Sonntag, 7. Dezember 2008

Schabbat Chatan in Toldot Aharon


Die Kinder der Toldot Aharon in ihrer Synagoge


B"H

Am Schabbat, zum Morgengebet Schacharit, ging ich in die große Synagoge der chassidischen Gruppe Toldot Aharon in Mea Shearim. Rebbe David Kahn war nicht anwesend und so leitete einer seiner jüngeren Brüder den G - ttesdienst. Die Frauenseite (Ezrat Nashim) war ungewöhnlich wenig besucht und so gab es massig Sitzplätze auf den Metallbänken hinter der Mechitzah (Trennwand zur Männerseite).

In der Toldot Aharon Synagoge sitzen die Männer im Erdgeschoß und die Frauen im ersten Stock. Bei den chassidischen Tischen des Rebben am Freitag abend (Erev Schabbat) besteht die Mechitzah aus riesigen Glasfenstern und somit hat man einen hervorragenden, fast theatermässigen, Blick auf das Geschehen im Erdgeschoß. Am Schabbat, beim Morgengebet Schacharit jedoch, werden Eisengestelle vor die Glasscheiben gehängt, was das Hinunterschauen fast unmöglich macht. Das Tageslicht sowie die Synagogenlichter ermöglichen während des Tages beim Heraufschauen den Männern einen Einblick in die Frauenempore und das soll aus Anstandsgründen verhindert werden.



Die Toldot Aharon Synagoge


Nach einer Weile wurde mir klar, dass es sich wieder einmal um einen "Schabbat Chatan" handelt. Am Schabbat vor einer Hochzeit wird der Bräutigam zur Thora aufgerufen und danach werfen die Frauen aus dem Obergeschoß traditionell Süßigkeiten zu den Jungen auf der Männerseite herab. Die kleinen Jungen wiederum sammeln alles emsig ein und stopfen es in kleine Plastiktüten. Diese Tradition mit den Süßigkeiten findet in jeder orthodoxen Synagoge statt. Nach der dritten und voerten Thoralesung (Aliyah) schmissen die Frauen gestern ihre Süßigkeiten hinab und danach machte der Chatan seine Runde und schüttelte fast allen Männern die Hand.

Nur schade, dass Rebbe David Kahn nicht anwesend war.

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