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Dienstag, 15. Juni 2010

Neue Edah HaCharedit Demos

B"H

Neben all den Flotillas und sonstigem israelischem Chaos gibt es sie wieder, die haredischen Demos:


Sonntag, 25. April 2010

Kampf der Sikarikim gegen Sisalek

B"H

Erst vor wenigen Wochen eröffnet, doch schon hat es die superkoschere Eisdiele "Sisalek" erwischt. In der vergangenen Woche fanden vor ihr Demonstrationen der radikalen Sikarikim von Mea Shearim statt. Mittlerweile gab es eine Einigung zu verkünden. Zumindest teilweise.

"Sisalek" brachte das hochgradig koschere Eis nach Mea Shearim / Ge'ulah (haredische Stadtteile Jerusalems). Die Bevölkerung nahm dankend an und auch ich war vor Pessach einmal dort und genoss das teure, aber gute, Eis.

Jetzt gab es Demos einer kleinen, dennoch furchterregenden radikalen Gruppe aus Mea Shearim. Den sogenannten "Sikarikim", die für Anstandsordnung sorgen wollen. Man platzierte sich vor Sisalek und machte auf Demo. Die Eisdiele lenkte ein und von nun an wird freitags eher geschlossen (schon um 13.00 Uhr), am Mozzaei Schabbat (nach Schabbatausklang) wird nicht geöffnet, sondern erst am Sonntag. Wochentags schliesst die Eisdiele abends früher.
Noch nicht geeinigt hat man sich bei der Sikariki - Forderung, getrennte Sitzplätze für Männlein und Weiblein einzuführen. Man wolle keinen Ärger, so hiess es seitens Sisaleks, und gebe deswegen den Forderungen nach.

Sisalek aber ist nicht allein. Die Sikarikim sind ebenso gegen weibliche Bekleidungsgeschäfte, welche aufgefordert worden sind, ihre weiblichen Schaufensterpuppen aus den Schaufenstern zu entfernen.

All das für den (übertriebenen) Anstand.

Montag, 28. Dezember 2009

Bild des Tages



Bei der gestrigen haredischen Demonstration vor dem Chiphersteller INTEL in Jerusalem, welcher am Schabbat seine Werktore offen hat.

Sonntag, 15. November 2009

Von KARTA bis INTEL



Cartoon: Amos Biderman
Haaretz & Walla

B"H

INTEL Israel entschied sich, am Schabbat zu arbeiten und schon kommt es zum Zoff. Jetzt demonstrieren diverse Haredim (Ultra - Orthodoxe) nicht nur gegen das offene Karta - Parkhaus an der Jerusalemer Altstadt, sondern genauso gegen das Brechen des Schabbat bei INTEL in Jerusalem (Har Chotzvim).

Sonntag, 18. Oktober 2009

Demos gegen KARTA Parkhaus neu belebt

B"H


Jerusalems Bürgermeister hat sich auch nach Yom Kippur nicht zum Besseren gewandelt. Das KARTA Parkhaus vor dem Jaffa Tor (einer der Eingänge zur Altstadt) ist nach wie vor am Schabbat geöffnet. Die Edah HaCharedit aus Mea Shearim rief nun nach wochenlanger Pause zu erneuten Demonstrationen gegen die Öffnung auf.
Die erste Demo fand gestern nachmittag in Mea Shearim statt:



Sämtliche Photos gibt es hier zu sehen:

http://www.bhol.co.il/news_read.asp?id=12825&cat_id=1

Donnerstag, 3. September 2009

Wird es weitere Demonstrationen geben ?

B"H

Jerusalems "Karta" Parkhaus hat New York erreicht, denn auch dort beginnen nun die Haredim (Ultra - Orthodoxe) zu demonstrieren. Sozusagen als Unterstützung der antizionistischen Dachorganisation "Edah HaCharedit" in Jerusalem, welche die hiesigen Demos gegen Bürgermeister Nir Barkat sowie dessen Entscheidung, das "Karta" Parkhaus am Jaffa Tor am Schabbat für die Öffentlichkeit freizugeben, bekämpft.

Nachdem die haredischen Demos am vergangenen Mozzaei Schabbat (Schabbatausklang) ziemlich wild ausfielen, entschied die Edah jetzt, die Demos an diesem anstehenden Schabbat (Parashat Ki Tavo) auf den Stadtteil Mea Shearim zu beschränken. Außerdem sollen Jugendliche daheim bleiben, damit die Demo nicht wieder aus den Fugen gerät. In der Vergangenheit jedoch gab es einige Fälle, bei denen die Jugendlichen nicht auf ihre Rabbiner hörten.

Laut dem säkuleren staatlichen Rundfunksender "Reshet Beit" scheint die Edah verstanden zu haben, dass sie einiges an Kontrolle verlor und ihre eigenen Demonstrationsteilnehmer oftmals nicht mehr zu stoppen waren. Selbst ein Taxi wurde angegriffen und der Fahrer verletzt.
Als ich vor einiger Zeit die Demos beobachtete, sah ich ebenso wie einige der haredischen Demonstranten Steine auf vorbeifahrende Autos warfen, deren Insassen selber Haredim waren.

Die haredische Knessetpartei "Yahadut HaTorah", deren Mitglieder wie die chassidischen Gruppen Vishnitz, Gur oder Belz, sowie litvishe Haredim, absolut nichts mit der Edah HaCharedit (Mitglieder: Die chassidischen Gruppen Toldot Aharon, Spinka, Dushinsky, Satmar, etc.) zu tun haben, stellte sich dennoch auf die Seite der Edah. Nicht bezüglich aller Demo - Punkte, doch gab man bekannt, dass weder Bürgermeister Nir Barkat noch der Minister für innere Sicherheit Yitzchak Aharonovitch kompromissbereit seien und die Angelegenheit einfach so weiterlaufen lassen. Der Streit dauert nun schon zwei Monate an und keine Lösung ist in Sicht.

Fraglich bleibt, ob nach Schabbat Ki Tavo (diesem Schabbat) noch weitere Demos stattfinden. Die Edah hat sich noch nicht entschieden.

Mittwoch, 2. September 2009

Die Mülltonnen brennen wieder

Umgekippter Müllcontainer am Kikar Shabbat gestern abend
Photo: Haredim.co.il

B"H

Sonntag nacht begannen erneute wilde Demonstrationen in den haredischen Stadtteilen Jerusalems: in Ge'ulah und Mea Shearim. Am Tage zuvor, nach Schabbatende, demonstrierten Hunderte Haredim vor dem "Karta" Parkhaus in Jerusalem. Bürgermeister Nir Barkat erlaubt nach wie vor die Öffnung des Parkhauses am Schabbat.

Seit Monaten befinden sich die antizionistische "Edah HaCHaredit" (Mitglieder: Chassidut Satmar, Dushinsky, Toldot Aharon, Spinka, Toldot Avraham Yitzchak, Teile Breslovs sowie Anhänger des Vilna Gaon) im Streit mit der Stadtverwaltung. Insbesondere mit Nir Barkat, der auf haredischen Mitteilungspostern (Paschkevilim) nach wie vor angegriffen wird. Anderweitige chassidische Gruppen (jene der "Agudat Israel" wie Belz, Vishnitz oder Gur), mischen sich in den Krieg nicht ein. Am vergangenen Mozzaei Shabbat wurden mehrere Haredim (meist Toldot Aharon) verhaftet, kamen aber zwischenzeitlich wieder frei.

Am Sonntag abend nun erstach ein Palästinenser in der Nähe des "Hotel Zephania" in Ge'ulah einen Juden. Die Tat geschah aufgrund eines kriminellen Hintergrundes. Überhaupt ist das "Hotel Zephania" als Absteige der Stadtverwaltung bekannt. Sozialarbeiter stopfen zeitlich befristet sämtliche obdachlose Junkies, Alkoholiker und sonstige Gestalten in das "Zephania".
Ein Freund von mir meinte neulich, ich solle doch einmal über das "Zephania" berichten. Wenn ich dorthin gehe, sollte ich allerdings meinen "Baseball Schläger" nicht vergessen, denn ehe ich bis zur Verwaltung vordringe, könnte ich von einem der irren Bewohner angegriffen werden.

Nachdem der Palästinenser vor dem Hotel einen Juden erstochen hatte, flüchtete der Täter. Wenig später wurde er von der Polizei verhaftet. Die Polizei kam zum "Hotel Zephania", um die Leiche abzuholen und zur Obduktion zu bringen. Zwischenzeitlich hatten sich mehrere Haredim versammelt, um die Abholung der Leiche zu verhindern. Laut Halacha ist eine Obduktion verboten ! Es kam zu einer wilden Auseinandersetzung und die Polizei setzte Tränengas ein. Gestern abend brannten am Kikar Schabbat in Ge'ulah aus Protest erneut die Mülltonnen.

Sonntag, 2. August 2009

Aktuelle Pashkevilim

Warum besteht seit Neuestem ein Veröffentlichungsverbot der medizinischen Befunde / des neuen Krankenhauses des Toldot Aharon Kindes Chaim Markovitz ? Hat das Hadassah Ein Kerem Hospital etwas zu verbergen ?

Das Kind ist mittlerweile aus dem zweiten Krankenhaus "Tel HaSchomer" entlassen worden und, bis auf Weiteres, bei Verwandten untergebracht.


Die "zionistische" Stadtverwaltung öffnet nach wie vor das Parkhaus "Karta" am Schabbat. Daher eine weitere Demonstration am Schabbat Va'Etchanan (gestern) um 17.30 Uhr.

Dienstag, 28. Juli 2009

Aktuelle Pashkevilim

Der Bnei Brak Gaon (Thoragroesse), Rabbi Chaim Kanievsky, gegen den "Sherut Le'umit - Zivildienst", welchen Haredim (Ultra - Orthodoxe) anstatt des Armeedienstes durchführen sollten. Laut des Mitteilungsposters sollen Haredim Thora lernen und durch besagten Sozialdienst täte ihnen die Regierung nur negative Gedanken in den Kopf setzen.



Gegen die haredische Tageszeitung "HaModiah" und die Verweigerung der Berichterstattung über die haredischen Demos bezüglich der Öffnung des Jerusalemer "Karta" - Parkhauses am Schabbat.

Samstag, 25. Juli 2009

Mutter weiterhin unter Hausarrest

B"H

Die "misshandelnde" Mea Shearim Mutter darf heim zu ihren Kindern, steht dabei jedoch weiterhin unter Hausarrest. Alle ihre Kinder dürfen zu ihr, außer dem 3 - jährigen Ch., der noch immer im Hadassah Ein Kerem Hospital liegt.

Morgen (Sonntag) findet eine erneute Anhörung statt, bei welcher Richterin Shulamit Dotan entscheidet, ob der "misshandelte" Junge in ein weiteres Krankenhaus überwiesen oder bis auf Weiteres bei Verwandten untergebracht wird.

Der israelische TV - Kanal ARUTZ 10 berichtet auf TWITTER, dass die Anklage in diesen Tagen ihre Beweise gegen die Mutter veröffentlicht wird. Diese Beweise werden das ganze Land in Aufruhr versetzen.

Es ist anzunehmen, dass damit jenes Video gemeint ist, welches das Hadassah Krankenhaus machte, um der Mutter Kindesmisshandlungen im Krankenzimmer ihres Sohnes Ch. nachzuweisen. Unter anderem soll die Mutter zu sehen sein, wie sie an dem Gerät zur künstlichen Ernährung ihres Sohnes fuchtelt und diesem die Schläuche entzieht.

http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1248277881001&pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull

Heute abend kam es zu erneuten haredischen Demos vor dem am Schabbat geöffneten "Karta" - Parkhaus am Jaffa - Tor (Altstadt). Laut Presseberichten sollen ca. 500 Haredim demonstriert haben.

Donnerstag, 23. Juli 2009

Kinderdemo vor dem Haus eines Hadassah Arztes


B"H

Ich bin immer dagegen, sobald Kinder für Ideologien benutzt werden. Egal, was der Grund und das Ziel sein mag.


Kinder der Edah HaCharedit protestierten vor dem Hause des Hadassah Ein Kerem Arztes sowie stellvertretenden Leiters Dr. Ya'ir Birenbaum (Birnbaum). Ich glaube, der der Arzt wohnt im Stadtteil Har Nof (Jerusalem).

Sämtliche Photos sind hier einzusehen :

http://bhol.co.il/news_read.asp?id=10979&cat_id=1



Mittwoch, 22. Juli 2009

Das Leben ohne Ampeln

B"H

Die Hälfte der Ampeln in Jerusalem Bar Ilan Street wurden während der letzten haredischen Demos zerstört. Hier ist das Verkehrsresultat:



Montag, 20. Juli 2009

Update zum Fall der wegen Kindesmisshandlung angeklagten Mea Shearim Mutter

B"H

Gestern, am Spätnachmittag, hatte die wegen Kindesmisshandlung angeklagte Mea Shearim Mutter einen weiteren Anhörungstermin vor einem Jerusalemer Gericht. Richterin Shulamit Dotan setzte für heute (Montag) einen weiteren Termin an. Dieser sollte am Morgen stattfinden, doch da Rabbi Frohlich, bei dessen Familie besagte Mutter unter Hausarrest steht, aus persönlichen Gründen keine Zeit hat, wurde der Termin auf den Nachmittag (16.00 Uhr) angesetzt.

Es heißt, die Toldot Aharon - Frau sei bereit, sich in sofortige psychologische Behandlung zu begeben. Wenn möglich, soll eine erneute Gefängnishaft vermieden werden. Richterin Dotan soll heute darüber entscheiden und falls diese Entscheidung "erneute Haft" lauten sollte, sind weitere haredische Demos zu erwarten.

Der Fall wird in Israel heiß diskutiert und leider sehen die Leute nur eine Seite der Medaille. So jedenfalls wird es ihnen in der Presse präsentiert. Die Haredim fühlen sich verunglimpft, denn immer heißt es "die Haredim", ohne darauf aufmerksam zu machen, dass keineswegs die gesamte Gesellschaft beteiligt ist. Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat schürt die Kluft, denn er will sämtliche Bewohner Mea Shearims verklagen. Sie sollen die beschädigten Ampeln etc. zahlen. Mea Shearim hingegen schmiss ihm Tonnen von Müll vor das benachbarte Bildungsministerium (Kreuzung Mea Shearim / Shivtei Israel Street).

Jeder meint mittlerweile, in Foren berichten zu müssen, er sei ein Nachbar der Frau und kenne sie. Sollte die Frau in Mea Shearim oder dem Toldot Aharon Hinterhof leben, ist keiner der Kommentare in den Foren wahr. Jene Leute verfügen 1. über kein Internet gescheige denn PC - Kenntnisse und 2. sind sie der englischen Sprache nicht mächtig. Gruppen, die der "Edah HaCharedit" angeschlossen sind, unterrichten ihre Schulkinder nicht in der englischen Sprache.

Die andere Seite der Medaille

B"H

Ich beabsichtige nicht, meine Blogs nur noch dem Fall der Kindesmisshandlung in Mea Shearim zu widmen. Dennoch, in Israel zieht dieser Fall weite Kreise und wird überall diskutiert.


Zufällig fand ich ein paar kaum bekannte Photos.

Das folgende Photo allerdings ist landesweit bekannt und zeigt die angeklagte Mutter beim gestrigen Gerichtstermin:



Photo: Kikar.Net

Die folgenden zwei Bilder sind geradezu unbekannt und im Forum der haredischen Site "Chadrei HaCharedim" wird behauptet, dass viele israelische Offizielle diese Bilder unveröffentlicht lassen wollen.

Hier seht Ihr warum !



Polizeigewalt gegen Haredim bei den Demos

Sonntag, 19. Juli 2009

Photos von den Demos in der vergangenen Woche

B"H

Weitere Photos von den haredischen Demos der vergangenen Woche in Jerusalem:


http://hnn.co.il/gallery7906.html

Interview zum Thema "Haredische Demos in Jerusalem"

B"H

Wer Interesse haben sollte, einem Interview bezüglich der derzeitigen haredischen (ultra - orthodoxen) Demonstrationen in Jerusalem zu lauschen: Rusty Mike Radio bat mich um ein Interview. Heute abend (Sonntag) um 21.00 Uhr abends israelischer Zeit.

http://www.rustymikeradio.com

Der Radiosender wird vom AACI Jerusalem (Aliyahorganisation für Amerikaner und Kanadier) in englischer Sprache gesendet und jeder ist willkommen, einmal hineinzuhören. Mit oder ohne mich.:-)

Donnerstag, 16. Juli 2009

Echt oder Photoshop ?

B"H

Ist dieses Photo, welches heute von der israelischen Zeitung "Yediot Acharonot" veröffentlich wurde, echt oder nichts weiter als ein Photoshop ?




Ich habe meine Zweifel an der Echtheit, denn das Kind auf dem Bild trägt, wie gesagt, keine Kipa auf dem Kopf noch hat es Pejes (Schläfenlocken). Weiterhin war das veröffentlichte Photo der Mutter nicht echt, denn es handelte sich um alles, nur nicht um eine Frau der Toldot Aharon.

Vielleicht weiß jemand professionell zu sagen, ob es sich hier um ein Photoshop handelt.

Demonstrationen zur Freilassung der inhaftierten Toldot Aharon Mutter

B"H

Die säkulere israelische Presse springt nur so auf das Thema "Mea Shearim" und die wegen Kindesmissbrauchs inhaftierte Mutter. Sämtliche Zeitungen sowie der staatliche Rundfunksender "Kol Israel - Reshet Beit" berichten unaufhörlich über die Toldot Aharon Frau.

Ich vermag nicht zu urteilen, ob die Anschuldigungen der Wahrheit entsprechen oder nicht !


Tatsache ist, dass das Hadassah Ein Kerem Krankenhaus vorgibt, die Mutter gefilmt zu haben als sie im Krankenhaus ihr Kind misshandelte. Aufgrund des Videos wurde die Frau in der vergangenen Woche verhaftet. Aktuelle Berichte besagen, dass die Frau noch vor diesem Schabbat aus der Haft entlassen wird, nach Hause darf, aber sich ab sofort einer psychologischen Behandlung unterziehen muss. Ferner ist die Frau im 5. Monat schwanger.


Der Vater der Kinder bzw. der Ehemann besagter Frau wurde vom Jugendamt aufgefordert, die weiteren Kinder aufs Amt zu bringen, damit diese befragt werden koennen, ob auch sie von der Mutter misshandelt worden seien. Das Ergebnis lautete, dass der Vater nicht zum Termin erschien und seine Kinder vor der Behörde versteckt. Die antizionistische Dachorganisation "Edah HaCharedit" liess verlauten, dass die Kinder bei einer Familie in Sicherheit untergebracht worden seien, damit sie von keinen Sozialarbeiter gegen die Mutter aufgehetzt werden und diese am Ende noch falsch belasten.

Sagen wir einmal, die Mutter hat ihren 3 - jährigen Sohn misshandelt, warum schritt dann das Hadassah Ein Kerem Krankenhaus nicht früher ein ? Schliesslich war das Kind dort in den letzten zwei Jahren in Behandlung. Ein Arzt wolle schon vor einem Jahr Kindesmisshandlung diagnostiziert haben, aber Anklagen blieben aus. Hat das Krankenhaus versagt ?

Wenn das Video existiert und die Mutter tatsächlich ihren Sohn aushungerte, dann muss sich die haredische Gesellschaft fragen, wie man derlei Geschehnisse verhindern kann. Nicht einfach nur zum Rabbi laufen und hinterher Stillschweigen bewahren. Damit wird weder den Kindern noch den Eltern geholfen. In diesem Falle benötigen Mutter und Kind ganz offen Hilfe.

Seit gestern nachmittag demonstrieren die Mitglieder der Edah HaCharedit und blockierten die Bar Ilan Street (Jerusalem). Müll wurde verbrannt und Steine flogen auf die Polizei. Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat schloss das Jugendamt in Mea Shearim, denn es sollte von aufgebrachten Haredim gestürmt (abgefackelt) werden. Bis auf Weiteres gebe es keine soziale Hilfe im Stadtteil. Eine vollkommene ungerechtfertigte Entscheidung, denn viele Bewohner des Stadtteils nehmen gar nicht an den Demos teil und werden so unschuldigerweise mitbestraft. Warum schlägt Barkat nicht vor, man könne sich an ein anderes Jugendamt in einem anderen Stadtteil wenden ?

Die Demos werden fortgesetzt und der Neturei Karta Vorsitzende von Mea Shearim, Yoelish Kroisz, kündigte kein Nachgeben an.

Was viele Leute nicht begreifen ist, dass es nicht nur um die verhaftete Mutter geht. Vielmehr sieht die haredische Gesellschaft ihre Kinder in Gefahr, wenn da jeder Sozialarbeiter schalten und walten kann wie er will; sprich, einer Familie die Kinder wegnehmen.

Heute zeigt die linksgerichtete säkulere Tageszeitung YEDIOT ACHARONOT ein angebliches Photo von dem Kind auf der Titelseite. Ausgehungert wie aus einem KZ. Die Aufnahme ist verschwommen und meines Erachtens nach ein furchtbarer Photoshop. Erstens trägt der Junge auf dem Photo keine Kipa auf dem Kopf und zweitens hat er keine Pejes (Schläfenlocken).

Leider fand ich das Photo noch nicht im Internet !

Zusätzlich veröffentlichte die gleiche Zeitung ein Photo einer Frau welche Tehillim (Psalmen) betet. Angeblich soll das die Mutter beim gestrigen Gerichtstermin zeigen. Doch auch diese Frau ist nicht von den Toldot Aharon, sprich das Bild ist falsch und zeigt nicht die Mutter. Die Kleidung der Frau ist nicht die der Toldot Aharon und weiterhin sieht man Haar unter der Kopfbedeckung hervorschauen. Unmöglich bei den Toldot Aharon !

Nimmt YEDIOT allen Ernstes an, alle Leser besitzen kein Hirn und bemerken die kleinen Unterschiede nicht ?


Die gestrige Demo in der Bar Ilan Street









Sämtliche Photos können hier eingesehen werden:

http://bhol.co.il/news_read.asp?id=10813&cat_id=2


Details: JERUSALEM POST

Donnerstag, 9. Juli 2009

Gebete wider des Karta Parkhauses

B"H

Die antizionistische Edah HaCharedit rief zu einem gemeinsamen Gebet (Tehillim - Psalmen und Selichot) um die "Keduscha - Heiligkeit" Jerusalems zu wahren. Auch an diesem Schabbat wird Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat den Karta Parkplatz neben der Altstadt wieder öffnen und viele extreme Haredim sehen dadurch die Heiligkeit der Stadt in Gefahr.


Ich möchte darauf hinweisen, dass die Mehrheit der Haredim nicht dem zustimmt, was einige Extremisten vertreten. Eher das Gegenteil und man lehnt derlei Demos total ab !

4000 Haredim sollen beim gestrigen Gebet Mea Shearim dabei gewesen sein. Die Zahl stammt aus der israelischen Tageszeitung "Israel HaYom". Ehrlich gesagt schaut mir die ganze Veranstaltung aber eher nach einer One - Man - Show der Toldot Aharon aus.

Aufruf der Edah zum gestrigen Gebet.

Das untere Bild zeigt Junge, die zum Zeichen der Trauer einen Sack angezogen haben. Das Tragen eines Sackes sowie Asche auf die Stirn schmieren ist ein alter juedischer Brauch und Ausdruck der Trauer. Das Zeichen auf dem hinteren Teil des Sackes lautet: "Rettet Jerusalem".



Und wo waren die Frauen: Auf den Toldot Aharon Balkon !






Die Rabbis der Edah HaCharedit




Sämtliche Photos können hier eingesehen werden:

http://bhol.co.il/news_read.asp?id=10681&cat_id=2

Mittwoch, 8. Juli 2009

Die aktuellen Pashkevilim

B"H

Hier die aktuellen Pashkevilim (Mitteilungsposter) aus den Jerusalemer Stadtteilen Ge'ulah / Mea Shearim:

Aufschrei bezüglich der Schändung jüdischer Friedhöfe in Europa. Nicht durch Neonazis, wie jetzt vielleicht angenommen, sondern vielerorts wird auf jüd. Gräbern gebaut oder es werden dort Abwasserleitungen verlegt. Wie das auf dem Poster genannte Beispiel aus Polen.


Wer Interesse hat oder wem nach demonstrieren oder beten zu mute ist, der kann sich heute (Mittwoch) nachmittag in die Jerusalemer Shivtei Israel Street begeben. Die Edah HaCharedit organisiert ein öffentliches Beten für die Heiligkeit Jerusalems. Tehillim (Psalmen) sowie Selichot werden gesagt. Wenn möglich, sollte ein jeder hochanständig gekleidet sein, denn die Lokalität liegt in Mea Shearim. Nichtjüd. Touristen sollten davon Abstand nehmen !

Mit der Heiligkeit Jerusalems ist wieder einmal die Schliessung des Karta - Parkplatzes am Schabbat gemeint !