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Montag, 15. März 2010

Riesige Bar Mitzwah Feier in der Chassidut Belz

B"H

Gestern abend feierte die Chassidut BELZ die Bar Mitzwah einer der Enkel des Rebben. Die Feier fand in der Synagoge der Chassidut Belz in Jerusalem statt.





Sitzend in der Mitte: Der Belzer Rebbe Yissachar Dov Rokeach und rechts von ihm sein Bar Mitzwah Enkel.
 

Alle Photos HIER !

Dienstag, 10. November 2009

Chaseneh in Vishnitz (Bnei Brak)


B"H


Am Mittwoch nächster Woche, Parashat Toldot, findet in der Chassidut Vishnitz in Bnei Brak eine weitere Hochzeit (jiddisch: Chaseneh) statt. Braut und Bräutigam stammen allerdings nicht aus der Hager Familie des Rebben, sondern von zwei hoch angesehenen Familien in der chassidischen Gruppe. Hierbei handelt es sich um die Familien "Ernster" und "Adler". Diese zwei Familien klommen dadurch empor, dass sie die Schwager des alten Vishnitzer Rebben von Bnei Brak, Rabb Moshe Yehoshua Hager stellen.
Der Rebbe leidet an Alzheimer und seine zwei Söhne buhlen um die Vorherrschaft, wobei Vishnitz Bnei Brak mittlerweile in zwei Lager aufgespalten ist

So weit aber steht die Chaseneh unter keinem allzu guten Stern, denn ein Verwandter der Ernster Familie machte sich vor ein paar Tagen auf und davon.
Schulden bei der Mafia, so lautet die offizielle Version.

Im vergangenen Februar nahm ich an einer Vishnitzer Hochzeit in Bnei Brak teil. Da aber heiratete die Enkelin des Vishnitzer Rebben aus Monsey einen Rabbi aus der Ernster Familie.




Unter anderem sah ich bei dem Event auch den alten Vishnitzer Rebben, Rabbi Moshe Yehoshua Hager einschliesslich seines Sohnes, Rebbe Israel.


Hier mein Bericht zur damaligen Hochzeit:

Samstag, 3. Oktober 2009

Sukkot Events

B"H

Es ist als wache die chassidische Welt um diese Jahreszeit so richtig auf. Es ist Sukkot (Laubhüttenfest - bis zum 10. Oktober) und in Mea Shearim, bei der Chassidut Belz, in Bnei Brak sowie in Petach Tikwah bei Chassidut Mischkoltz und in Haifa bei Seret - Vishnitz laufen unzählige Veranstaltungen.

Den ersten Teil der Woche verbringe ich, mehr oder weniger, im ultra - orthodoxen Mea Shearim in Jerusalem. Voraussichtlich am Donnerstag bin ich im chassidischen Teil von Bnei Brak und schaue mich dort bei enigen chassdischen Gruppen um. Ebenso in Petach Tikwah bei der Chassidut Mischkoltz. Nebenbei geht es genauso in den jüdischen Teil der Jerusalemer Altstadt.

Mittwoch, 19. August 2009

Bau eines Tempels

B"H

Die Jerusalemer Yeshiva "Aish HaTorah" stellt gegenüber der Klagemauer (Kotel) ein Modell des Zweiten Tempels aus.






Sämtliche Photos gibt es hier zu sehen:

http://bhol.co.il/forum/topic.asp?cat_id=4&topic_id=2668774&forum_id=771

Montag, 25. Mai 2009

Hachnasat Sefer Thora in Chassidut Nadvorna

B"H

Chassidut Nadvorna feierte die Einweihung eines neuen Sefer Torah (einer neuen Thorarolle) für die zeitweilige Beit Midrash in Elad (nahe Petach Tikwah).





Mitte: Der Nadvorna Rebbe

Der Stuhl des Rebben

Der Rebbe

Sämtliche Photos können hier eingesehen werden:

http://bhol.co.il/news_read.asp?id=9702&cat_id=2

Tish in Nadvorna / Bnei Brak

Freitag, 20. Februar 2009

Chaseneh in Vishnitz


B"H

Eine riesige Chaseneh (Hochzeit) feiert die Chassidut Vishnitz (jene Gruppe des Rebbe Israel Hager) am kommenden Mittwoch (Parashat Terumah).

Zeitpunkt: Kabbalat Panim (Empfang) beginnt um 17.00 Uhr.
Ort: Kiryat Vishnitz in Bnei Brak (nahe Tel Aviv).

Bisher schaut es so aus als ob ich hinfahre und daran teilnehme. Gerne sehen würde ich die Hochzeit schon und außerdem war ich bisher nur ein einziges Mal in Kiryat Vishnitz. Mit Buslinie 54 erreicht man es bequem von Tel Aviv aus.



Chassidut Vishnitz in Bnei Brak

Kurze Anmerkung zu Vishnitz in Bnei Brak:
Seitdem Rebbe Moshe Yehoshuah Hager an Alzheimer leidet, streiten seine Söhne, Rabbi Menachem Mendel Hager und Rabbi Israel Hager, um die Nachfolge als Rebbe. Die Gruppe ist deshalb gespalten und es gibt zwei Rebbes, wobei die Mehrheit der Chassidim dem Vishnitzer Rebben Israel Hager folgt und ihn als den rechtmässigen Erben betrachtet.

Der Bruder Rebbe Moshe Yehoshuah's, Rebbe Mordechai Hager, ist Rebbe der Vishnitzer in Monsey (nahe New York).

Mittwoch, 11. Februar 2009

Hilfe für eine Braut (Kallah)

B"H

Normalerweise bitte ich nicht um Spenden, doch da ich die Familie persönlich kenne, weiss ich, dass jede Spende willkommen ist. Die Eastons sind Mitglieder einer chassidischen Gruppe und wollen ihre Tochter jetzt im März verheiraten.

Jegliche weiteren Infos gibts im "Easton Blog":

http://eastonwedding.wordpress.com/

Auch wer nicht spenden will oder kann, die Familie hat einen höchst interessanten Background. Von Konvertiten zum Judentum hin zu Mitgliedern in einer chassidischen Gruppe.

Dienstag, 3. Februar 2009

Fastentag für den Regen


B"H

Die antizionistische Dachorganisation "Edah HaCharedit" erklärte diesen Donnerstag
(5. Februar 2009) zum öffentlichen Fastentag !

Dieser Winter war der schlimmste seit Ewigkeiten.
Kaum ein Tropfen Wasser ist bisher gefallen und das, wo Israel so sehr auf ausreichenden Regen angewiesen ist. Ändert sich die Lage in den kommenden Wochen nicht drastisch und es regnet, dann
trocknet der Kinneret (See Genezareth) auch weiterhin aus und irgendwann sind wir tatsächlich gezwungen, unser Wasser im Ausland zu kaufen und zu importieren.

Die Edah rief daher zum Aufschrei zu G - tt bzw. zum Gebet auf. Außerdem sollen wir alle zu G - tt und Seinen Mitzwot (Gesetzen) zurückkehren, heißt TESHUVA machen.
Weiterhin hält die Edah einige Gründe dafür parat, welche G - tt angeblich veranlassen, keinen Regen im Heiligen Land aufkommen zu lassen. Prostitution (unanständiges Verhalten) sowie unanständige Kleidung (z.B. Frauen tragen Hosen oder zeigen zuviel Fleisch) werden, u.a., als Gründe aufgeführt.

Der Pakshivili (Mitteilungsposter) wurde von verschiedenen Rabbinern der Edah HaCharedit unterzeichnet - darunter Rabbi Yitzchak Tuvia Weiss, Rabbi Moshe Sternbuch, Rabbi Me'ir Brandsdorfer, Rabbi Avraham Yitzchak Ullman - und andere.

Link:

LaDaat. Net

Donnerstag, 1. Januar 2009

"Shloshim" nach Mumbai

B"H

Chassidut Chabad organisierte gestern (Mittwoch) eine riesige Veranstaltung zum Gedenken der "Shloshim" (30 Tage) nach dem Terrorattentat in Mumbai / Indien.

"Achdut - Einheit" sollte gezeigt werden und dazu waren auch jene Haredim eingeladen, die Chabad bisher nicht besonders freundlich gesonnen waren. Tatsächlich erschienen wichtige chassidische und andere Rabbiner, darunter auch der Rebbe der Toldot Avraham Yitzchak, dessen Schwiegersohn im Chabad - Haus von Mumbai ermordet worden war.


Photos von der gestrigen Veranstaltung in Ge'ulah / Jerusalem:


Among the Rabbis is the Toldot Avraham Yitzchak Rebbe whose son - in - law was murdered in Mumbai.







Sämtliche Photos können hier eingesehen werden:
http://www.bhol.co.il/news_read.asp?id=7842&cat_id=2

Sonntag, 28. Dezember 2008

Großversammlung in Ge'ulah / Jerusalem

B"H

Am Mittwoch, 31.12.2008, findet am Kikar Schabbat im Jerusalemer Stadtteil Ge'ulah (neben Mea Shearim) eine Großversammlung statt. Anlaß sind die "Schloschim" (30 Tage) nach dem Terrorattentat in Mumbai / Indien.

Auf der geplanten haredischen (ultra - orthod.) Großveranstaltung soll Einheit bewiesen werden. Mehrere bekannte führende Rabbiner aller haredischen Richtungen haben angeblich ihre Teilnahme angekündigt.

Die Namen der Rabbiner wurden jedoch noch nicht bekannt gegeben, aber dafür schon etwas anderes:

Die Teilnahme an der geplanten Großveranstaltung ist aus Anstandsgründen nur Männern gestattet !

Montag, 24. November 2008

Die "Schluchim" kommen

B"H

An diesem Mittwoch versammeln sich Tausende von Chabad - Abgesandten aus aller Welt (Jiddisch: Schluchim, Hebr.: Schlichim, שליחים) zu einem gigantischen Meeting in New Yorks 770 Eastern Parkway in Crown Heights.



In der Mitte im Hintergrund: Das Haus des letzten Lubavitcher Rebber, welcher im Juni 1994 verstarb. Im Chabad Slang wird das Haus nur 770 genannt.





Beten am Grabe des Rebben.





Der Kongress in New York.


Sämtliche Photos können hier eingesehen werden:

http://bhol.co.il/news_read.asp?id=7495&cat_id=1

Donnerstag, 13. November 2008

Rebbe Aharon Teitelbaum in Bnei Brak


Einer der derzeitigen zwei Satmarer Rebben: Rabbi Aharon Teitelbaum


B"H

Ein wichtiges Event fand diese Woche in Bnei Brak (bei Tel Aviv) statt. Eine Tochter einer der derzeitigen zwei Vishnitzer Rebben, Rabbi Israel Hager, heiratete einen Celebrity aus der Chassidut Satmar. Und zu diesem speziellen Event reiste einer der zwei Satmarer Rebben, Rabbi Aharon Teitelbaum, eigens aus New York an.

Soweit ich bisher vernahm, bleibt der Rebbe über Schabbat in Bnei Brak und fliegt erst gleich danach wieder in die Staaten zurück. Falls diese Information der Richtigkeit entspricht, so wird Reb Aharon an diesem Erev Schabbat einen Tisch geben.

Allerdings übernehme ich keinerlei Garantie für die Richtigkeit der Info, dass der Satmarer Rebbe seinen Schabbat in Bnei Brak verbringt. Jeder Interessierte sollte daher selber abchecken, ob und wann ein Tisch bei Satmar stattfindet.

Sollte dem jedoch so sein, so wird der chassidische Tisch in Kiryat Yoel, nahe der Chazon Ish Street in Bnei Brak stattfinden.

Montag, 10. November 2008

Hochzeit in Vishnitz / Satmar

B"H

Morgen (Dienstag) findet in Bnei Brak bei Tel Aviv eine riesige Hochzeit (Jiddisch: Chaseneh) statt.

Die Tochter des Vishnitzer Rebben Israel Hager heiratet jemanden aus der Chassidut Satmar.

Die Feier findet voraussichtlich im Satmarer Stadtteil, nahe der Chazon Ish Street, statt.

Sonntag, 12. Oktober 2008

ושמחת בחגך

B"H

An all jene Leser, die der hebräischen Sprache mächtig und jüdisch sind: Ein israelisch - haredisches Internetforum veröffentlichte diese Liste jeglicher anstehender haredischer Sukkotfeiern:

http://bhol.co.il/news_read.asp?id=6931&cat_id=2

Von Jerusalem bis hin über Bnei Brak, Ramat Beit Shemesh, Yeshivot oder Kfar Chabad - alles ist dabei !!!

Montag, 29. September 2008

Jerusalem - Uman ?

B"H

Kurz vor seinem Tode, beauftragte der berühmte Rabbi Nachman von Breslov seine Chassidim, nach seinem Ableben an jedem Rosh HaShana an sein Grab nach Uman in der Ukraine zu kommen, um dort Tehillim (Psalmen) zu beten.

Erst wenige Monate vor seinem Tod, am Sukkot 1810, war Rabbi Nachman überhaupt erst nach Uman gezogen. Im Frühjahr 1810 war sein Haus in Medziboz abgebrannt und so suchte der Rabbi einen neuen Wohnort. Uman war nicht allzu weit von Medziboz entfernt und des Weiteren gab es einen zweiten wichtigen Grund, warum Rabbi Nachman seinen Wohnort gerade nach Uman verlegen wollte.

Im Jahre 1768 war dort ein Pogrom fatalen Ausmasses geschehen. Die Haidmacks hatten 10,000 Juden umgebracht und deren Seelen schrien nach "Erhebung zu G - tt". Und so sah Rabbi Nachman seine Aufgabe darin, diese armen Seelen der Ermordeten anhand von Gebetn zu G - tt zu führen. Aus diesem Grund fahren auch heute noch Tausende Breslover Chassidim an jedem Rosh HaShana nach Uman, denn auch sie übernahmen die Aufgabe, diese Seelen zu G - tt hinauszuführen.

Aber Moment - steigen unsere Seelen nicht von ganz allein zu G - tt auf ?

Einige chassidische Rebbes sowie chassidische Konzepte sagen "Nein", denn oftmals bedarf es eines Zaddiks (Gerechten), um nachzuhelfen. Ein weites chassidisches Konzept, welches langer ausführlicher Erklärung bedarf.

Andererseits war es Rabbi Nachman von Breslov selbst, der da verkündete, dass jeder Mensch das Potential zum Zaddik habe und sich so selbst G - tt nähern kann. Jeder Mensch hat das Potential einen extrem hohen Level zu erreichen.

Besonders in Israel betrachtet man es mit Missfallen, wenn alljährlich zu Rosh HaShana Tausende Breslover Chassidim nach Uman pilgern. Rosh HaShana ist ein hoher wichtiger Feiertag, an dem wir G - tt zum König krönen, denn ER erschuf unser Universum und auch uns. Und G - tt richtet uns und die gesamte Welt an Rosh HaShana; was also hat man da in der Ukraine am Grab eines Rabbis zu suchen ?
Wie können die Breslover Chassidim Jerusalem gen Uman den Rücken kehren ? An Rosh HaShana sollte ein jeder eine besondere Nähe zu G - tt suchen und um Vergebung bitten. Hat ein einziger Rabbi wie Rabbi Nachman die Macht, alle bisherigen traditionellen Konzepte und Halachot ausser Kraft zu setzen ? Das Konzept der Devekut (Nähe) und des Zusammensitzens mit der eigenen Familie am Feiertag ?

Stattdessen fahren die Breslover Chassidim nach Uman und ihre Frauen ggf. nach Meron (Nordisrael). Was kann das für ein Feiertag sein ? Zugegeben, eine Breslover Frau sagte mir, dass sie eigentlich recht froh ist, wenn ihr Mann ein paar Tage aus dem Haus ist. Die Frage jedoch bleibt, ob G - tt nicht die wichtigste "Person" am Rosh HaShana ist und nicht ein Rabbi, der sich selber als "Zaddik der Generation" betrachtete.

Viele israelische Rabbiner wie der ehemalige sephardische Oberrabbiner Ovadiah Yosef sowie viele nationalrelig. Rabbis lehnen das Uman - Business prinzipiell ab. Man soll gefälligst ein traditionelles Rosh HaShana begehen und nicht irgendwo in der Ukraine am Grabe eines Rabbis hocken. Zu G - tt beten, ohne Rabbi Nachman als Medium zu involvieren. Sich selbst in höhere Welten erheben und vor allem in Jerusalem bleiben.

Trotz aller Kontroversen, hier ein paar aktuelle Photos aus Uman














Ich werde an den Feiertagen mit litvischen Haredim beten und mich zwischen Rabbi Machlis sowie Mea Shearim aufteilen.

Allen Lesern ein tolles, erfolgreiches, gesundes und frohes Neues Jahr.

Chag Sameach und Shana Tova aus Jerusalem.
Nicht aus Uman, aber nach Uman !

Sonntag, 28. September 2008

Toldot Aharon feierte


Der Toldot Aharon Rebbe ganz rechts in der ersten Reihe sitzend. Neben ihm, in der Mitte sitzend, befindet sich der Rebbe der Chassidut Nadvorna (Bnei Brak) und links aussen sitzt Rabbi A.Y. Schwartz aus Wien.

B"H

Am Schabbat der Parashat "Ki Tavo", feierte die chassidische Gruppe Toldot Aharon aus Mea Shearim einen riesen Kiddush nach dem Synagogeng - ttesdienst.

Der Toldot Aharon Rebbe, Rabbi David Kahn, feierte die Geburt seiner ersten Enkelin von seiner ältesten Tochter. Die Tochter des Rebben heiratete im Mai letzten Jahres und damals war die Feier der traditionellen Sheva Berachot nach einer Hochzeit mein allererster chassidischer Tisch.

Die Tochter und ihr Gatte aus der Chassidut Spinka, Rabbi Baruch Kahana, veranstalteten ein riesen Essen, zu dem die Öffentlichkeit, bekannte Rabbiner sowie natürlich die Familie eingeladen waren.
Leider verpaßte ich die Feier und las erst jetzt die interne Ankündigung der Gruppe.

Trotzdem ein MAZAL TOV an die Family.

Sonntag, 13. Juli 2008

Toldot Aharon Rebbe on the Road

B"H

Am vergangenen Erev Schabbat (Freitag abend) gab der Rebbe der chassidischen Gruppe Toldot Aharon, Rabbi David Kahn, seinen vorerst letzten Tisch vor der Sommerpause. Erst Ende August kehrt er von seinen Auslandsreisen zurück und gibt weitere chassidische Tische.

Der Tisch selbst kam am Freitag abend nur langsam in die Gänge, da alle Teilnehmer, samt Rebbe, recht müde zu sein schienen. Eine Toldot Aharon Frau hatte uns zuvor kurz wissen lassen, dass dies der letzte Tisch vor der Sommerpause sein wird und der Rebbe verreist.

Alle schienen müde, nur eine nicht, und das war die Tehillim (Psalmen) Lady. Obwohl sie kein Gruppenmitglied ist, so ist sie bei jedem Tisch der Toldot Aharon dabei und verteilt emsig kleine Psalmen - Heftchen zum beten. Mit ihr ist nicht zu spassen und händigt sie einem das Heftchen erst einmal aus, gibt es kaum ein Entkommen. Nicht jeder bekommt eines, denn sie ist äußerst mißtrauisch und verdächtigt den ein oder anderen, ihr die Heftchen klauen zu wollen.

Nach wenigen Minuten kehrt sie wieder zurück, um die Heftchen einzusammeln und sie fragt auch nach, ob man denn alles zweimal gebetet habe. "Jaja, sagen die Frauen, doch meinen vielmals "nein, nein".

Am letzten Freitag beim Tisch des Rebben bekam ich kein Heftchen von ihr ausgehändigt. Anscheinend sah ich zu sehr nach "klauen" aus, wer weiß. Und als sie die Heftchen von den anderen Frauen einsammeln wollte, liess sie mich wissen, dass man ja so wie ich nicht in einer Synagoge sitzt. Die Beine übereinandergeschlagen, ja sowas.

Und dabei hatte ich mit meinem langen Rock jegliche Sichtweisen auf meine Beine verborgen. Nichts war zu sehen, aber die Tehillim Lady gab mir eine kurze Anstandspredigt.

Schade nur, dass sie nicht auch die jungen Toldot Aharon - Mädels ansprach, die genauso dasaßen wie ich.

Leider werden bei den Toldot Aharon sowie bei ihrer Abspaltung, den Toldot Avraham Yitzchak, bis Ende August (Monat Elul) keine chassidischen Tische stattfinden. Übereinandergeschlagene Beine oder nicht, ich werden die beiden Gruppen sehr vermissen.