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Sonntag, 9. Mai 2010

Die Schande: Die Neturei Karta empfängt Politiker der palästinensischen Autonomiebehörde

B"H


Die Schande:
Verwandte des am Lag Ba'Omer verstorbenen Moshe Hirsch empfingen palästinensische Politiker zur Shiva in Mea Shearim.
Die Shiva ist eine siebentägige Trauerperiode eines verstorbenen Juden und man sitzt auf dem Fussboden oder einem Hocker. Leute kommen herein und sprechen ihr Beileid aus.

In Mea Shearim gibt es zwei Ableger der antizionistischem Neturei Karta, wovon die Gruppe um den verstorbenen Moshe Hirsch den kleineren, doch extremeren Anteil darstellt. Sie stehen für die Zerstörung des Staates Israels und bevorzugen eine palästinensische Herrschaft bis zum Eintreffen des Meschiach.
Allgemein ist die Neturei Karta in Mea Shearim verhasst.

Wie lange würde wohl ein Jude am Leben bleiben, wenn der palästinensische Mob einfällt ?









Moshe Hirsch war Minister in Arafats Kabinett in Ramallah.


Montag, 3. Mai 2010

Moshe Hirsch ist tot


Arafat mit seinem Minister für jüdische Angelegenheiten Moshe Hirsch

Photo: Kikar Shabbat

B"H

Moshe Hirsch, der Mea Shearim Neturei Karta Extremist und ehemalige Minister für jüdische Angelegenheiten in Arafats Ramallah Kabinett verstarb am gestrigen Lag Ba'Omer in Mea Shearim. Seit Jahren litt Hirsch an Alzheimer und sein Sohn Israel übernahm die kleine Synagoge im Markt von Mea Shearim.

Moshe Hirsch, sein Sohn Israel sowie der Leiter der grösseren Neturei Karta Gruppe Mea Shearims (und Konkurrenz zum Hirsch Clan) Yoelish Kroisz (Yoel Kraus) werden in Mea Shearim nicht gerade geliebt.

Mittwoch, 21. April 2010

Die Neturei Karta trauerte

B"H


Die antizionistische Neturei Karta / Jerusalem machte, wie jedes Jahr am israelischen Unabhängigkeitstag ihren Standpunkt mehr als klar:
Wir müssen warten bis der Meschiach kommt und ansonsten ist der jetzige Staat Israel eine einzige G - tteslästerung.

Ich mag deren Sackumhänge ! Weiss jemand, wo man soetwas herbekommt ?






Alle Photos HIER !

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Interview mit Amram Blau z"l


Hashem Hu Malkeinu



Hashem is our King, and we are his servants. Our holy Torah is our law and we are loyal to it. We don't recognize the regime of the heretics, we don't accept their authority, we do not submit to their government, and their laws do not obligate us. We will go in the Torah's way, in fire and water, to glorify and sanctify the Name of Heaven.


Berühmtes antizionistisches Lied



B"H


Ein interessantes Interview mit Rabbi Amram Blau, dem einstigen Oberhaupt der Neturei Karta in Mea Shearim. Rabbi Blau verstarb im Jahre 1974 und das Interview fand kurz vor seinem Tode statt.


http://www.vosizneias.com/34907/2009/07/12/jerusalem-rav-amram-blaus-interview-before-his-death/


Es ist typisch für die Neturei Karta zu behaupten, dass sobald Israel (das Heilige Land) den Arabern übergeben wird, Letztere keine ansässigen Juden töten / attackieren. Die Geschichte zeigt, dass die Neturei Karta mit diesem Denken völlig FALSCH liegt. Man nehme nur die Judenpogrome im Jahre 1919 in der Jerusalemer Altstadt als Beispiel heran.
Nicht nur das: Glaubt etwa jemand tatsächlich daran, dass der Mob aus Ramallah, welcher im Herbst 2000 zwei hilflose israelische Soldaten lynchte, sich urplötzlich als Friedenstaube erweist ? Sitzen nach einiger etwaigen Landübergabe die Araber friedlich da und warten mit den Juden auf den Meschiach ?

Ich sehe die Yiddishkeit nicht so rigoros zerstört wie die Neturei Karta. Im Verlauf der Geschichte schafften es die Juden immer, mit den zeitlich gegebenen Situationen und Herausforderungen fertig zu werden.

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Arkadi Gaydamak & Yoelish Kroisz


Mitte: Arkadi Gaydamak, Links mit weisser Kipa: Yoelish Kroisz

B"H


Rein zufällig fand ich gestern dieses Photo auf einer haredischen (ultra - orthodoxen) News Site. Das Photo zeigt Yoelish Kroisz (Yoel Krauss) von der Chassidut Toldot Aharon (ebenso ist er bei der antizionistischen Neturei Karta mit dabei) sowie den russischen Milliardär Arkadi Gaydamak.


Die Aufnahme entstand ganz offenbar vor der Flucht Gaydamaks vor der israelischen Polizei bzw. seinem Prozess. Geldwäsche und Steuerhinterziehung, so lauten die wesentlichen Anklagepunkte gegen den reichen Gaydamak. Aber auch Frankreich hält seit vielen Jahren einen Haftbefehl gegen den Russen, denn dort hatte er früher einige Jahre verbracht. Die französische Justiz verurteilte Arkadi Gaydamak gestern in Abwesenheit zu sechs Jahren Haft, weil er vor Jahren illegalen Waffen nach Angola verkaufte.


Gaydamak befindet sich nach seiner Flucht daheim in Russland, versprach aber durch seinen Anwalt, zum Prozess in Israel zu erscheinen. Vollkommen säkuler suchten unzählige haredische Yeschivot (Lerninstitute) den Kontakt zum Milliardär, denn der war bekannt für seine bereitwillige Spendenbereitschaft. Immer wenn Gaydamak zu Besuch kam, flogen die Schecks nur so um sich. Spenden mit Tausenden von Dollarn wechselten die Besitzer. Beispiel: Die berühmte MIR Yeschiva in Jerusalem erhielt einen Spendenbatzen von Gaydamak persönlich.


Was also sagt uns demnach das gemeinsame Photo mit Yoelish Kroisz ?

Samstag, 3. Oktober 2009

Neturei Karta Kongress

B"H

Die antizionistische Neturei Karta von Mea Shearim trifft sich am Montag (morgen) zum üblichen Kongreß an Chol HaMoed.
Leider bin ich mir bei der Zeitangabe stets unsicher, denn die Neturei Karta gibt niemals die lokale israelische Zeit an, sondern fast nur die europäische, die da 20.30 Uhr lautet.

Gerne würde ich am Treffen teilnehmen, doch nehme ich einmal an, dass nur Männer erwünscht sind.

Montag, 6. Juli 2009

Yahrzeit von Rabbi Amram Blau (Bloi)

B"H

Morgen (Dienstag) ist die Yahrzeit (Todesgedenktag) des
Rabbi Amram Blau (Bloi). Wer interessiert ist, die Mishkenot HaRoim Gruppe in Mea Shearim veranstaltet zum Gedenken ein Mischnastudium, welches am frühen Nachmittag beginnen soll.
Bedeutet, die Gedenkfeier ist NUR für Männer !

Rabbi Amram Blau war bis zu seinem Tode im Sommer 1974 der geistige Führer der antizionistischen Neturei Karta in Mea Shearim.

Nicht, dass ich wieder beschuldigt were, ich sei Neturei Karta; nein, ich bin es nicht, doch verstehe ich die ideologischen Gründe für den Antizionismus.
Rabbi Blau war seinerzeit einer der bekanntesten Charaktäre Jerusalems und deswegen setzte ich seine Yahrzeit in den Blog.

Weitere Infos zu Rabbi Amram Blau:

Kerut Schafcha

Sonntag, 31. Mai 2009

Bar Mitzwah in der Neturei Karta

B"H

Yoelish Kroiz ist das Oberhaupt der Neturei Karta
in Mea Shearim (Jerusalem). Neben der Hauptsynagoge der Neturei Karta, der Torah veYirah Synagogue, gibt es noch ein weiteres Zentrum. Nicht weit entfernt, kleiner und bescheidener und dort herrscht Israel Hirsch, der Sohn des mittlerweile an Alzheimer erkrankten Moshe Hirsch.
Moshe Hirsch war bekannt dafür, Arafats Minister für jüdische Angelegenheiten zu sein. Ein extremer Zweig der NK, welcher auch jene Gruppe zugerechnet wird, die in den Iran fuhr und Achmadinejad huldigte.

Die folgenden Photos fand ich in einem haredischen Forum und sie entstanden erst vor kurzem. Yoelish Kroiz feierte die Bar Mitzwah seines Sohnes und es sind nicht allzu viele Gäste anwesend.
Mir fiel auf, dass sein Sohn die Feiertagstracht der chassidischen Extremgruppe Toldot Aharon trägt und wunderte mich. Die Mehrheit der Neturei Karta Mitglieder sind nämlich litvische Haredim und keineswegs unbedingt Chassidim ! Warum also der Kleidungsstil des Sohnes ?

Ein Bekannter von mir, ein Chassid, merkte an, dass viele der ursprünglichen Neturei Karta Anhänger einst zu den Anhängern des Rebbe Aharon (Arele) Roth (Ratha) gehörten. Zu dessen Lebzeiten nannte er seine erste, von ihm in Mea Shearim gegründete Gruppe, "Schomrei Emunim - Hüter des Glaubens".


Der Name "Neturei Karta" hingegen stammt aus dem Aramäischen und bedeutet "Hüter der Stadt". Einige Rebbe Areles frühester Anhänger bilden also genauso die Neturei Karta.

Ganz rechts hinter dem Tisch stehend: Der Sohn des Yoelish Kroiz.



Sämtliche Photos können hier eingesehen werden:

http://bhol.co.il/forum/topic.asp?cat_id=4&topic_id=2628541&forum_id=771

Mittwoch, 20. Mai 2009

Die Neturei Karta gegen Chabad

B"H

Die Neturei Karta ist überall dort zu finden, wo es nur nach der kleinsten Möglichkeit einer Zerstörung des derzeitigen Staates Israel riecht.
Und es darf geraten werden, was die Neturei Karta gerade tut ?
Sie demonstriert gegen den zionistischen Premierminister Benjamin Netanyahu.

Die Chassidim von Chabad tun genau das Gegenteil und unterstützen Netanyahu in seinem Widerstand gegen US - Präsident Barak Hussein Obama und dessen absurden Friedensplänen. "Wir sind keine Bananenrepublik und überlebten schon einen Nebuchadnezzar sowie einen Titus".


Das Ergebnis ist, dass die Neturei Karta einen neuen Feind namens "Chabad" fand. Die Lubawitscher würden jüdischen Hass versprühen und überhaupt nicht die Meinung der gesamten Judenheit wiedergeben.
Dieses Statement darf bald jeder in Schwarz und Weiss begutachten, denn die Neturei Karta plant, eine Annonce in der New York Times zu schalten.

Die Reaktion bei Chabad lautet, dass es keine Reaktion gibt. Wer nimmt schon eine Gruppe ernst, die da Achmadinejad umarmt ?


Die Neturei Karta in Action



Quelle: Chadrei HaCharedim

Donnerstag, 30. April 2009

Flagge verbrannt

B"H

Laut der haredischen Site LADAAT verbrannte die antizionistische Neturei Karta zusammen mit einigen Satmarer Chassidim die israelische Flagge.

Tatort: Beit Shemesh (Israel).
Das Flaggeverbrennen findet jedes Jahr zum israelischen Unabhängigkeitstag. Meines Erachtens nach mehr aus Public Relation - Gründen als aus purer Ideologie.




Einige Haredim kleiden sich, der jüd. Tradition zufolge, symbolisch mit einem Sack. Als Zeichen der Trauer. Zusätzlich schmiert man etwas Asche auf die Stirn.


Sämtliche Photos der Demo in Beit Shemesh:

http://ladaat.net/article.php?do=viewarticle&articleid=4769

Sonntag, 15. März 2009

Purim in Mea Shearim


Blick über Jerusalem vom Dach der Ruzhin - Boyan Synagoge

B"H

Andernorts ist Purim nach einem Tag vorüber, doch in Jerusalem wird noch ein weiterer Tag namens "Schuschan Purim" angehängt. Normalerweise finden am Purimausgang DIE großen Feiern im ultra - orthod. Mea Shearim statt. Einschließlich chassidischer Tische mit den jeweiligen Rebben. Sämtlich Synagogen stehen offen, aber bekannt ist Außenstehenden das Event weniger. Und so zog ich mit einer Freundin los und wir hatten Glück, nicht auf allzu viele Tischtouristen zu treffen. Die Straßen Mea Shearims waren, wie noch am Sukkot (Laubhüttenfest im Oktober), nicht in Männlein und Weiblein unterteilt und alle managten die Situationen bestens.

Die chassidischen Tische begannen mit dem Sonnenuntergang am vergangenen Mittwoch abend und unser erstes Ziel waren die Toldot Aharon. Obwohl es gerammelt voll war, gelang es uns dennoch auf der Frauenempore einen Platz auf den Metallgestellen zu ergattern und einen Blick auf Rebbe David Kahn und seine Chassidim zu werfen. Ich kenne den Rebben stets als organisiert und ernst, doch an Purim waren seine Peyes (Seitenschläfen) so ziemlich durcheinander geraten und ich bekam das Gefühl, dass er wohl die ganze Nacht durchgefeiert hatte.

Wir waren gerade am Gehen als eine junge Toldot Aharon Frau auf mich zukam und meinte, dass wir ja recht regelmässig zu den Tischen der Gruppe kommen. Sie beobachte halt alles genau.
Ich fragte sie, was genau sie denn jetzt wissen wolle, denn normalerweise ist dies ein Anzeichen, was Ausfragen bedeutet.
"Nichts wolle sie fragen, sondern ich sei ja in positivem Sinne an der Gruppe interessiert". Da sie das Wort "interessiert" unendlich viele Male wiederholte, sagte ich ihr, dass ich ebenso im Internet über den Chassidismus schreibe.
Wer denn meine Leser seien, wollte sie wissen.
Chassidim, Haredim, Säkulere, Nichtjuden, was immer Du willst, gab ich zurück. Damit war unser Gespräch schnell beendet und sie zog von dannen. Einen besonderen Reim konnte ich mir darauf nicht machen und meine Freundin meinte, dass die Leute halt neugierig seien. Außerdem passen wir in keine deren Kategorien. Wir sind keine frommen Seminarmädels oder anderweitig haredisch.

Wer meint, die Situation genauer erklären zu können, der kann gerne einen Kommentar hinterlassen !

Gleich danach gingen wir fast direkt nebenan zu den Toldot Avraham Yitzchak, geleitet vom zweiten Kahn - Bruder, Rebbe Shmuel Yaakov. Der Rebbe war noch ruhig am Essen und der Chor / die Band etwas in den falschen Tönen, was sich aber sicherlich noch besserte.

Toldot Avraham Yitzchak







Nächste Station: Die Neturei Karta.
Die Neturei Karta besitzt die prachtvollste Synagogue im ganzen Stadtteil, aber dennoch war Purimmässig eher tote Hose. Außer ein paar jugendlichen Betrunkenen, die auf einem Tisch auf und abrannten, war nichts los.


Die Neturei Karta Synagoge in Mea Shearim





Nächste Station: Die Mishkenot HaRoim
Die beste Band; swinging, laut und voller Freude.
Rebbe Chaim Rabinovitch saß in der Mitte und jeder konnte zu ihm kommen und mit ihm sprechen.

Die Mishkenot HaRoim mit Rebbe Chaim Rabinovitch










Nächste Station: Stropkov
Die Frauen hingen wie festgeklebt an der Mechitzah (Trennwand zu den Männern) und wir sahen keinerlei Chance uns daziwschenzuquetschen. Also trotteten wir weiter zu den Schomrei Emunim. Bei den Schomrei Emunim erwartete uns eine absolut positive Überraschung, denn dort hatte man auf der Frauenempore einen größeren Bildschirm aufgestellt und so konnten wir alle den Rebben und seine Chassidim im Untergeschoß ohne Probleme sehen. Eine tolle Idee den Bildschirm aufzustellen !


Nächste Station: Karlin - Stolin
Die Karliner hielten weniger Vorteilhaftes für die Frau parat, denn das Männerzelt draußen vor der Synagoge war mit Vorhängen verhängt. So konnten wir nichts sehen und stellten uns einfach neben dem Zelt auf. Solange bis sich ein Chassid und eine Frau bei uns beschwerten. Wir und einige andere weibliche Wesen sollen gefälligst die Absperrung beachten.

Karlin - Stolin



Aber wir sind keine "hinter den Vorhang Fans" und so gingen wir weiter zu Kretchnif. Die Kretchnifer Synagoge war fast leer, aber der Rebbe tanzte wundervoll vor sich hin. Ich liebe es, dem Kretchnifer Rebben beim Tanzen zuzusehen.

Unsere letzte Station war die Synagogue der Chassidut Ruzhin - Boyan und dort war das Schmankerl der Nacht geboten. Hunderte Chassidim und Frauen auf der Empore waren versammelt und dann stellten sich fünft Chassidim mit einer Chuppah (Hochzeitsbaldachin) vor dem Rebben auf dem riesigen Tisch auf und sangen. Ich befragte eine Boyaner Frau und die meinte aufgeregt, dass man sich jedes Jahr neue Entertainments einfallen liesse.

Auf dem Heimweg konnte ich meine Beine kaum noch bewegen und kam um Mitternacht in Tel Aviv an, wo ich gerade so eine der letzten Sherut - Taxen erwischte.
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Sämtliche Bilder wurden von meiner Freundin aufgenommen !

Montag, 2. Februar 2009

"Wir brauchen keine YAHADUT HATORAH !"

B"H

Am 10. Februar wird eine neue Knesset gewählt und der Politwahlkampf tobt auch unter den Haredim (Ultra - Orthod.). Wie bekannt nehmen die antizionistische Neturei Karta und die Mitglieder der ebenso antizionistischen Dachorganisation "Edah HaCharedit" (chassidische Gruppen wie Toldot Aharon, Satmar, Spinka, Toldot Avaraham Yitzchak, Mishkenot HaRoim und einige litvische Gruppierungen) nicht an den "zionistischen" Knessetwahlen teil. Andere Haredim wiederum nehmen grundsätzlich und sogar mit viel Interesse teil.

Beispiel:
Belz, Gur, Vishnitz, Karlin - Stolin oder Rudzhin - Boyan, welche die Partei "Yahadut HaTorah" wählen.Die sephardischen Haredim beschränken sich da eher meist auf ihre SHASS - Partei mit dem Vorsitzenden Eli Yishai.

Gur herrscht in der Yahadut HaTorah wie ein König und so macher Haredi hat gerade dem Gerrer Chassidim (Gur) noch lange nicht verziehen, was vor ein paar Monaten im Wahlkampf des neuen Jerusalemer Bürgermeisters gelaufen ist; wie der Gerrer Rebbe Me'ir Porush ausschaltete und sich stattdessen an den säkuleren Kandidaten Nir Barkat klebte, welcher dann letztendlich auch das Rennen machte.

Nun steht die Knessetwahl an und viele Haredim haben keine Lust mehr auf die "Yahadut HaTorah" mit der Vorherrschaft der Chassidut Gur. "Diktatur Gur", so nennen es viele. Und auch gleich erschienen die Anti - Sticker, welche dazu aufrufen, die Partei nicht zu wählen.



"Nein, Danke. Soetwas brauchen wir nicht".




"Genug. Es kotzt uns an !!!" Soetwas brauchen wir nicht.


Gemeint ist hier die haredische "Yahadut HaTorah" - Partei unter dem Vorsitz des Yaakov Litzman (von Chassidut Gur).

Vielleicht holt ja nun der "Porush - Fluch" den Gerrer Rebben ein und seine Partei bekommt keine fünf Knessetsitze mehr.

Donnerstag, 23. Oktober 2008

Besuch bei der Neturei Karta

B"H

Mein Besuch bei der antizionistischen Neturei Karta in Mea Shearim:

http://hamantaschen.blogspot.com/2008/10/besuch-bei-der-neturei-karta.html

Donnerstag, 25. September 2008

Die Neturei Karta in trauriger Action

B"H

Gestern trafen sich in New York einige Neturei Karta Mitglieder mit dem iranischen Staatsoberhaupt.

Eine traurige Bilanz:


http://hamantaschen.blogspot.com/2008/09/die-neturei-karta-trifft-achmadinejad.html

Sonntag, 11. Mai 2008

Sehnsucht nach der Vergangenheit

B"H

Einen Artikel der seltenen Art gab es am letzten Donnerstag in der haredischen (ultra - orthod.) Wochenzeitung "HaShavua Be'Yerushalaim - Diese Woche in Jerusalem" zu lesen. Obwohl die Zeitung die litvischen Juden vertritt, kommen zwar die Chassidim auch nicht zu kurz, aber vom Antizionismus war soweit eher selten die Rede.

Und in der letzten Ausgabe dann gab es gleich ein dreiseitiges Interview zu lesen. Wohl eher ein Gespräch zweier so wichtiger Leute in der antizionistischen Welt. Da ist zum einen einer der Leiter der Neturei Karta im ultra - orthod. Mea Shearim, Yoelisch Kräus (35) und zum anderen der ehemalige Schüler des großen und in den 70iger Jahren verstorbenen Rabbi Amram Blau (Bloi), Yehudah Meschi Zahav (48).

Yehudah Meschi Zahav gehört nicht gerade zur Neturei Karta, sondern war einmal in der antizionistischen Dachorganisation "Edah HaCharedit" vertreten. Heute ist er vor allem durch seine Hilfsorganisation "Zakah" bekannt.

Kräus und Zahav stiessen aufeinander und gaben erstaunliche Meinungen von sich. Da nennt Yoelisch Kräus von der Neturei Karta den iranischen Präsidenten nicht unbedingt einen Antisemiten, sondern sieht in ihm lediglich einen Israel - Hasser. Und ? Die Neturei Karta sei doch auch gegen Israel, oder was ? Und sollte nicht überhaupt die UNO die Verwaltung Israel übernehmen und bestimmen, wer hier regiert oder nicht ?

Yoelisch Kräus hat Israel niemals verlassen und verfügt bis heute über keinen israel. Personalausweis (Te'udat Zehut). Darauf ist er stolz, denn mit den Zionisten will er absolut nichts zu tun haben.

Aber warum erfreut sich gerade die Neturei Karta dem intensiven Interesse der Öffentlichkeit ? Was zieht die Leute zu ihr ? Oder soll nur über die paar Spinner gelästert werden ?
Yoelisch Kräus spricht einen interessanten sowie richtigen Punkt an. Stecke in jedem Haredi (Ulra - Orthox.) nicht irgendwo eine kleiner Neturei Karta Anhänger ? Man mag es nicht gerne zugeben und teilweise jeden Gedanken verdrängen, doch irgendwie fühlt man sich zu den Ideen hingezogen. Ist da nicht doch vielleicht irgendetwas dran ? Talmud Ketubot 111 ff. und so ?

Es ist richtig, dass immer mehr Juden nicht unbedingt den großen Sinn in unserem eigenen Staat Israel sehen. Für was steht der Staat heute ? Für den Säkularismus und eine korrupte kriminelle Regierung.
Ist es das, was uns ein eigener Staat bieten sollte ?
Wo bleiben G - tt und die Religion ?
Beiseite geschoben, denn politische Macht und egozentrisches Politikergehabe haben Vorrang. Jeder will doch gerne nur so wichtig sein; selbst auf die Rabbiner kann man heute nicht mehr zählen, denn viele kochen ihr eigenes eigennütziges Süppchen.

Yehudah Meschi Zahav und Yoelisch Kräus weinen den alten Zeiten nach. Wie war das gleich noch zu Zeiten Rabbi Amram Blaus als es wilde chaotische Demos gegen den Zionistenstaat gab ? Wo sind nur die tollen Zeiten hin ? Heutzutage lehnt die Edah HaCharedit Demos weitgehend ab, doch die Neturei Karta wartet nach wie vor mit Aktivitäten auf. Daher sieht sich Kräus als Handlungspartner der Edah. Schließlich sei es die Neturei Karta, die hier den aktiven Kampf bewältige.

Und die heutigen Demonstrationen ?
Mir selber fiel es schon lange auf, dass nicht mehr allzu viel geboten ist. Die Edah oder die Neturei Karta hängen die Fakschivilim (Mitteilungesposter an den Hauswänden Mea Shearims) auf und wer kommt ? Ein paar Hundert Teilnehmer gelten schon als Erfolg. Wo sind die einstigen Massen und die Euphorie ? Verlorengegangen und daher ist es wichtig, die Jugend wieder richtig zu erziehen.

Dann bis auf die nächsten 60 Jahre des Zionistenstaates.

Sonntag, 30. März 2008

Kleiner Überblick - Die NETUREI KARTA

B"H

Sobald wir den Begriff "Neturei Karta" vernehmen, denken wir unweigerlich an die Rabbis, welche in den Iran fuhren und an der Anti - Holocaust - Konferenz teilnahmen. Wir denken an Moshe Hirsch, welcher als Minister für jüdische Angelegenheiten im Kabinett Arafats saß. Bei der Neturei Karta handelt es sich dem Anschein nach um ein paar Irre, die aus unverständlichen Gründen den im Jahre 1948 ins Leben gerufene Staat Israel verdammen.

Worauf aber basiert ihre Politik ? Wer ist die Neturei Karta und ist die Neturei immer gleich die Neturei Karta ?

Die Politik der Neturei Karta (übersetzt aus dem Aramäischen heißen sie "Hüter der Stadt") besteht überwiegend aus einer talmudischen Grundlage im Traktat Ketubot 110a - 111b. Kurz formuliert geht es darum, dass nur G - tt einen Staat Israel gründen kann. Allein Er bringt den Meschiach und danach kommen die Juden aus der Diaspora in das Land zurück. Der von G - tt gegebene Staat Israel oder besser das biblische "Eretz Israel" ist ein relig. Staat, der nach der Thora geführt wird. Derzeit haben wir einen mehr als säkuleren Staat, was nicht gerade dazu beiträgt, mit der Neturei Karta oder chassidischen Gruppen ein freundschaftliches Verhältnis aufzubauen. Viele Teile dieser Gesellschaften lehnen den derzeitigen Staat Israel in seiner jetzigen Form grundsätzlich ab.

Aber nicht nur auf dem Talmud Ketubot basieren die Ideen der Neturei Karta. Genauso benutzen sie das Buch "Va'yoel Moshe" des ehemaligen Vorsitzenden, dem verstorbenen Satmarer Rebben Yoel Teitelbaum. Aber auch der Autor des Buches "Shomer Emunim - Hüter des Glaubens", der Gründer der chassidischen Gruppe Toldot Aharon, Rebbe Aharon Roth, steht Rebbe Teitelbaum in nichts nach. Leider wird immer wieder der Fehler gemacht zu behaupten, dass die Chassidut Satmar sowohl als auch die Toldot Aharon Teile der Neturei Karta oder sie sogar völlig identisch miteinander wären. Dem ich gewiß nicht so und selbst die Neturei Karta ist nicht immer nur die Neturei Karta, denn auch in ihre gibt es Spaltungen.

So behauptete die Neturei Karta, dass Moshe Friedman und sein in den Iran eingereister Clan keinewegs der Neturei Karta angehöre, sondern eher sein eigenes Süppchen koche und den Namen der Neturei Karta in den Schmutz ziehe.

Genauso erging es Moshe Hirsch, der in Arafats Kabinett in Ramallah saß. Seit wenigen Jahren ist Moshe Hirsch an Alzheimer erkrankt und heute leitet sein Sohn Israel Hirsch den absolut extremen Zweig der Neturei Karta in Mea Shearim. Hierbei ist zu beachten, dass Israel Hirsch seine eigene Synagoge hat, welche "Ohel Sarah" heißt. Die etwas moderatere Abspaltung befindet sich in der großen Synagoge "Thora ve'Yirah". Ebenso in Mea Shearim und nur Hundert Meter vom Hirsch - Clan entfernt. Moshe Hirsch sowie sein Sohn Israel sind sogar für Mea Shearimer Verhältnisse zu extrem.

Wie wird man Neturei Karta ?

Offiziell indem man regelmässig in deren Synagoge zum Beten geht. Wobei ich sagen muß, dass ausgerechnet "Thora ve'Yirah" eine der schönsten Synagogen in Mea Shearim ist. Ich war schon einmal dort, doch leider fand kein G - ttesdienst statt. Hingehen werde ich aber wieder.

Thora ve'Yirah in Mea Shearim



Jemand aus Mea Shearim erzählte mir, dass die heutige Mea Shearimer Neturei Karta keinerlei Oberhaupt besitzt. Bis zum Jahre 1974 war alles anders, denn es gab den berühmt berüchtigten Rabbi Amram Blau. Rabbi Blau war der prominenteste Neturei Karta - Führer in Jerusalem und sorgte immer gerne für Schlagzeilen. Er organisierte wilde Demos gegen den Staat Israel und dessen Polizei, gegen das Edison - Theater oder gegen den Strassenverkehr am Schabbat in der Bar Ilan Street.

Die Neturei Karta wurde ca. um 1940 gegründet. Die Mehrheit denkt sicherlich, dass es sich bei ihnen um chassidische Juden handelt. Falsch, denn die Neturei Karta besteht überwiegend aus litvischen Juden, den ehemaligen Anhänger des Gaon aus Vilna. Verbandelt ist die Gruppe dennoch mit der antizionistischen Dachorganisation "Edah HaCharedit" sowie mit den Satmarer Chassidim. Offiziell bestehen keine Verbindungen, inoffiziell jedoch schon. Die Neturei Karta ist zwar kein Mitglied in der Edah, doch verfügt sie durch die Satmarer Chassidim über einen gewissen Einfluß.

Inwieweit ? Das kann ich nicht sagen, da auch die Chassidut aufgrund des Streites der zwei Rebben (die Brüder Rabbi Aharon und Rabbi Zalman Leib Teitelbaum) gespalten ist.

Heute gehören weltweit ca. 500 Familien der Neturei Karta an.
Ihre letzte Aktion vor wenigen Wochen war ein Schreiben an den libanesischen Hizbollah - Führer, Hassan Nasrallah, indem er zur Zerstörung des Staates Israel aufgerufen wird. Die Juden nämlich würden ihn insgeheim lieben.

Für uns alle sind solcherlei Aktionen kaum begreifbar. Da feiert Israel in Mai seinen 60. Geburtstag und die Neturei Karta scheint sich offen mit unseren größten Feinden zu verbrüdern. Als ich Freunden und Bekannten erzählte, dass ich in der Synagoge der Neturei Karta war, erntete ich fast nur Kopfschütteln.
Darüber hinaus, dass ich in meinen Blogs aus alle Gruppen eingehen will, finde ich es dennoch wichtig, auch den Antizionismus zu erklären. Ich weiß nicht, ob die Neturei Karta mit mir übereinstimmt, dennoch versuche ich ihren Standpunkt zu definieren:

Ich denke kaum, dass die Neturei Karta die arabische Welt so sehr liebt und dazu aufruft, Juden zu vernichten. Vielmehr sehen sie sich anscheinend als die Retter der Religion und wollen die Juden davor bewahren, zu sündigen, indem sie versuchen, den g - ttlosen Staat Israel auszulöschen. Vielleicht ist es die Ansicht der Neturei Karta, dass der Meschiach erst dann kommt, wenn es den säkuleren Staat Israel nicht mehr gibt.
Die Neturei Karta sieht sich als etwas Positives; sie nämlich wollen die Juden vor dem Sündigen bewahren. Ein schwer begreifbares Konzept, über das man wahrscheinlich länger nachdenken muß.

Andererseits hat die Neturei Karta anscheinend andere Kommentare übersehen. So zum Beispiel die Lehren des gleichen Talmud Traktates Ketubot (110) sowie den Ramban (Nachmanides). Demnach ist es eine große Mitzwah in Israel zu leben und dort die Mitzwot auszuführen. Aber weder die Toldot Aharon, noch Satmar oder die Neturei Karta betrachten es als Widerspruch in Israel zu leben. Man darf hier leben, nur soll man den jetzigen Staat weitgehend ignorieren und sich lieber nur um die Thora kümmern. Und somit fahren jene Gruppenmitglieder in keinen staatlichen EGGED - Bussen oder lehnen jede staatliche Unterstützung ab. Brenzlig nur wird es, wenn jemand ernsthaft krank wird. Dann springen allgemein die staatlichen "zionistischen" Krankenkassen ein.

Ich lehne die Neturei Karta nicht grundlegend ab, nur finde ich es weitaus übertrieben, mit unseren Feinden auf einem Gruppenbild zu posieren. Aber wie sagte mir ein Chassid ?
"Sind denn unsere Politiker wie Olmert und Livni soviel besser ? Machen sie nicht das Gleiche ? Wer stellt sich mit einem Abu Mazen zum Phototermin ? Anstatt immer nur auf der Neturei Karta herumzuhacken sollten wir uns genauso in der politischen Realität umschauen."

Von der offiziellen Neturei Karta - Site: