden vor ihr Demonstrationen der radikalen Sikarikim von Mea Shearim statt. Mittlerweile gab es eine Einigung zu verkünden. Zumindest teilweise.

"Sisalek" brachte das hochgradig koschere Eis nach Mea Shearim / Ge'ulah (haredische Stadtteile Jerusalems). Die Bevölkerung nahm dankend an und auch ich war vor Pessach einmal dort und genoss das teure, aber gute, Eis.

Jetzt gab es Demos einer kleinen, dennoch furchterregenden radikalen Gruppe aus Mea Shearim. Den sogenannten "Sikarikim", die für Anstandsordnung sorgen wollen. Man platzierte sich vor Sisalek und machte auf Demo. Die Eisdiele lenkte ein und von nun an wird freitags eher geschlossen (schon um 13.00 Uhr), am Mozzaei Schabbat (nach Schabbatausklang) wird nicht geöffnet, sondern erst am Sonntag. Wochentags schliesst die Eisdiele abends früher.
Noch nicht geeinigt hat man sich bei der Sikariki - Forderung, getrennte Sitzplätze für Männlein und Weiblein einzuführen. Man wolle keinen Ärger, so hiess es seitens Sisaleks, und gebe deswegen den Forderungen nach.

Sisalek aber ist nicht allein. Die Sikarikim sind ebenso gegen weibliche Bekleidungsgeschäfte, welche aufgefordert worden sind, ihre weiblichen Schaufensterpuppen aus den Schaufenstern zu entfernen.

All das für den (übertriebenen) Anstand.