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Mittwoch, 14. April 2010

Yahrzeit von Rabbi Menachem Mendel von Vitebsk


Vitebsk in Weissrussland, ca. 1910.
40 % der Stadtbevölkerung waren Juden.



Heute und morgen (Donnerstag) feiern wir Rosh Chodesh Iyar (den beginn des neuen jüdischen Monat Iyar). Dieser Rosh Chodesh beinhaltet ebenso die Yahrzeit (Todesgedenktag) des berühmten chassidischen Rabbi Menachem Mendel of Vitebsk.

Dienstag, 23. März 2010

Yahrzeit des Apta Rebben Avraham Joshua Heschel


B"H

Am vergangenen Schabbat gedachten wir der Yahrzeit (Todestag) des bekannten Apta (Opatov) Rebben, Rabbi Avraham Joshua Heshel.

Rabbi Avraham Joshua Heschel wurde im Jahre 1748 geboren und verstarb am 5 Nissan 1825. Allgemein kannte man ihn als den Apta Rav und unter diesem Namen ist er bis heute unvergesslich geblieben.

Er wurde in Zmigrod, nahe Rzeszov, als Sohn von Rabbi Shmuel von Neustadt. Im Jahre 1763 heiratete er Chaya Sarah, die Tochter von Rabbi Yaakov Titkin. Im Jahre 1788 wurde er Rabbiner in Kolbuszov, einem Ort, in welchem er mehr schlecht als recht in Armut lebte. Es war Rabbi Moshe Leib von Sassov sowie Rabbi Elimelech von Lizhesnk, die ihn an den Chassidismus heranführten.

Im Jahre 1800 wurde Rabbi Avraham Joshua der Rabbiner von Opatov (Apta, Apter). Später zog er, nach einem erfolglosen Aufenthalt in Iasi (Moldavien), nach Medziborz (Ukraine). Allerdings weiss heute niemand mehr zu sagen, ob Rabbi Avraham Joshua eine offizielle Rabbinerposition in Medziborz innehielt.

Er hinterliess zwei Söhne (Rabbi Yitzchak Me'ir und Rabbi Yosef Moshe) und drei Töchter (Yocheved, Dinah und Rachel).

Sein Enkelsohn Rabbi Meshullam Zusya of Zinkov veröffentlichte die gesammelten Werke seines Großvaters im berühmten Buch OHEV ISRAEL. Dies geschah im Jahre 1863 in Zhitomir.

Der Apta Rebbe lehnte jegliche Askese ab und war der Meinung, dass man genügend essen und trinken solle, um stark zu bleiben und so in der Lage zu sein, G - tt zu dienen. Der Baal Shem Tov war einst derselben Überzeugung gewesen. Andere chassidische Rabbiner wiederum schwörten auf Fasten (siehe Rabbi Nachman von Breslov, der von Schabbat zu Schabbat fastete und nur am Schabbat aß, nicht aber an den Wochentagen) und ein Leben in Armut.

Rabbi Avraham Joshua Heschel liebte alle Juden. Er hob hervor, dass es die Aufgabe der Menschheit sei, die Nähe zu G - tt zu suchen. Dies anhand von Huldigungen, reinen Gedanken und positiven Aktivitäten.

Ferner war er der Überzeugung, schon einmal gelebt zu haben. Als Hohepriester (Cohen HaGadol) oder König von Israel. Er glaubte durch mehrere Reinkarnationen gehen zu müssen, solange er seine Liebe zum Volke Israel (den Juden) noch nicht perfektionierte.
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Quellen:

- M.E. Gutmann, Migdolei HaHasidut, pp. 172 - 233

- The Encyclopedia of Hasidism by Tzvi M. Rabinowicz



Link:

Freitag, 3. Juli 2009

Yahrzeit des Klausenberger Rebbe

B"H

Am Mittwoch feierten wir die Yahrzeit (Todesgedenktag) des berühmten Klausenberger Rebbe, Rabbi Yekutiel Yehudah Halberstam, der im Juni 1994 verstarb.

Sobald relig. Juden vom Holocaust zu erzählen beginnen, wird fast immer der Klausenberger Rebbe genannt, denn er entwickelte sich im Laufe der Zeit zum Symbol. Nicht, dass andere Juden nicht litten, doch wurde Rabbi Yekutiel Yehudah Halberstam zum Symbol der Hoffnung. In den Gaskammern verlor er seine neun Kinder sowie seine erste Frau. Nachdem er Auschwitz überlebte, gründete er eine neue Familie, zog Jahre später nach Israel, gründete Kiryat Zanz (Stadtteil der Chassidut Zanz - Klausenburg) in Netanya und ebenso das lokale Laniado - Krankenhaus.

Dienstag, 21. April 2009

Osteuropäische Rabbiner vor und während des Krieges

B"H

Polen 1941: Deutsche Soldaten befahlen Rabbi Chaim Dosman sich mitten auf der Straße zu entkleiden.

Rumänien 1934: Der Vishnitzer Rebbe Israel Hager


Das Begräbnis (Levayeh) des Chafetz Chaim (Rabbi Israel Me'ir HaCohen Kagan) im Jahre 1933

Mittwoch, 18. Februar 2009

Zipi Livni und der Zaddik von Stefanesti

B"H

Die Titelseite fast aller israelisch - säkulerer Tageszeitungen zeigen heute ein Bild Zipi Livnis kerzenanzündend am Grab des Admor (Rebben) von Stefanesti (Rabbi Avraham Mattetiyahu Friedman, 1846 - 1933). Chassidut Stefanesti hat seinen Ursprung in Rumänien und Rebbe Avraham Mattetiyahu liegt in Givatayim nahe Tel Aviv.

Offensichtlich betete Zipi Livni um himmlische Unterstützung, denn heute abend entscheidet Präsident Schimon Peres ob Zipi oder Bibi mit der Regierungsbildung beauftragt wird.

Die haredische Forenwelt jedenfalls lästert ab, dass Zipi Livni anscheinend Analphabetin sei. Warum ?
Das sehen wir auf den unteren zwei Photos:



Zipi Livni zündet die Gedenkkerze (Ner Zikaron) an und übersieht dabei ein Schild vor ihr, welches besagt, dass das Anzünden von Kerzen verboten sei.



Das GELBE Schild von der Feuerwehr verbietet jegliches Kerzenanzünden !

Egal, denn Zipi will Premierministerin werden und was kümmert da die Feuerwehr !

Mittwoch, 14. Januar 2009

Reparaturen am Grabe Rabbi Schimons



B"H

Das Grab des Rabbi Schimon HaZaddik (Schimon der Gerechte) in Jerusalem unterzog sich einigen Reparaturen. Hier sind ein paar Photos der neuen Site, wenn es mir auch etwas schleierhaft ist, was da groß repariert worden ist.

Obwohl ich schon viele Jahre in Jerusalem lebe, bin ich zu meiner Schande nie dazu gekommen, dass Grab des Rabbi Schimon zu besuchen.


Rabbi Schimon HaZaddik war ein "Cohen HaGadol - Hohepriester" in der Zweiten Tempelperiode und wird als DER letzte ehrenwerte Hohepriester angesehen. All seine Nachfolger gaben sich fast ausschließlich der Korruption hin.




Das Grab befindet sich neben dem Stadtteil Ma'alot Dafna; man überquere die Straße der "Ohr Sameach Yeshiva" welche aus der Altstadt hinauf zum French Hill führt. Kürzlich erregte das Grab einmal wieder mehr die relig. Bevölkerung, denn die Palästinenser wollen das Grab fuer sich beanspruchen. Fragt mich nicht warum, da ich durch deren wirre Propagandaideen schon gar nicht mehr durchsteige.



Link:

Sämtliche Photos können hier eingesehen werden !

Montag, 1. Dezember 2008

Rabbi Leibush Teitelbaum z"l

B"H

Rabbi Leibush Teitelbaum wurde im "Chabad Hause" in Mumbai / Indien von pakistanischen Terroristen ermordet. Er war einer der Schwiegersöhne des Rebben der chassidischen Gruppe Toldot Avraham Yitzchak; amerikanischer Staatsbürger, lebte jedoch in Jerusalem. Rabbi Leibush hinterlässt eine Frau und acht Kinder.



Rabbi Leibush Teitelbaum (links) mit dem Rebben von Kossov




Rabbi Leibush (ganz links), der Toldot Avraham Yitzchak Rebbe Shmuel Yaakov Kahn (mitte) und der Ropschitzer Rebbe (ein Onkel von Rabbi Leibush).

Dienstag, 4. November 2008

Der Kotel Rabbi und der Avraham Yitzchak Rebbe

B"H

Nichts ist geheim in der haredischen Welt. Man schaue sich nur in haredischen Foren um und schon peitscht einem die Gerüchteküche entgegen.

Gestern nacht traf sich der in Mea Shearim unerwünschte Kotel (Klagemauer) Rabbi Shmuel Rabinovich in Beit Shemesh mit dem Rebben der chassidischen Gruppe Toldot Avraham Yitzchak.

Das ist eine riesige Nachricht, denn in Mea Shearim, wo auch der Avraham Yitzchak Rebbe Shmuel Yaakov Kahn wohnt, ist Rabinovitch eine Person - non - grata.

Links zu den Hintergründen:

Immer brutaler

Von der zionistischen Polizei gekidnappt

Wer ist ein "Schwein" ?

Die Toldot Avraham Yitzchak, eine Abspaltung der Toldot Aharon, sind zwar Teil der antizionistischen Edah HaCharedit, doch ist Rebbe Shmuel Yaakov Kahn bekannt, seine eigenen Wege zu gehen. Und das nicht immer im Sinne der Edah. Deswegen überrascht es mich nicht besonders, dass er sich mit dem Outlaw, dem Kotel Rabbi Rabinovitch, traf.

Einmal fragte ich einen Chassid einer anderen chassidischen Gruppe warum Rebbe Shmuel Yaakov immer noch Mitglied der Edah ist und sie nicht verlässt. Der Chassid antwortete, dass der Rebbe auf alle Fälle zwei Skandale verhindern will. Erstens einen Skandal innerhalb der Edah HaCharedit und zweitens hat er selber Gruppenmitglieder, die nicht alle so moderat sind wir er und auf die Mitgliedschaft in der Edah HaCharedit durchaus Wert legen. Solche Mitglieder will sich der Rebbe dann nicht vergraulen.
Aber sind besagte Mitglieder nicht jetzt schon genügend verärgert ?

Samstag, 25. Oktober 2008

Rebbe Teitelbaum und der Kastner Transport

B"H

Die nachfolgenden Details bezüglich des Satmarer Rebben Yoel Teitelbaum, entnahm ich Esther Farbsteins Buch "Hidden in Thunder".
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Als die Nazis Ungarn besetzten, kam ebenso der Satmarer Rebbe Yoel Teitelbaum (1886 – 1979) in Lebensgefahr. Noch bis zum Jahre 1944 half der Rebbe den unermüdlich eintreffenden jüdischen Flüchtlingen ein neues Zuhause in Budapest zu finden. Weiterhin arbeitete er mit Rabbi Michael Ber Weissmandel und seinem Schwiegervater, Rabbi Shmuel David Ungar von Nitra zusammen.

Seine Chassidim versuchten Rebbe Teitelbaum über die rumänische Grenze zu schmuggeln, doch dort wurde er von der ungarischen Polizei entdeckt und ins Ghetto Cluj (Klausenburg) gebracht. Zu der Zeit waren die Kastner (Kasztner) – Eichmann Verhandlungen schon in vollem Gange und einige Zeit darauf verließ Rebbe Teitelbaum das Land im Kastner Transport.

Nicht wenige Leute behaupten bis heute, dass der antizionistische Rebbe Yoel Teitelbaum ursprünglich von den Zionisten gerettet worden war, da der Kastner – Zug von ihnen organisiert wurde. Nichtsdestotrotz stellt sich diese Behauptung als nicht unbedingt wahr heraus, denn der Zug wurde von verschiedenen Gruppierungen finanziert und die Passagiere waren ebenso unterschiedlicher Herkunft.

Von Cluj (Klausenburg) fuhr der Zug nicht, wie von Eichmann versprochen, direkt in die Schweiz, sondern landete zuerst in Bergen Belsen. Erst am 7. Dezember 1944 (21 Kislev) kam Rebbe Yoel Teitelbaum tatsächlich in der schweizer Freiheit an. Als der Rebbe aus Ungarn abfuhr, kam zu erschütternden Trauerszenen, aber dennoch war auch Erleichterung zu spüren. Erleichterung darüber, dass der Rebbe in Sicherheit war und das er von nun an den Chassidim zu helfen in der Lage sei.

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Der Kastner – Zug war vollbeladen mit fast 1700 jüdischen Passagieren, welche in der zweiten Hälfte des Jahres 1944 das von den Deutschen besetzte Ungarn in Richtung Schweiz verlassen sollten. 450,000 Mitglieder der jüdischen Gemeinden Ungarns wurden dagegen nach Auschwitz deportiert. Rudolf Kastner machte einen Deal mit Adolf Eichmann. Eichmann versprach, 1700 Juden entkommen zu lassen, wenn sie denn einen bestimmten Preis (Geld oder Diamanten) zahlten.


Auf das Thema "Kastner Transport" sowie die Deportation von 450.000 Juden werde ich noch gesondert eingehen !

Dienstag, 7. Oktober 2008

Rabbi Wosner und die weibliche Stimme

B"H

Rabbi Shmuel Wosner verkündete in seiner letzten Derasha (relig. Rede) zum vergangenen Schabbat Teshuva:

Eine im Bus sitzende Frau sollte davon Abstand nehmen, öffentliche Handygespräche zu führen.

Öffentlich bedeutet in diesem Falle, vor aller sich im Bus befindenden Männeraugen, denn die Herren der Schöpfung könnten durch das Hören einer weiblichen Stimme sexuelle Gefühle bekommen.




In der Mitte: Rabbi Shmuel Wosner

In seiner Derash am vergangenen Sonntag betonte der Rabbi, dass der Anstand (Zniut) mehr Beachtung finden muß. Viele Male habe er es selbst erlebt, dass Männer zwischen Frauen herumlaufen oder die Frauen noch dazu lauthals ihre Handygespräche führen. Dieses Verhalten sei völlig unanständig und inakzeptable.

Ob es sich bei der Anordnung um eine neue Halacha handele or lediglich um eine "Empfehlung" ?
Zahlreiche Quellen bekunden, dass es lediglich eine "Empfehlung zu anständigerem Verhalten" sein.


In jüdisch - orthodoxen Kreisen gilt das Hören einer weiblichen Stimme in gewissen Fällen als Versuchung für den Mann. Von daher singen Frauen nicht vor fremden Männern (außer der eigenen Ehefrau sowie den Töchtern).

Persönlich wurde ich jedoch schon Zeuge, wie junge nationalreligiöse Mädels und Frauen sich in haredischen Synagoge daran machten, zu singen. Selbst vor der Kotel (Klagemauer) habe ich es erlebt und normalerweise werden solche Frauen von den Haredim jedesmal zurechtgewiesen.

Ich habe durchaus Respekt vor dieser Halacha, denke aber, dass manchmal die Verbote zu überzogen ausgelegt werden. Die Männer mögen mir widersprechen, doch ich sehe Rabbi Wosners Empfehlung, oder was immer es ist, als viel zu übertrieben an.
Ein Mann vernimmt eine Frauenstimme, na und ?

Es ist nicht mein Problem, wenn die weibliche Stimme einen Mann sexuell erregt oder zumindest animiert. Wenn ein Mann derlei Probleme oder Versuchungen hat / verspürt, soll er sich fernhalten oder zu einem Psychologen gehen. Und ein Mann, der diese Art der Erregung vielleicht sogar sucht, der findet sie garantiert auch woanders. Wetten wir ?

Montag, 6. Oktober 2008

Rabbi Israel Friedman von Ruzhin

B"H

Eine der Stories, die sich um den ersten Rebben sowie Begründer der Chassidut Ruzhin (Rizhin in Jiddisch) ranken, hat Weltberühmtheit erlangt und immer wieder wird sie gerne erzählt. Und das nicht nur von Chassidim.

Ich denke, dass uns die Story so einiges verdeutlicht und auch uns im Leben zum Nachdenken verhilft.



Rabbi Israel Friedman von Ruzhin wurde im Jahre 1797 in Probroddzice nahe Kiew geboren und verstarb 1850. Er war ein direkter Nachkomme des Maggid von Mezritch (Rabbi Dov Baer Friedman), welcher der Nachfolger des Baal Shem Tov wurde.

Schon im jungen Alter von sechs Jahren verlor er seinen Vater und wuchs somit bei seinem älteren Bruder Avraham auf. Im Alter von 13 Jahren heiratete er Sarah, die Tochter von Rabbi Moshe HaLevi Efrati, dem damaligen Yeshivaleiter von Berditchev.

Als Avraham im Jahre 1813 kinderlos verstarb, erbte Israel dessen ganze Habe. Er ließ sich erst in Squira und danach in Ruzhin nieder, wo er ein Beit Din (rabbinisches Gericht) einrichtete. Rabbi Israel lebte im absoluten Luxus. Er nahm auf einem Thron Platz, trug edele Kleider, welche jener des russischen Hochadels glich. Und sein Hut war sogar aus Gold.

Außerdem lebte er in einem edelen Palast ausgestattet mit türkischen und persischen Teppichen. Seine Kutsche wurde von vier Pferden gezogen und im Hause arbeiteten viele Bedienstete. Doch im Gegensatz zu all dem materiellen Wohlstand, bestand Rebbe Israel auf ein schlichtes Leben. Das aber wiederum stand im Gegensatz zu seinem Reichtum und angehäuften Besitz, welchen er als unvermeidlich ansah. G - tt habe ihn damit schließlich beschenkt und nun sei er, Rebbe Israel, halt gezwungen, damit zu leben.

Unter anderem schlief der Rebbe nur ganz wenige Stunden am Tag. Früh morgens stand er auf und betete meist stundenlang und lernte danach Thora. Während des Gebetes bevorzugte er eine leise Stimme und hielt nicht von einem ausschreienden Gebet. Selbst der große Frankfurter Rabbiner Samson Raphael Hirsch war begeistert von Rebbe Israel. "Das Licht von G - ttes Gegenwart sei in seinen Augen zu sehen", so Rabbi Hirsch nach einem Treffen.

Später wurde Rebbe Israel von Ruzhin 22 Monate lang inhaftiert, denn es wurde vermutet, dass seine Anhänger zwei jüdische Informanten getötet hatten. Im Jahre 1840, einen Tag nach Purim kam er frei und kehrte nach Ruzhin zurück. Die lokale Polizei jedoch gab nicht auf und hielt ihn unter ständiger Beobachtung, bis dem Rebben letztendlich die Flucht nach Rumänien gelang. Nach ewigem Hin und Her kaufte Rebbe Israel Land in Sadigura (nahe dem rumänischen Czernowitz) und die einstige glorreiche Zeit von Ruzhin blühte wieder auf. Auch seine Familie verließ Rußland im Jahre 1842 und zog zu ihm nach Sadigura. An Pessach 1847 verstarb des Rebben erste Frau und er heiratete die Witwe des Rabbi Tzvi Hirsch von Rymanov.

Rebbe Israel von Ruzhin erhielt die türkische Staatsbürgerschaft und ließ sich in seinem Paß als "Bürger Jerusalems" betiteln. Seine sechs Söhne gründeten allesamt chassidische Dynastien wie Sadigura, Chortkov, Bohush, Skver, Husyatin sowie Boyan.

Was ist nun so einzigartig an Rebbe Israel und was machte ihn so berühmt und bewunderswert ?

Bei all seinen teuren Kleidern und allem Reichtum trug er Schuhe ohne Schuhsohlen. Er lief ständig barfuß, denn niemals wollte er arrogant werden. Das Laufen mit blanken Füssen erinnerte ihn immer daran, dass alles vergänglich und er vor G - tt nur ein einfacher Mensch ist.
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Und wie immer kommt auch die kritische Frage auf, ob wir das alles so glauben sollen ? Nicht in Bezug auf die goldenen Schuhe ohne Sohlen, sondern ob ein Rebbe sich einfach solche einen unermeßlichen Reichtum anhäufen kann. Ist es erlaubt, seine Chassidim dermaßen mit Steuern zu plagen, nur um selbst ein Luxusleben führen zu können.

Genau diese Frage stellte ich mir auch als ich das Luxushotel des Toldot Aharoner Rebben in Saalbach / Österreich sah. Wie kann ein Rebbe dort Urlaub machen, während seine Chassidim im Hinterhof von Mea Shearim nicht immer ein finanziell gutgestelltes Leben führen ?

Jemand aus New York gab per e - mail Folgendes zu bedenken:

1. Finanziert der Toldot Aharon Rebbe David Kahn sämtliche Chassidim und sie hängen fast alle von ihm ab. Kein Grund also, ihm Vorwürfe zu machen.

2. Vielleicht trifft der Rebbe andere Reiche im Blumenhotel und diese sind unverhofft bereit, den Toldot Aharon zu spenden.

3. Kann es sein, dass der Rebbe repräsentieren muß ? Was sollen denn andere denken, wenn er in einer Hütte leben täte ?
Zu Punkt 3 kann ich sagen, dass manchmal weniger Luxus einen besseren Eindruck schindet !

Aber wie so oft, muß sich halt jeder von uns seine eigene Meinung darüber bilden.

Donnerstag, 25. September 2008

Großes Erwachen in Beit Shemesh ?

B"H

Am Sonntag, dem 5. Oktober, kommt der ehemalige sephardische Oberrabbiner sowie spirituelles Oberhaupt der SHASS - Partei, Rabbi Ovadiah Joseph, nach Beit Shemesh.

Die Frage ist, ob Rabbi Joseph tatsächlich kommt, um die Juden spirituell auf die hohen Feiertage einzustimmen oder ob es doch eher wieder nur um eine Wahlveranstaltung für SHASS geht. Immerhin plant der ebenso anwesende Moshe Abutbul der neue Bürgermeister von Beit Shemesh zu werden.


Freitag, 19. September 2008

Rabbi Baruch von Medziboz



"Light of Torah" von Elie Benzaquen


B"H

Das ukrainische Städtchen Medziboz erlang seine Berühmtheit einzig und allein durch die Anwesenheit des großen Baal Shem Tov, der dort von 1740 - 1760 lebte. Zu seiner Zeit war Medziboz eine der größten Städte in der Ukraine;
545 Christen und 219 jüdische Haushalte waren zu verzeichnen. Insgesamt gab es 5000 Einwohner, wovon ein Drittel Juden waren. Man lebte in der Stadt überwiegend vom Handel, denn sie lag recht verkehrsgünstig zwischen Lvov und Kiew.

Rabbi Baruch ben Yechiel von Meziboz wurde im Jahre 1753 geboren und verstarb am 18. des jüdischen Monat Kislev (ca. Dezember) des Jahres 1810 (siehe "Encyclopedia of Chassidut" von Yitzchak Alfassi). Er hatte eine äußerst berühmte Mutter, die da Adel hieß und gleichzeitig die Tochter des Baal Shem Tov war. Sein Vater war Rabbi Yechiel Ashkenazi. Rabbi Baruchs jüngerer Bruder war nicht weniger berühmt, denn hierbei handelte es sich um Rabbi Moshe Chaim Ephraim von Sudlikov (der "Degel Machane Ephraim").

Baruch von Medziboz hatte das feurige Temperament seiner Mutter Adel geerbt.
Bei solch berühmter Verwandtschaft ist es natürlich klar, dass Rabbi Baruch die chassidische Rabbinerlaufbahn einschlagen würde, und so lernte er eine kurze Zeit be idem Nachfolger des Baal Shem Tov, bei Rabbi Dov Baer Friedman (dem Maggid von Mezritch). Danach wechselte Rabbi Baruch zur Schule des Rabbi Pinchas Shapira von Koretz. Später heiratete er die Tochter des wohlhabenden Rabbiner Tuvia von Ostrova und ließ sich in Tulchin, in der Ukraine, nieder.

Leider verstarb seine erste Frau und so heiratete er ein zweites Mal. Dieses Mal die Tochter des Verwandten Rabbi Aharon von Titov. Mit seiner neuen Frau zog er nach Medziboz, wo er ein riesiges Haus erwarb, Pferde hatte und nichts sah, was dagegen spricht, wenn ein Rabbiner wie er im Luxus lebt.

Den Charakter des Rabbi Baruch von Medziboz heute einzuschätzen ist nicht leicht. Er sah sich als der rechtmäßige Erbe des Baal Shem, denn schließlich war der ja auch sein Großvater gewesen. Doch gab e seine Fraktion von drei Rabbinern, welche Rabbi Baruch als Erben des Baal Shem Tov ablehnten. Bei den drei Rabbinern handelte es sich um Rabbi Levi Yitzchak von Berditchev, Rabbi Shneur Zalman von Liadi (dem Gründer von Chabad) sowie dem Seher von Lublin, Rabbi Yaakov Yitzchak Horowitz. Ein weiterer Kritiker des Rabbi Baruch war Rabbi Nachman von Breslov.
Sämtliche Dispute hielten jedoch jene Hunderte von Chassidim nicht ab, zu Rabbi Baruch nach Medziboz zu strömen. Und immerhin war er sehr gut mit Rabbi Menachem Mendel von Vitebsk befreundet.

Es bestehen unterschiedliche Versionen bezüglich eines Streites zwischen Rabbi Baruch und dem Chabad – Gründer Rabbi Shneur Zalman von Liadi. Schon allein deswegen, weil Rabbi Baruch sich als ein wahrer Vertreter der Chassidut des Baal Shem Tovs betrachtete. Heutzutage kennen wir nur noch ganz wenige originale Lehren des Baal Shem Tovs und alles andere basiert auf Interpretationen seiner Nachfolger. So gab schon der Maggid von Mezritch zu, die Lehren des Baal Shem Tots nicht immer direkt wörtlich zu übernehmen, sondern stattdessen gab er seine eigene Meinung der Lehre ab. Damit folgte Rabbi Shneur Zalman dem Beispiel des Maggid und packte seine eigene Meinung in die Lehr emit hinein. So kam alles mitunter durcheinander und Rabbi Baruch von Medziboz regte sich nicht wenig auf als Rabbi Shneur Zalman sein Buch TANYA herausgab. Die darin verfaßten Eigeninterpretationen des Rabbi Shneur Zalman waren für Rabbi Baruch eine Katastrophe. Und als Rabbi Shneur Zalman im Jahre 1808 zur Spendensammlung in die Ukraine kam, sah Rabbi Baruch dieses als ein Eindringen in sein Territorium an.

Und Letzterer hatte sicherlich den Vorteil sagen zu können, dass er der Enkel des Baal Shem Tov ist, woraufhin Konkurrent Rabbi Shneur Zalman behauptete, dass er dann halt der spirituelle Enkel des großen chassidischen Meisters sei. Wie dem auch sei, Rabbi Shneur Zalman hatte den Baal Shem niemals kennengelernt und konnte tun, was er wollte, er war halt kein "Originaler".

Zwar hatte der Baal Shem Tov das Konzept des Zaddik (Gerechten) geprägt, doch richtig ausgebaut wurde dieses erst von seinen Nachfolgern. Rabbi Baruch von Medziboz legte fest, dass der Zaddik das Centrum sein muß. Um ihn drehe sich alles und die Chassidim sollen von ihm lernen.

Immer wieder wurde verfiel Rabbi Baruch in Depressionen und Melancholie, wobei die Chassidim stetig versuchten, ihn aufzuheitern. Schriften hinterließ Rabbi Baruch nach seinem Tode nicht und da er keinen Sohn hatte, war dies das Ende seiner gegründeten Chassidut. Kinder hatte er dennoch: Drei Töchter, welche allesamt Rabbiner heirateten.




Das Grab des Baal Shem sowie der Friedhof in Medziboz / Ukraine

Photo: Solutix.de

Donnerstag, 18. September 2008

12 Monate ohne Rabbi Avraham Shapira


B"H


Die Jerusalemer Yeshiva Mercaz HaRav gedachte ihrem vor zwölf Monate verstorbenen Leiter (Rosh Yeshiva) Rabbi Avraham Elkana Kahane Shapira.


Mittwoch, 10. September 2008

Immer brutaler


Fakshivilim (Mitteilungsposter) an den Häuserwänden Mea Shearims


B"H

Der aktuelle Pakshivili gegen den Oberrabbiner der Kotel (Klagemauer), Rabbi Shmuel Rabinovitch, beinhaltet einen viel brutaleren Textinhalt als in jeglichen Pakshivilim zuvor.
Gestern Abend durchquerte ich das ultra - orthodoxe Ge'ulah (Stadtteil von Jerusalem) und als ich den neuesten Pakshivili las, war dessen Leim noch frisch. Gerade frisch aus der Druckerpresse.

Rabbi Rabinovitch wird von Unbekannten beschuldigt, dass Grab des talmudischen Rabbi Schimon Bar Yochai im nordisraelischen Meron unter seine Fittiche bringen zu wollen. Die Kotel allein reiche ihm wohl nicht mehr aus.

Basieren tut der Streit darauf, dass bis heute diverse Gruppierungen am Grab des Rabbi Schimon das Sagen haben und diese Gruppierungen nicht bereit sind, jemand anderen dort schalten und walten zu lassen. Der Kotel Rabbi aber versucht genau das und Mea Shearim ist mit seiner Einmischung alles andere als glücklich. Es geht um Geld und Macht und keiner der Fronten lenkt ein.

Der aktuelle Fakshivili beschuldigt Rabinovitch dem politisch linksgerichteten Weg seines Vaters zu folgen. Dieser nämlich habe mit dem linksextremen Politiker Yossi Beilin eine Freundschaft unterhalten.
(Bei Beilin wundert es mich ehrlich gesagt immer, dass er in Israel lebt und nicht in Gaza oder Ramallah. Orte, die er offenbar eher als seine Heimat betrachtet als Israel.)

Rabinovitch wurde von der israelischen Regierung zum Oberrabbiner der Kotel ernannt und dies geschah offensichtlich nicht aufgrund seines Thorawissens, sondern wegen seiner hervorragenden Beziehungen zu führenden Politikern.

Weiterhin beschuldigt der neue Fakshivili Rabinovitch der Avodah Zarah (des Götzendienstes) am Grabe des Rabbi Schimon Bat Yochai. Rabinovitch besitze keine G - ttesfurcht und werde schon seine himmlische Strafe bekommen.

Führende litvische Rabbiner sowie jene chassidischen Rebben, deren Gruppen der Agudat Israel nahestehen, unterschrieben einen Fakshivili, der Rabinovitch reinwaschen sollte. Nichtsdestotrotz, die negativen Anschuldigungen aus Mea Shearim gehen weiter. Interessant ist nur, dass weder die litvische noch die säkulere Presse auf den Disput eingehen und bisher kein einziges Wort darüber verloren.

Sonntag, 7. September 2008

"Die weißen Socken"

B"H

Das zweite Mal innerhalb kurzer Zeit waren die Straßen der ultra – orthod. Jerusalemer Stadtteils Mea Shearims sowie Ge'ulahs mit Handzetteln zugeschüttet. Hunderte Handzettel lagen in den Straßen herum und alles glich einer ewig langen Müllhalde. Die Zettel genauso wie die Mitteilungsplakate an den Häuserwänden (die sogenannten "Pakshivilim") bezogen sich nur auf zwei Themen, mit den Mea Shearim seit Wochen bombardiert wird.

Nummer 1 sind die Anschuldigungen gegen den Oberrabbiner der Kotel (Klagemauer), Rabbi Shmuel Rabinovich;

und Nummer 2 ist der Dauerkrieg zwischen den beiden chassidischen Gruppen Machnovke und Belz.

Aber zuerst zum Thema "Rabbi Shmuel Rabinovitch".

Eine spezielle Gruppe klagt den Oberrabbiner der Kotel ein, ein Krimineller zu sein, der sich mit dem zionistischen Staat verbünde. Er treffe sich mit hohen Regierungsbeamten und habe nun vereinbart, dass das Grab des talmudischen Rabbi Schimon Bar Yochai auf israelischen Touristensites der breiten Öffentlichkeit schmackhaft gemacht wird. Mit "breiter Öffentlichkeit" sind hier Nichtjuden gemeint. Was haben die denn an Rabbi Schimons Grab in Meron (Nordisrael) zu suchen ?

Da gebe ich den Anklägern recht, denn fanatische Christen lieben es, ihre schizophrenen Ideen auszuleben und am Ende behaupten sie noch, der talmudische Rabbi Schimon Bar Yochai und Schüler des Rabbi Akiva, sei einer von ihnen.

Aber es gibt auch Stimmen, die sich für Rabbi Rabinovich aussprechen. Immerhin habe er neue Regeln an der Klagemauer eingeführt und die Restaurierungsarbeiten vorangetrieben. Ein Fakshivili schreibt daher positiv über den Kotelrabbi und folgende Persönlichkeiten haben ihre Unterschrift darauf gesetzt:

Rabbi Ovadiah Yosef,

Rabbi Wosner,

Rabbi Steinman,

Rabbi Eliyashiv,

der Rebbe von Orloi,

der Rebbe von Seret - Vishnitz,

Rabbi Nissim Karelitz,

der Rebbe von Zanz,

Rabbi Kanievsky,

der Rebbe von Lelov,

der Rebbe von Sadigura,

der Rebbe von Nadvorna,

Rabbi Israel Hager (Vishnitz, Bnei Brak),

Rabbi Auerbach

und

der Boyaner Rebbe.


Gestern befragte ich einen Freund danach, wer denn hinter den anonymen Attacken gegen Rabinovitch stecke und ich bekam folgende Antwort mit einem Augenzwinkern:

"Die weißen Socken" !

Und jeder von uns darf sich nun so seine eigenen Gedanken machen, wer damit wohl gemeint ist.

Dienstag, 2. September 2008

Der totgeschwiegene Streit: Mea Shearim gegen Shmuel Rabinovitch

B"H

Nirgendwo in der Stadt sind Publikationen zu sehen, die sich mit dem Streit zwischen Mea Shearim und dessen selbsternannte "Kampagne zur Rettung Merons" sowie dem Oberrabbiner der Kotel (Klagemauer), Rabbi Shmuel Rabinovich, befassen. Die säkulere Presse erwähnt kein einziges Wort; genauso wenig wie die litvisch - haredische Tageszeitung "HaModiah". Kein Wort. Nichts.

Wer hingegen nach Mea Shearim geht, dem schreien die Mitteilungsposter (Pakshivilim) geradezu mitten ins Gesicht.
Seit Wochen gibt es kaum mehr ein anderes Thema als den Kotelrabbi. Zuerst wurde Rabinovitch auf den Pakshivilim attackiert, weil er als Angestellter der zionistischen Regierung eben seinen Arbeitgeber am heiligen Platz der Klagemauer ganz nach Belieben schalten und walten läßt. Die jetzige zweite Attacke ruft zur Erhaltung Merons aus. Rabbi Rabinovitch plane insgeheim, die gleichen Gesetze und Verordnungen am Grabe des talmudischen Rabbi Schimon Bar Yochai in Meron einzuführen.

Die "Kampagne zur Rettung Merons" jedenfalls sieht arme Witwen, Waisen und andere in Not geratene Leute in Gefahr. Bisher bettelten viele von ihnen am Grabe des Rabbi Schimon und verdienten sich so ein Zubrot. Doch Rabbi Rabinovitch will schon wie an der Kotel, auch die Bettler am Frage des Rabbi Schimon loswerden. Sobald jemand mit dem Betteln beginnt, erscheinen die zionistische Polizei oder private Ordner und schmeißen den Bettler vom Gelände.

Es gibt eine berühmte Story aus dem früheren Osteuropa, wo relig. Juden zu ihrem Gemeinderebbe kommen und ihn um Zustimmung bitten, die Bettler vom Synagogengelände entfernen zu können, denn diese seien ein wahrer Schandfleck. Der Rebbe blickte erschrocken auf und sagte: "Wißt ihr, wo genau dieses einmal stattfand ? In SODOM und GOMORRHA !"
Geschockt und peinlich berührt zogen die relig. Bittsteller von dannen.

Und auch die Fakshivilim geben eine solche Story wieder:
Religiöse Juden kamen einmal zum Hause des GRA (Vilna Gaon) und baten ihn um dieselbe Erlaubnis. Und auch der GRA erwiderte, dass wir hier nicht bei den Rescha'im (Bösen) in Sodom und Gomorrha seien. Des Weiteren dienen Bettler uns, denn sie ermöglichen uns einen Tikun (Seelenreparatur) für unsere eigene Seele, indem wir ihnen eine Spende geben und Chesed (Güte) zukommen lassen.

Aber es sind noch viel mehr Fakshivilim über das Verhalten und die Herkunft Rabinovitchs im Umlauf. Am vergangenen Schabbat schrie ein solches Poster geradezu von der Wand der Satmarer Beit Midrasch in Yoel Street (des Rebben Zalman Leib Teitelbaum) herab.

Der Fakshivili zitierte aus einem Interview vom 19. November 2007 aus der Zeitung "Makor Rischon":

"Rabbi Rabinovitch ist 38 Jahre alt und hält eine wichtige rabbinische Position inne. Er ist der Oberrabbiner der Kotel (Klagemauer). Schon im Alter von 27 Jahren ernannte ihn die Regierungs zum Rabbi der Kotel. Seither begrüßte er dort so prominente Besucher wie Putin, Clinton oder Madonna.

Schon sein Vater, Rabbi Chaim Yehudah Rabinovitch, war ein Vertrauter von Schimon Peres, Rabbi Shlomo Goren, Yitzchak Rabin oder Yossi Beilin. Sein Sohn Shmuel arbeitete zuerst als Rabbi und bald darauf begann seine Karriere im "Misrad HaDatot, dem Religionsministerium".

In dem Schachzug, solch jungen Rabbiner zum Obersten der Kotel zu ernennen, sah die Regierung die Absicht, "frisches Blut und vor allem Jugend" in dieses Amt mit einfliessen zu lassen. Seine ersten Aktionen setzte Rabinovitch rigoros um: Er verbannte die Bettler von der Kotel und seither mußten ganze Soldatenbataillone mindestens einmal bei der Klagemauer erscheinen".


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Rabinovitch hat, wieder jeder andere Mensch auch, seine Pros und Cons. Was aber hat ein Kotelrabbiner mit dem Grabe Schimon Bar Yochais im nordisraelischen Meron zu tun ? Und warum begrüßt ein Kotelrabbi nichtjüdische Celebreties ?

Natürlich kann man argumentieren, dass ja schon in den Propheten geschrieben steht, dass die Nichtjuden in der Zeit vor der Ankunft des Meschiach nach Jerusalem strömen werden. Und wir Juden sollen sie mit Respekt empfangen und in unserer Heiligen Stadt Willkommen heißen.

Persönlich denke ich, dass ein Oberrabbiner, egal welcher Abteilung, fromm und eine hohe Portion "Chochmat Torah - Thoraweisheit" vorweisen muß. Er sollte eine außergewöhnliche Persönlichkeit besitzen und den Job nicht nur bekommen, weil sein Vater "Mr. So - und - So" kannte. Leider aber handeln die heutigen Regierungseinrichtungen genau nach diesem Schema. Nennen wir es einmal "Political Corretcness".

Es wird behauptet, dass Rabbi Shmuel Rabinovitch Spendengelder von Christen annimmt. Selbst, wenn er in diesem Handeln keine besondere Gefahr sieht, so ist er dennoch den Spendern gegenüber auf eine gewisse Art und Weise verpflichtet. Eines Tages werden sie kommen und einen Gegenleistung verlangen. Wenn dies nicht schon geschehen ist. Was dann ?

Christen zahlen und fordern von uns Gegenleistungen ? Was ist mit den Juden und G - tt ?
Irgendwie erinnert mich diese anrüchige Situation an das schandhafte Benehmen der Sanhedrin zu Tempelzeiten. Damals als die Sanhedrin und der Hohepriester (Cohen HaGadol) schon korrupt waren und Götzendienst betrieben.

Es ist höchste Zeit, dass der Meschiach bald kommt und die richtigen Personen für rabbinische Positionen ernennt. Den g - ttesfürchtigen Sanhedrin wieder einsetzt und den Dritten Tempel erbaut.

Sonntag, 24. August 2008

Die WAHRHEIT

B"H

Im ultra - orthod. Mea Shearim hängt ein relativ neuer Pakshivili (Mitteilungsposter) aus. Der Text ist extrem lang und man benötigt schon einige Zeit, um alles durchzulesen.

Ich las nur einige Teile und war keineswegs erstaunt. Das Poster trägt den Titel "Die WAHRHEIT - HaEmet", jedoch bleibt der Absender relativ ungenannt.

"Der Schababnik (1), der Oberrabbiner der Kotel (Klagemauer), Rabbi Shmuel Rabinovitch, zeigt sich der israelischen zionistischen Regierung gegenüber zu kooperativ. Er glaubt, dass die Kotel nur ihm gehöre und er das alleinige Sagen habe, aber dem sei nicht so. Rabbi Rabinovitch tut alles, um die zionistische Regierung zufrieden zustellen, selbst wenn dadurch die Heiligkeit (Kedusha) des Platzes angegriffen wird".

Schon vor einigen Jahren erzählte mir jemand Zuverlässiges, Rabbi Rabinovitch erhalte Geld von diversen christlichen Organisationen, um so deren Mitglieder vor einem Rauswurf von der Kotel zu beschützen. Selbst wenn orthod. Juden sich ueber seltsam verhaltende fanatische Christen beschweren, Rabinovitch stehe auf der Seite der Andersgläubigen.

Besonders überraschen täte mich diese Behauptung nicht, denn spenden christliche Organisationen doch schon genügend an den nationalrelig. Radiosender ARUTZ 7 genauso wie an "The Jerusalem Post".

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(1) Shabbabnik: Jemand, der religiös ausschaut, es aber nicht ist: http://hamantaschen.blogspot.com/2007/01/der-shababnik.html

Sonntag, 3. August 2008

Die Nationalreligiösen machen mobil

B"H

Jerusalem ist vollgepflastert mit Plakaten des nationalrelig. Movements. Mehr als zwanzig ihrer Rabbiner, darunter auch der ehemalige sephardische Oberrabiner Ovadiah Yosef, rufen die Bevölkerung per erlassener Halacha auf, keine palästinensischen Arbeiter mehr zu beschäftigen.




"Gebt ihnen keine Traktoren (Bulldozer) mehr, gebt ihnen kein Einkommen und keine Arbeit mehr" !
So lautet es u.a. auf den Plakaten.

Der Grund sind die zwei letzten Attentate, welche paläst. Terroristen per Bulldozer ausführen konnten, da sie auf dem Bau arbeiten. Seit Jahren schon verlangen Rabbiner, keine Palis mehr zu beschäftigen, doch für Baufirmen sind sie oft unersetzlich, denn kaum ein jüd. Israeli will heute noch auf dem Bau schuften. Dazu kommt, dass die Palis wesentlich billiger sind und so weniger Kosten verursachen.

Aber nicht nur auf dem Bau arbeiten Palis. Privatleute holen sie sich genauso in ihre Wohnungen und beschäftigen sie schwarz. Man rufe lieber einen palästinensischen Arbeiter, der die Wohnung renoviere als einen jüdischen, welcher mindestens doppelt so teuer wäre. Und so dreht sich das Rad unentwegt weiter und ich persönlich sehe keine allzu großen Chancen für die neu erlassene Halacha. Palästinenser werden weiter beschäftigt werden, außer bei jenen Vereinzelten, welche die Plakate sehr ernst nehmen.

Ideologisch ist es sicher an der Zeit, Juden zu beschäftigen. Die Realität schaut jedoch so aus, dass ein jeder im Endeffekt nur wieder auf seinen Geldbeutel schaut und dabei preismäßig die Palis günstiger bei wegkommen.


Link:

http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/127033