Posts mit dem Label Chassidut Kretchnif werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Chassidut Kretchnif werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 11. April 2010

Chassidut Chernobyl

B"H


Der Grund, warum ich bisher kaum einmal von der chassidischen Gruppe Chernobyl berichtet habe, ist einfach: Chernobyl ist kompliziert. Allein die Twerski Familie (des Rebben) ist riesig und wer soll sich bei den Verwandtschaftszusammenhängen noch auskennen, wenn man nicht in die chassidische Gesellschaft hineingeboren ist ?


Ferner hat Chernobyl einige Ableger, sprich die Söhne der Rebben gründeten ihre eigenen chassidischen Gruppen wie Rachmastrivka oder Skver, zum Beispiel.


Eine Bekannte von mir heiratet gleich nach Schavuot einen Chassid der Chassidut Chernobyl. Sie erzählte mir, dass die Rebbitzen der Chassidut Kretchnif (Jerusalem), mit der ich ab und zu Kontakt habe, eine Verwandte des Chernobyler Rebben sei. Ich vergass alllerdings, ob es sich um die Tochter oder die Schwester handele.


Der Chernobyler Rebbe gibt regelmässige Tishe. Nach Pessach jedoch meist in seiner Beit Midrash in Bnei Brak und nicht unbedingt in Jerusalem.


Chernobyl ist wahrscheinlich den meisten aufgrund des Atomreaktorunfalls in den 80iger Jahren bekannt. Was weniger geläufig sein mag ist die Tatsache, dass der Ort einmal eine wichtige Anlaufstädte des chassidischen Lebens war. Genannt sei nur einer der berühmtesten Schüler des Baal Shem Tov: Rabbi Nachum von Chernobyl.

Dienstag, 2. März 2010

Purim 5770 in Mea Shearim

B"H

Gleich vorweg: Mein Purim war hervorragend, obwohl ich gar nicht unbedingt der großartige Purim - Typ bin.

Seit vergangenem Freitag goss es in Jerusalem in Strömen und der Guß setzte sich auch am Sonntag abend fort. So verbrachte ich das Lesen der Megillath Esther (Buch Esther) im Stadtteil Nachlaot (wo ich arbeite und wohne, wenn ich in Jerusalem weile). Nichts war es mit "nach Mea Shearim gehen" und so. Letztendlich landete ich in der (Shlomo) Carlebach Synagoge "Kol Rina". Eine Synagoge, die von vielen amerikanischen Olim besucht werden soll. Dies erwies sich zumindest am Sonntag abend nicht unbedingt als richtig, denn die Mehrheit der weiblichen Wesen auf der Frauenseite waren junge Israelinnen.
Das freakige Carlebach Hippietum ist alles andere als mein Ding, doch die Megillahlesung war einmalig. Der "Baal Koreh" verlas sie perfekt und mit Stimmen verziert. Achaschwerosch, Charvona oder Mordechai bekamen Männerstimmen und Vaschti, Esther sowie Seresch wurden bei Lesen mit Frauenstimmen belegt. Eine tolle Idee !
So wechselte der Baal Koreh von Stimme zu Stimme und dies gelang ihm perfekt.

Das gestrige Jerusalemer "Shushan Purim Essen" verbrachte ich teilweise bei den Machlises. Dort war Highlife, doch traf ich auf alte Bekannte, die ich schon monatelang nicht mehr zu Gesicht bekommen hatte. Am Ende (vor Maariv) sassen wir wenigen Verbliebenen am Tisch des Rabbis und lauschten seinen Stories. Unter anderem die des Linschitzer Rebben, der die Purimspenden an die Armen immer erst einen Tag nach Purim austeilte. Als man ihn nach dem Grund fragte, antwortete der Linschitzer Rebbe, dass an Purim alle die Armen mit Geld beglücken, doch wer tut das schon einen Tag nach Purim ?

Gegen 18.30 Uhr machte ich mich ins nicht allzu weit entfernte haredische (ultra - orthodoxe) Mea Shearim auf. "Shushan Purim" ist in Mea Shearim mitunter DIE Attraktion und viele Synagogen sind offen und die chassidischen Gruppen feiern wild.
Überflüssig zu sagen, dass Tausende auf den Beinen waren. Die Besucherzahl von außerhalb hielt sich erstaunlich in Grenzen. Eine offenbar nichtjüdische blonde Photographin krebste zwar sowohl als auch in "Kol Rina" als auch bei den Machlises herum, doch in Mea Shearim (wo ich sie ebenso sah) machte sie keine besondere Figur, denn sie begriff nicht, dass die Action erst später losgeht. Bleibt nur zu hoffen, dass wir ihre Photos nicht auf christlichen Sites zusammen mit dämlichen Bemerkungen zu sehen bekommen.

Die Chassidut Toldot Aharon begrenzt die Besucherzahl, denn es nimmt überhand und es bleibt kaum Platz für die eigenen Mitglieder; trotz erweiterter Synagoge. Hier war dann auch das Photographieren strengstens untersagt und man hatte ein privates Wachunternehmen vor die Eingänge platziert. Fremde sollten draußen bleiben, doch nach einigen Diskussionen mit einem der Guards wurde ich eingelassen. Gerade richtig um mitzuverfolgen wie ein total betrunkener Chassid auf den Tisch des Rebben David Kahn krabbeln wollte. Der Chassid wurde zurückgehalten und hätte den Vorstoss eh kaum geschafft.
Bei den Toldot Aharon war es übervoll und die Frauen auf der Empore drückten sich die Nasen an der Glasmechitzah (Trennwand) platt.

Meine nächste Station war die Chassidut Slonim gleich um die Ecke. Dort allerdings schienen nur die Männer zu feiern. Rein in den Mea Shearim Markt und zur Toldot Avraham Yitzchak. Resultat: Übervoll und keine Chance irgendetwas zu sehen.

Weiter durch den Markt an eine der zwei Synagogen der "Neturei Karta" vorbei. Dort war tote Hose und die "Torah ve'Yirah" war dunkel. 
 


Die Synagoge einer der zwei Neturei Karta Gruppen in Mea Shearim


Als ich nach einigen Minuten bei der Chassidut Karlin - Stolin (die älteste chassidische Gruppe, noch vor Chabad in Litauen gegründet) ankam, stellte sich heraus, dass man dort erst später zu feiern beginnen wollte. Also ging ich nebendran zur Chassidut Kretchnif. Eine kleinere Gruppe mit einem urgemütlichen Tisch des Rebben. Vor dem eigentlichen Tisch, der gegen 21.00 Uhr beginnen sollte, wurde unten im Erdgeschoss schon gefeiert. Die Chassidim samt Rebbe befanden sich in einem kleineren Raum und die Frauen auf gleicher Höhe nebendran. Ein blauer Vorhang war als Mechitzah (Trennwand) gedacht gewesen, doch wurde der an beiden Enden von den Frauen so verschoben, sodass wir frei Sicht zu den Männern gleich vor uns hatten. Niemand beschwerte sich, denn die Kretchnifer Rebbitzen verschob den Vorhang und somit war alles "offiziell".

Immer wird von den großen bekannten chassidischen Gruppen wie Toldot Aharon oder Karlin - Stolin gesprochen, doch viele kleinere wie Lelov oder Kretchnif fallen durch das Raster. Dabei ist die Kretchnifer Rebbitzen eine extrem nette Frau und einige Male schon sprachen wir zusammen. Auch gestern abend wieder als sie mir berichtete, dass ihr Mann (der Rebbe), nachdem er vor ca. 1,5 Jahren bei einem Verkehrsunfall verletzt worden war, nicht mehr jeden Schabbat einen seiner Tische gibt. Sie lud mich zum später stattfindenden Tisch ein, doch machte ich mich nach einer Stunde im Erdgeschoss auf nach Karlin - Stolin.

Zu Kretchnif:
Der Kretchnifer Rebbe (Jerusalem) hat eine ganz besondere Art zu feiern und zu tanzen und wer ihm zusieht, der wird definitv ziemlich "spiritual uplifted". Viele Männer traten vor ihn und bekamen einen Segen. Zwischendurch tanzte und sang der Rebbe. Ein paar Chassidim tanzten vor ihm auf dem Tisch und die Stimmung war super.

Als ich nebenan bei den Karlinern ankam, sah ich, wie mal wieder draußen vor der Synagoge im Zelt gefeiert wurde. Die Frauen standen daneben oder oben auf der Dachterrasse. Ich war kaum zwei Minuten dort als hinter uns fast mit quietschenden Reifen ein grauer Crysler hielt. Ein paar Chassidim sprangen heraus und rannten zum Festzelt. Einen von ihnen erkannte ich als den Karlin - Stoliner Rebben. So nahe (ca. zwei Meter Entfernung) hatte ich nur einmal den Rebben der Chassidut Ruzhin - Boyan zu Gesicht bekommen. Und einmal den Kretchnifer Rebben nahe Mea Shearim als er mit seinen Chassidim zufuss unterwegs war.

Mein letzter Stopp galt der Chassidut Satmar gegenüber Karlin. In der Vergangenheit hegte ich viele private Kontakte zu Satmar. Das war vor Jahren und noch vor der offiziellen Spaltung und die Ernennung zweier Rebben. Die Kontakte schliefen etwas ein, doch gestern traf ich auf ein bekanntes Gesicht in der Satmarer Synagoge.
Anzumerken sei, dass es sich um die Synagoge des Williamsburgher (New York) Rebben Zalman Leib Teitelbaum handelte. In den USA führen die zwei Satmerer Gruppen nicht selten Privatkriege aus, nachdem sie sich wegen interner Meinungsverschieden spalteten. Zwei Brüder kämpften nach dem Tode des Vaters um die Rebbeposition und keiner von beiden gab nach. Somit ist Satmar nun in zwei Hälften gespalten. Den Rebben der größeren Hälfte, Rebbe Aharon Teitelbaum aus Kiryat Yoel bei New York, sah ich im November 2008 bei einem Satmarer Tisch in Bnei Brak (bei Tel Aviv).

In Satmar ende ich immer auf einer Synagogenbank stehend und so auch gestern wieder. Wer durch die Mechitzah schauen will wenn der Andrang rieisg ist, der stelle sich auf die Bank. Bei Satmar war es voll und ich war, wie schon bei Kretchnif, die einzige von auswärts. Man sagte mir auf Hebräisch (die antizionistischen Satmarer sprechen in der Regel Jiddisch, denn Hebräisch ist die "heilige Sprache" aus dem Gebet und wenn der Meschiach eintrifft). In der Regel scheuen sich die israelischen Satmarer nicht vor dem Hebräischen, die amerikanischen Satmarer hingegen eher.

Bei Satmar gab es freien Mineralwasserausschank und die besten chassidischen Melodien. Unten tanzten die Männer und ein Chassid tanzte auf dem Tisch, wobei er unentwegt Weinbecher austeilte. Wir Frauen bekamen davon nichts und uns blieb das Mineralwasser.
Ich hätte noch viele Stunden herumwandern können, doch ging ich heim und bald ins Bett. Platt vom vielen Stehen und auf den letzten Tag von Pessach wartend, wenn einige chassidische Gruppen wieder feiern.

Purim in Mea Shearim war grandios, wenn man von einigen Besoffenen und den nervigen Knaller absieht.

Freitag, 8. Mai 2009

Chassidischer Tisch in Kretchnif

B"H

Mir wurde berichtet, dass der Kretchnifer Rebbe von Jerusalem in diesen Tagen die Yahrzeit (Sterbegedenktag) seines Vaters feiert.

Eine Yahrzeit wird im Judentum immer mit einem festlichen Mahl sowie Erinnerungsreden an den Verstorbenen begangen, denn dies soll die Seele (Neschama) desjenigen erhöhen.

Aufgrund der Yahrzeit in der Chassidut Kretchnif ist extra der Bruder des Jerusalemer Rebben aus den USA angereist und beide zusammen geben morgen abend (Erev Schabbat, Freitag) einen chassidischen Tisch in Mea Shearim.

Ort: Die Kretchnifer Synagoge gegenüber Karlin - Stolin und der Satmarer Beit Midrash (vom Satmarere Rebben Zalman Leib Teitelbaum).

Sonntag, 15. März 2009

Purim in Mea Shearim


Blick über Jerusalem vom Dach der Ruzhin - Boyan Synagoge

B"H

Andernorts ist Purim nach einem Tag vorüber, doch in Jerusalem wird noch ein weiterer Tag namens "Schuschan Purim" angehängt. Normalerweise finden am Purimausgang DIE großen Feiern im ultra - orthod. Mea Shearim statt. Einschließlich chassidischer Tische mit den jeweiligen Rebben. Sämtlich Synagogen stehen offen, aber bekannt ist Außenstehenden das Event weniger. Und so zog ich mit einer Freundin los und wir hatten Glück, nicht auf allzu viele Tischtouristen zu treffen. Die Straßen Mea Shearims waren, wie noch am Sukkot (Laubhüttenfest im Oktober), nicht in Männlein und Weiblein unterteilt und alle managten die Situationen bestens.

Die chassidischen Tische begannen mit dem Sonnenuntergang am vergangenen Mittwoch abend und unser erstes Ziel waren die Toldot Aharon. Obwohl es gerammelt voll war, gelang es uns dennoch auf der Frauenempore einen Platz auf den Metallgestellen zu ergattern und einen Blick auf Rebbe David Kahn und seine Chassidim zu werfen. Ich kenne den Rebben stets als organisiert und ernst, doch an Purim waren seine Peyes (Seitenschläfen) so ziemlich durcheinander geraten und ich bekam das Gefühl, dass er wohl die ganze Nacht durchgefeiert hatte.

Wir waren gerade am Gehen als eine junge Toldot Aharon Frau auf mich zukam und meinte, dass wir ja recht regelmässig zu den Tischen der Gruppe kommen. Sie beobachte halt alles genau.
Ich fragte sie, was genau sie denn jetzt wissen wolle, denn normalerweise ist dies ein Anzeichen, was Ausfragen bedeutet.
"Nichts wolle sie fragen, sondern ich sei ja in positivem Sinne an der Gruppe interessiert". Da sie das Wort "interessiert" unendlich viele Male wiederholte, sagte ich ihr, dass ich ebenso im Internet über den Chassidismus schreibe.
Wer denn meine Leser seien, wollte sie wissen.
Chassidim, Haredim, Säkulere, Nichtjuden, was immer Du willst, gab ich zurück. Damit war unser Gespräch schnell beendet und sie zog von dannen. Einen besonderen Reim konnte ich mir darauf nicht machen und meine Freundin meinte, dass die Leute halt neugierig seien. Außerdem passen wir in keine deren Kategorien. Wir sind keine frommen Seminarmädels oder anderweitig haredisch.

Wer meint, die Situation genauer erklären zu können, der kann gerne einen Kommentar hinterlassen !

Gleich danach gingen wir fast direkt nebenan zu den Toldot Avraham Yitzchak, geleitet vom zweiten Kahn - Bruder, Rebbe Shmuel Yaakov. Der Rebbe war noch ruhig am Essen und der Chor / die Band etwas in den falschen Tönen, was sich aber sicherlich noch besserte.

Toldot Avraham Yitzchak







Nächste Station: Die Neturei Karta.
Die Neturei Karta besitzt die prachtvollste Synagogue im ganzen Stadtteil, aber dennoch war Purimmässig eher tote Hose. Außer ein paar jugendlichen Betrunkenen, die auf einem Tisch auf und abrannten, war nichts los.


Die Neturei Karta Synagoge in Mea Shearim





Nächste Station: Die Mishkenot HaRoim
Die beste Band; swinging, laut und voller Freude.
Rebbe Chaim Rabinovitch saß in der Mitte und jeder konnte zu ihm kommen und mit ihm sprechen.

Die Mishkenot HaRoim mit Rebbe Chaim Rabinovitch










Nächste Station: Stropkov
Die Frauen hingen wie festgeklebt an der Mechitzah (Trennwand zu den Männern) und wir sahen keinerlei Chance uns daziwschenzuquetschen. Also trotteten wir weiter zu den Schomrei Emunim. Bei den Schomrei Emunim erwartete uns eine absolut positive Überraschung, denn dort hatte man auf der Frauenempore einen größeren Bildschirm aufgestellt und so konnten wir alle den Rebben und seine Chassidim im Untergeschoß ohne Probleme sehen. Eine tolle Idee den Bildschirm aufzustellen !


Nächste Station: Karlin - Stolin
Die Karliner hielten weniger Vorteilhaftes für die Frau parat, denn das Männerzelt draußen vor der Synagoge war mit Vorhängen verhängt. So konnten wir nichts sehen und stellten uns einfach neben dem Zelt auf. Solange bis sich ein Chassid und eine Frau bei uns beschwerten. Wir und einige andere weibliche Wesen sollen gefälligst die Absperrung beachten.

Karlin - Stolin



Aber wir sind keine "hinter den Vorhang Fans" und so gingen wir weiter zu Kretchnif. Die Kretchnifer Synagoge war fast leer, aber der Rebbe tanzte wundervoll vor sich hin. Ich liebe es, dem Kretchnifer Rebben beim Tanzen zuzusehen.

Unsere letzte Station war die Synagogue der Chassidut Ruzhin - Boyan und dort war das Schmankerl der Nacht geboten. Hunderte Chassidim und Frauen auf der Empore waren versammelt und dann stellten sich fünft Chassidim mit einer Chuppah (Hochzeitsbaldachin) vor dem Rebben auf dem riesigen Tisch auf und sangen. Ich befragte eine Boyaner Frau und die meinte aufgeregt, dass man sich jedes Jahr neue Entertainments einfallen liesse.

Auf dem Heimweg konnte ich meine Beine kaum noch bewegen und kam um Mitternacht in Tel Aviv an, wo ich gerade so eine der letzten Sherut - Taxen erwischte.
_______________________

Sämtliche Bilder wurden von meiner Freundin aufgenommen !

Sonntag, 12. Oktober 2008

Der Rebbe von Sassov

B"H

Ein aktuelles Photo des Rebben von Sassov, welcher, unter anderem, auch mit dem Kretchnifer Rebben aus Rehovot verwandt ist.


Ganz links im Bild mit rotem Tuch in der Hand: Der Sassover Rebbe.
Zweiter von rechts im weissen Kaftan: Der Spinka Rebbe

Sonntag, 5. Oktober 2008

Zutritt nur für Männer !

B"H

Schabbat Teshuva. Der Schabbat zwischen Rosh HaShana und Yom Kippur.

Am letzten Freitag abend (Erev Shabbat) hegte ich eine gewisse Hoffnung in Mea Shearim auf verschiedene chassidische Tische zu stoßen. Nachdem ein etwas daneben geratener Typ bei Rabbi Mordechai Machlis mit einer zischenden Colaflasche um sich spritzte, hielt der Rabbi eine lange Rede darüber, dass wir bei der Beurteilung von Menschen immer erst ein gewisses Quentchen Zweifel anbringen sollen. Es sollen keine voreiligen Vorurteile entstehen und bevor wir nicht die Hintergründe für eine Handlung kennen, sollten wir von generellen Statements versuchen Abstand zu nehmen. Und das nicht nur vor dem dieswöchigen Yom Kippur.

Nach den Machlises ging ich mit einer Freundin an der Toldot Aharon Synagoge vorbei. Nun fragen sich vielleicht Einige: "Warum immer ausgerechnet bei den Toldot Aharon und nicht einmal bei Belz, Dushinsky, dem Steipler oder Bialer Rebben ? " Meine Antwort darauf ist einfach: "Ich liebe die Toldot Aharon und es sind gerade sie, die ich meist zuerst passiere. Und viele Male gehe ich halt hinein und komme kaum mehr heraus".

Aus der Synagoge drangen Gesänge und es war offensichtlich, dass ein Tisch mit dem Rebben David Kahn im Gange war. Allerdings waren keinerlei Frauen in Sicht, bis auf eine, die ich schon längere Zeit kenne und oft mit ihr rede. Sie stand mit ihrer Tochter im Teenageralter mitten auf der Straße und sie grinste schon als sie mich kommen sah. "Nein, der Tisch sei heute nur für Männer, denn die Frauenempore (Ezrat Nashim) stehe voll Holzbänke für den nahenden Yom Kippur am Mittwoch abend.



Toldot Aharon Frauen mit ihren traditionellen Kopfbedeckungen


Wenn ich keine Informationen verbergen täte, dann garantiert nicht vor dieser Frau. Nicht, dass ich irgendetwas verberge, doch weiß man bei den Toldot Aharon immer noch nicht, dass ich über sie schreibe. Obwohl, vielleicht wissen sie es ja längst, wer weiß.

Einmal traf ich besagte Frau im Stadtteil Nachlaot, gegenüber vom Machane Yehudah Markt. Ich befand mich auf dem Weg zum Waschsalon und begegnete ihr völlig unerwartet. Niemals hätte ich überhaupt jemanden von den Toldot Aharon dort erwartet. In Shilo Street - wer denkt schon daran. Und dann stand ich ihr plötzlich in Hosen gegenüber und ein Entkommen in die Büsche oder so kam nicht in Frage. Sie grinste mich an und sagte HALLO. Ich stand etwas verdattert da und war froh, dass sie so offen reagierte, denn ich bin nicht der Typ, der nur in langen Röcken herumläuft.

Wenige Wochen später traf ich sie beim Tisch des Rebben und wir kamen erneut ins Gespräch, wobei wir jedoch unterbrochen worden sind. Letzten Freitag abend dann traf ich sie mit ihrer Tochter und es begann sofort eine Diskussion. Eigentlich wollten meine Freundin und ich weiter zu den Slonim, doch die Frau brach in einen Redeschwall aus. Und die Tochter stand dem nicht nach.

Wir redeten über die Gruppe und kamen auf das Thema "Neureligiöse - Baalei Teshuva (Juden, die erst im späteren Verlauf ihres Lebens relig. werden) zu sprechen. Komischerweise sind geborene Haredim (Ultra - Orthodo.) ständig der Meinung, dass ich in ein festes relig. Programm gehöre. Nur so könne man letztendlich ausschließlich relig. leben und nicht hier oder dort einmal vorbeischauen. Etwas Festes muß her, sonst sei das ja alles nichts Halbes und nicht Ganzes.

Als ich ihr gestand, dass ich in der Zwischenzeit ziemlich individualitisch geworden bin und mich nicht unbedingt einem Programm unterordnen will, konnte sie meine Worte kaum glauben. Ich erzählte ihr, dass ich einmal selbst in der haredischen Gesellschaft aber, aber irgendwann "Ade" sagte. Obwohl ich die haredische Mentalität sowie Ideologie sehr schätze, bin ich doch nie wieder ein fester Bestandteil der Gesellschaft geworden. Eher mehr modern - orthodox und außerdem trage ich Hosen.

Die Frau listete mir einige Programme auf, denn sie wollte mich irgendwo unterbringen. Woraufhin ich sie fragte, ob denn die Toldot Aharon Newcomer aufnehmen. Leute von außerhalb halt.

Nicht auf mich sei das bezogen. Keinesfalls, doch fragte ich allgemein.

Man zeige sich generell bei den Toldot Aharon nicht allzu begeistert über Neueinsteiger in die Gruppe. Wer von denen sei schon in der Lage, dass recht extreme Leben der Gruppe und deren Gesetze einzuhalten ?

"Für Baalei Teshuva brauche man immer extra Schulen oder Kurse, meinte die Frau. Nicht nur wegen der Religion, sondern weil sie eben das A und O der Gruppe nicht kennen". Sie zeigte sich erstaunt als ich gestand, dass meiner Meinung nach Leute chassidisch geboren werden sollten, denn ansonsten sehe ich sie nicht als richtigen Bestandteil einer Gruppe. Manche mögen sagen, dass sie es im Laufe der Zeit werden, doch glaube ich das nur bedingt. Es ist immer etwas anderes wenn jemand in eine chassidische Gruppe hineingeboren wird, und dessen Eltern, Großeltern, Urgroßeltern, usw. Mitglieder der Gruppe waren.

Sie war überrascht, diese Ansicht gerade von mir zu hören, da ich ihr zuvor von der Moderne berichtete. Andererseits stimmte sie mir voll und ganz zu und bestätigte die Punkte, welche ein Boyaner Chassid einmal bei mir angab. Die Mehrheit derjenigen, welche Mitglied einer chassidischen Gruppe werden wollen, kämen mit den falschen Erwartungen und entweder die Gruppe oder der Betroffene könnte schnell enttäuscht werden.

Beim nächsten Tisch der Toldot Aharon werden wir sicher unser Gespräch fortsetzen.

Auf ging es zu den Slonim, doch auf dort war alles nur auf die Männer ausgerichtet. Das Wetter war warm und so spazierten wir durch den Mart von Mea Shearim und überlegten einen Ganz zur Chassidut Kretchnif. Aber es kam die große Müdigkeit auf und wir machten uns auf den Heimweg. Viele Leute suchten an dem Abend nach Tischen, doch allzu viel war nicht im Angebot.

Am nächsten Mittag gingen wir gerade die Yechezkel Street in Ge'ulah hinunter als wir vor uns einen Pulk Chassidim sahen. Sie umringten einen in der Mitte gehenden Rebben, welcher in einen braunen Kaftan gekleidet war und weiße Socken trug, in welche der untere Teil seiner Kniebundhose überging. Ich machte einen Witz und sagte, dass man jetzt einen PC haben müsse, um den anmarschierenden Rebben zu identifizieren.

Der Pulk bewegte sich aus Richtung der Sadigura Synagoge auf uns zu und dann erkannte ich den Rebben sogar ohne PC. Besser gesagt einen seiner Chassidim. Der Kretchnifer Rebbe aus Jerusalem lief genau an uns vorüber und wir freuten uns, ihn wieder munter herumlaufen zu sehen. Vor drei oder vier Monaten war er in einen Autounfall verwickelt, bei dem er sich die Schulter brach. Das war auch der Grund, warum wir solange nicht bei Kretchnifer Tisch waren, denn wegen der Krankheit des Rebben fand keiner statt. Der Kretchnifer Rebbe redete mit seinen Chassidim und alle lauschten gebannt. Er scheint wieder bei bester Gesundheit zu sein und an Sukkot wird sicher bei ihm etwas geboten werden.

Ob Ihr es glaubt oder nicht, nach dem Anblick des Rebben fühlte ich mich super. Der einzige Rebbe, dem ich einmal so nahe kam, war der Rebbe der Chassidut Nadvorna in Bnei Brak.

Sonntag, 1. Juni 2008

Kretchnifer Rebbe in Autounfall

B"H

Der Kretchnifer Rebbe aus Jerusalem, Rabbi Nissan Rosenbaum, wurde am letzten Dienstag in einen Autounfall verwickelt. Auf der Straße Jerusalem - Ramot (Stadtteil Jerusalems) rammte ein zweites Fahrzeug seinen Wagen. Die weiteren Insassen des Rebbe - Wagens, sein Sohn sowie sein Schwager wurden nur leicht verletzt. Rebbe Rosenbaum selbst brach sich eine Hand und die Schulter.

Gute Besserung - Refuah Shlemah !!!

Sonntag, 30. März 2008

Schirayim

B"H

Jedesmal ist es immer wieder eine Show, wie sich die Chassidim am Freitag abend (beim chassidischen Tisch) um den Tisch des Rebben drängen bzw. gierig nach dem herumgereichten Essen greifen. Nicht jeder Rebbe, doch die Mehrheit schon, ißt bei seinem chassidischen Tisch am Erev Schabbat (Freitag abend).

Bei einem Tisch des Rebben einer chassidischen Gruppe handelt es sich um ein öffentliches Treffen zwischen ihm und seinen Chassidim in der Synagoge. Bei großen chassidischen Gruppen sitzt der Rebbe an einem langen Tisch zusammen mit den wichtigsten Rabbiner der jeweiligen Gruppe. Hierbei ißt der Rebbe gewöhnlich nur ein paar Häppchen und reicht den Rest des Mahles an die Chassidim herum. Meistens auf Tabletts oder Tellern. Jeder nimmt sich dann ein paar Brocken bzw. Krümel. Gegen Tischende werden Früchte und Kuchenstücke verteilt. Für die Frauen habe ich diesbezüglich schlechte Nachrichten, denn außer bei den Kretchnifer Chassidim bekommen sie nie etwas ab. Bei Kretchnif hingegen kann Frau schon mal zu einem Kuchenstück kommen.

Zu Beginn fragte ich mich, warum sich die Chassidim so danach drängeln, vom angetouchten Essen des Rebben etwas abzubekommen. Als ich den Grund dafür herausfand, betrachtete ich jedoch alles mit anderen Augen. Obwohl ich dennoch auf kein angegrabbschtes Essen stehe.

"SCHIRAYIM" - so heißt das Essen, welches der Rebbe mit seinen Chassidim teilt. Zuerst einmal ist es ein Privileg, jene Stücke Nahrung zu sich zu nehmen, über welche der Rebbe einen Segen gesprochen hat. Zum anderen bauten die Chassidim die kabbalistischen Ideen des Rabbi Yitzchak Luria aus; sobald der Rebbe einen Segen über sein Essen spricht (von dem er danach einen Großteil an seine Chassidim weiterreicht), setzt er die sogenannten Netzizot (sparks, Funken) frei, welche somit zu ihrem Ursprung zurückkehren.

Bei den "Netzizot" handelt es sich um eine Metaphor aus der Lurianischen Kabbalah. Bei der Erschaffung der Welt zog G - tt Seine unbegrenzte Macht zurück, um so Platz für eine unvollkommene Welt zu schaffen. Er erschuf die Welt also nicht mit Seiner unbegrenzten perfekten Macht, sondern schränkte Sich ein. Um die Welt in einen absolut perfekten Zustand zu bekommen, müssen wir gewisse Netzizot (Funken) zu ihrem Ausgangsort zurückführen.

Diese Funken fielen metaphorisch einmal von den höheren Welten in unsere materielle Welt und unsere Aufgabe ist es, sie wieder nach oben zurückzubringen. Dies geschieht durch die Einhaltung der Mitzwot (Thoragesetze) sowie dem Essen, wenn wir vorher einen Segen sprechen. Wir benutzen also die materielle Welt für heilige Zwecke. Aber auch wenn Männer Tefillin (Gebetsriemen) und Zizit tragen, kommen eben jene Funken frei. Des Weiteren bewirken wir sehr viel, sobald wir uns für ein Leben nach den Mitzwot entscheiden.

Daher ist es so wichtig, einen wenn auch nur winzigen Teil vom Mahl des Rebben zu bekommen. In der Chassidut ist er meistens ein Zaddik - Gerechter (zumindest die früheren Rebbes) und somit hat er die Kraft, viele Netzizot in die oberen Welten zu führen. Die Chassidim sehen sich als Teil davon und fühlen sich genauso durch den Zaddik erhoben.

Das Zaddik - Konzept ist heutzutage nicht immer das, was es einmal war. Viele heutige chassidische Rebben sind keineswegs mehr die großen Gerechten, die ihre Vorväter einmal waren. Heutzutage sagt man auch nicht immer, dass der Rebbe ein Zaddik ist, sondern das er der Sohn eines Zaddiks ist.

Siehe hier einen ähnlichen Artikel zum Thema.

Mittwoch, 26. März 2008

Chassidischer Tisch Guide Teil 5 - Chassidut Kretchnif

B"H

Schon einmal von den Kretchnifer Chassidim gehört ? Nein ?
Wer Kretchnif nicht kennen sollte, für den ist es höchste Zeit, einmal zu deren chassidischen Tisch mit dem Rebben zu gehen. Jedenfalls mit dem derzeitigen Jerusalem Rebben, Rabbi Nissan Chaim Rosenbaum.

Zwar sind die Kretchnifer samt Rebbe auch in den Städten New York, Rehovot (Israel) oder Haifa vertreten, doch kann ich meinerseits bisher nur über den Jerusalemer Tisch berichten.

Mit Kretchnif verhielt es sich bei mir genauso wie mit den Slonim; ein Freund empfahl sie mir. Ein kleiner Tisch incl. gemütlicher Atmosphäre. Die Wegbeschreibung war perfekt und so fanden wir schnell das relativ große Gebäude der chassidischen Gruppe. Gleich gegenüber der Synagoge von Karlin - Stolin sowie der Beit Midrasch von Satmar. Und wie gewöhnlich begann unsere Suche nach dem Fraueneingang. Glück hatten wir dabei auch, denn zwei junge Frauen gingen vor uns hinein und nahmen uns mit auf die Frauenempore.

Viele Wochen war Kretchnif für uns soetwas wie ein Notnagel. Unsere Favoriten, die Rebben der Toldot Aharon sowie der Avraham Yitzchak, waren im Ausland und so schauten wir uns verzweifelt nach einem anderen Tisch um. Wir blieben ca. zwei Stunden bei Kretchnif und das reichte uns völlig. Wer jedoch so denkt, der verkennt die Kretchnifer und tut ihnen geradezu Unrecht. Wer sich zum dortigen Tisch entschließt, der sollte sich schon genauer umschauen und bis zum Ende bleiben.

Der chassidische Tisch der Kretchnifer beginnt relativ früh. Zwischen 22.00 und 22.30 Uhr. Enden tut er gegen 2.15 Uhr nachts.

Video vom Tisch

http://video.google.com/videoplay?docid=7495712384584720227&q=kretshnif+tish&total=3&start=0&num=10&so=0&type=search&plindex=0

Purim bei Kretchnif

http://video.google.com/videoplay?docid=-8247918920442353615

Rebbe Nissan Chaim Rosenbaum beim Mitzwetanz bei der Hochzeit seiner Tochter.

http://video.google.com/videoplay?docid=8053135343788864700

Wer einen kleineren gemütlichen chassidischen Tisch sucht, der kommt bei Kretchnif gerade richtig. Bei den ca. 40 - 50 anwesenden Männern findet man schnell Anschluß und Rebbe Nissan Chaim Rosenbaum ist zu jedem freundlich und aufgeschlossen. Kein Wunder, dass sich der Tisch selbst bei Gruppen wie Satmar, Karlin, Toldot Aharon, den Toldot Avraham Yitzchak, Gur, und vielen anderen großer Beliebtheit erfreut. Alle sind willkommen und bekommen vom Essen des Rebben etwas ab. Selbst die wenigen Bierflaschen werden brüderlich geteilt. Leider aber nur unter den Männern !!!

Der Kretchnifer Rebbe ißt eine ganze Mahlzeit, wobei er zwischendurch ständig an einem silbernen Behälter riecht. Vielleicht Kräuter, vielleicht auch Schnupftabak.

Das Synagogeninnere ist verhältnismäßig klein und die Frauenempore noch winziger.

Der Rebbe liebt es zu singen und tut dies natürlich ausgiebig. Außerdem hält er mindestens zwei Deraschot (relig. Reden zur aktuellen Thoralesung). Er ist akustisch etwas schlecht zu verstehen und das nicht nur auf der Frauenempore. Selbst die Chassidim rücken nahe an ihn heran, sobald er mit einer Rede beginnt.

Wie gesagt ist die Frauenempore recht klein, dafür aber kommt man schnell mit anderen Frauen ins Gespräch. Zumindest mit denen von anderen chassidischen Gruppen. Die Kretchnif - Frauen brauchen etwas mehr Gewöhnung und man sollte schon öfters hingehen, um Kontakte zu finden. Die Rebbitzen ist äußerst freundlich und gesprächig, doch eben auch nur, wenn man regelmäßig kommt. Meine Freundin und ich sind immerhin schon zu einer automatischen Begrüssung bei ihr aufgerückt.

Kretchnif ist soweit die einzige Gruppe, bei welcher die Frauen etwas vom Tisch des Rebben abbekommen. Die gigantischen dampfenden frischen Kuchen werden auch an die Frauen ausgegeben.

Besonders sehenswert sind die Tänze von Rebbe Rosenbaum. Dieses tut er mit einer ganz besonderen unbeschreiblichen Eleganz. Einmal allein vor seinem Stuhl und kurz darauf bildet er zusammen mit den Chassidim eine Kette und sie tanzen durch den Raum. Wobei besonders der Rebbe seine ganze Energie walten läßt und viele Chassidim gar nicht so schnell hinterherkommen.

Der Tisch bei den Kretchnifer ist äußerst sehens - und empfehlenswert. Wer familiäre Atmosphäre mag, der ist hier genau richtig. Das Einzige was stört ist die Mechitzah (Trennwand zu den Männern) auf der Frauenempore. Mir ist sie zu niedrig, da ich 1,75m groß bin. Und nach einer Stunde bekomme ich nicht selten Rückenschmerzen.

Die Mechitzah besteht aus ineinander geflochtenen Metallbügel, die leider vor kurzem auch noch zusätzlich mit einer durchsichtigen Plane überzogen worden sind. Diese Plane macht es den Augen nicht gerade leicht und nach einiger Zeit flimmert alles. Es wäre toll, wenn man bei Kretchnif diese Plane wieder abnimmt.

Location: Avinoam Street in Mea Shearim, gegenüber Karlin - Stolin.

Der Eingang zur Frauenempore befindet sich links vom Haupteingang. Einfach den Hinterhof überqueren, rechts abbiegen und die Treppen bis zum Ende hinaufgehen. Danach rechts den ausserhalb liegenden Gang durchqueren und rechts durch die Tür.