B"H
Ein Leser meines englischen Blogs fragte nach einem Artikel zur Chassidut MALACHIM. Die Malachim sind Aussenstehenden kaum bekannt; alles kennt Chabad, doch kaum jemand die Malachim, die sich vor Jahren von Chabad abspalteten, da sie die letzten zwei Chabad - Rebbes, Rabbi Yosef Yitzchak Schneersohn und dessen Schwiegersohn Rabbi Menachem Mendel Schneerson, nicht anerkennen. In der Tat gab es nach dem Tode Rabbi Yosef Yitzchaks zu Beginn der 50iger Jahre einen Machtkampf um die Rebbeposition innerhalb von Chabad wobei die Witwe des verstorbenen Rebben ihren Schwiegersohn Rabbi Menachem Mendel Schneerson keinesfalls als Nachfolger ihres Gatten haben wollte.
Es ist nicht leicht, Infos zu den Malachim zu bekommen, denn sie besitzen keine eigenen Einrichtungen in New York, sondern sind antizionistisch und halten sich an die Chassidut Satmar.
Einiges an Material habe ich schon gesammelt, doch wer noch etwas weiss / findet, kann mir das zukommen lassen.
Vielen Dank im voraus und es wird sicherlich ein interessanter Artikel werden !
Montag, 16. Februar 2009
Sonntag, 15. Februar 2009
Mietpreise in den haredischen Gebieten Jerusalems
B"H
Die Mietpreise in den haredischen Wohngebieten (Stadtteilen) Jerusalems steigen unaufhörlich an. Wer zum Beispiel heutzutage davon träumt, sich ein Apartment im chassidischen Stadtteil Kiryat Belz zu mieten, der muss schon imstande sein, die gleiche Miete zu zahlen als wenn er in ein säkuleres Nobelviertel ziehen täte.
Ein Haredi, der eine bezahlbare und verhältnismässig preiswerte Wohnung sucht, der ziehe hinaus in den Vorort Neve Yaakov hinter Pisgat Ze'ev gelegen. Dort gibt es noch Drei - Zimmer - Wohnungen für 3200 Schekel pro Monat (ca. 800 Dollar) zu mieten. Wer dagegen eine Drei - Zimmer - Wohnung in Kiryat Belz sucht, der lege monatlich 7500 Schekel (ca. 1800 Dollar) Miete auf den Tisch.
Immer mehr Familien der Chassidut Belz ziehen deswegen weiter weg; und das bis in den neuen Belzer Stadtteil von Beit Shemesh. In Kiryat Belz in Jerusalem sind ganz einfach die absurden Mieten viel zu hoch und kaum jemand kann sich das auf Dauer mehr leisten. Unglücklicherweise kaufen immer mehr reiche Chassidim aus London, Manchester, Antwerpen oder New York den israelischen Chassidim die Wohnungen vor der Nase weg. Und das mit viel mehr Barem, wobei israelische junge Familien das Nachsehen haben.
Die Mietpreise in den haredischen Wohngebieten (Stadtteilen) Jerusalems steigen unaufhörlich an. Wer zum Beispiel heutzutage davon träumt, sich ein Apartment im chassidischen Stadtteil Kiryat Belz zu mieten, der muss schon imstande sein, die gleiche Miete zu zahlen als wenn er in ein säkuleres Nobelviertel ziehen täte.
Ein Haredi, der eine bezahlbare und verhältnismässig preiswerte Wohnung sucht, der ziehe hinaus in den Vorort Neve Yaakov hinter Pisgat Ze'ev gelegen. Dort gibt es noch Drei - Zimmer - Wohnungen für 3200 Schekel pro Monat (ca. 800 Dollar) zu mieten. Wer dagegen eine Drei - Zimmer - Wohnung in Kiryat Belz sucht, der lege monatlich 7500 Schekel (ca. 1800 Dollar) Miete auf den Tisch.
Immer mehr Familien der Chassidut Belz ziehen deswegen weiter weg; und das bis in den neuen Belzer Stadtteil von Beit Shemesh. In Kiryat Belz in Jerusalem sind ganz einfach die absurden Mieten viel zu hoch und kaum jemand kann sich das auf Dauer mehr leisten. Unglücklicherweise kaufen immer mehr reiche Chassidim aus London, Manchester, Antwerpen oder New York den israelischen Chassidim die Wohnungen vor der Nase weg. Und das mit viel mehr Barem, wobei israelische junge Familien das Nachsehen haben.
Nicht ohne meine Kipa !
Freitag, 13. Februar 2009
Die "Yahadut Hatorah" erreichte ihr Ziel

Anti - Litzman Flugblatt. Gefunden in den ultra - orthod. Stadtteilen Ge'ulah / Mea Shearim am vergangenen Freitag abend. "Stimmt dieses Mal nicht für Litzman, denn er will nur über uns (alle Haredim) herrschen."
B"H
Trotz aller Kampagnen gegen den Vorsitzenden der haredischen "Yahadut HaTorah" - Partei, Yaakov Litzman von von der Chassidut Gur, erreichte die Partei ihr Ziel mit mindestens fünf Sitzen in der neu gewählten Knesset. Auch in der vorherigen Knesset war die "Yahadut HaTorah" mit fünf Sitzen vertreten.
Ich las in einem israelisch - haredischen Forum das die Haredim selber von der Einschätzung ausgehen, dass die Partei aufgrund all der Skandale innerhalb der letzten Monate ca. 40,000 Wählerstimmen verlor und viele Leute aus Protest ihre Stimmen der sephardisch - haredischen SHASS - Partei gaben.
Die "Yahadut HaTorah" wird vom Gerrer (Gur) Chassid Yaakov Litzman angeführt, der sich im November letzten Jahres mit der Ablehnung des Me'ir Porush als Jerusalemer Bürgermeister viele haredische Feinde schuf.
Vor ca. einer Woche sprach ich mit einem Belzer Chassid, der mir berichtete, dass der Belzer Rebbe Yissachar Dov Rokeach sich noch nicht entschieden hatte, ob Belz für die "Yahadut HaTorah" stimmen wird oder nicht. Er, besagter Chassid, würde SHASS vorziehen. Tatsächlich stimmen letztendlich viele litvische Haredim sowie auch Chassidim für die sephardischen Juden von SHASS. Dennoch konnten der Gerrer Rebbe und sein Abgesandter Yaakov Litzman ihre fünf Knessetsitze halten.
Ich weiß nicht, für welche Partei sich der Belzer Chassid am Ende entschied; schon allein daher weil er angab, dass wenn der Belzer Rebbe entscheide, seine Chassidim sollen ja für die "Yahadut HaTorah" stimmen, er der Anordnung selbstverständlich Folge leiste. Ich dagegen sagte ihm, dass er doch wählen könne, wen er wolle, denn der Rebbe stehe nicht mit ihm in der Wahlkabine.
"Du verstehst nicht, sagte er darauf, der Rebbe ist unser König und er entscheidet. Sein Wort ist Gesetz !".
SHASS jedenfalls dankte allen Haredim und auch anderen Wählern für die Stimmen. Insgesamt erreichten sie 11 Sitze und die Partei ist nun nicht gerade die schimmste Alternative. Manchmal mögen sie etwas chaotisch herüberkommen, doch tut SHASS sehr viele soziale Dinge für die schlechter Gestellten in unserer Gesellschaft. Auch das sollte einmal Erwähnung finden.
Mittwoch, 11. Februar 2009
Hilfe für eine Braut (Kallah)
B"H
Normalerweise bitte ich nicht um Spenden, doch da ich die Familie persönlich kenne, weiss ich, dass jede Spende willkommen ist. Die Eastons sind Mitglieder einer chassidischen Gruppe und wollen ihre Tochter jetzt im März verheiraten.
Jegliche weiteren Infos gibts im "Easton Blog":
http://eastonwedding.wordpress.com/
Auch wer nicht spenden will oder kann, die Familie hat einen höchst interessanten Background. Von Konvertiten zum Judentum hin zu Mitgliedern in einer chassidischen Gruppe.
Normalerweise bitte ich nicht um Spenden, doch da ich die Familie persönlich kenne, weiss ich, dass jede Spende willkommen ist. Die Eastons sind Mitglieder einer chassidischen Gruppe und wollen ihre Tochter jetzt im März verheiraten.
Jegliche weiteren Infos gibts im "Easton Blog":
http://eastonwedding.wordpress.com/
Auch wer nicht spenden will oder kann, die Familie hat einen höchst interessanten Background. Von Konvertiten zum Judentum hin zu Mitgliedern in einer chassidischen Gruppe.
Montag, 9. Februar 2009
"Der Baal Shem Tov und der Frosch" oder "Tiere im Chassidismus"
B"H
Da der Chassidismus weitgehend auf der Kabbalah des Rabbi Yitzchak Luria (dem ARIZAL), 1534 - 1572, basiert, ist auch die Reinkarnationslehre von besonderer Bedeutung. Im Judentum besteht das Konzept, dass die Seele eines Toten reinkarniert werden KANN, aber nicht muss. Meist handelt es sich um Männer, deren Seele reinkarniert wird.
Die Reinkarnation einer Seele bedeutet im allgemeinen eine Strafe, denn der Besitzer handelte zu Lebzeiten gegen G - tt oder zumindest hat er nicht seine für ihn von G - tt vorgesehenen Ziele erreicht. Eine Version lautet, dass die gelangen. Die zweite, aber mit der ersten verbundenen Variante lautet, dass die reinkarnierte Seele gleichzeitig einen eigenen Tikun (Reparatur) durchläuft. Sich sozusagen verbessert und somit ihren eigentlichen Platz in der Kommenden Welt erreicht. Hierbei ist jedoch Vorsicht geboten, denn eine reinkarnierte Seele muss sich nicht immer im "neuen Menschen" verperfektionieren, sondern kann ihre Position sogar noch verschlechtern !
Laut der Lurianischen Kabbalah kann die Seele in anderen Menschen, in Tieren, Pflanzen oder auch in Steinen reinkarniert werden. Wobei die Reinkarnation in einem Stein als besonders schlimme Strafe gilt. Nichtsdestotrotz, eine Reinkarnation gilt nur auf bestimmte Zeit und danach findet die Seele ihre Ruhe. Weiterhin ist es möglich die reinkarnierte Seele von Level zu Level anzuheben. Zum Beispiel kann die Reinkarnation aus dem Stein zu bestimmten Jahreszeiten in einer Pflanze untergebracht werden. Von der Pflanze zum Tier und vom Tier in den Menschen.
Dies nur vorweg bezüglich der Bedeutung der Tiere im Chassidismus, denn eigentlich beabsichtige ich, ein kleines Beispiel vom Baal Shem Tov zu geben.
Einmal meditierte der Baal Shem Tov (ca.1700 - 1760) drei Tage und drei Nächte lang dermassen tief, dass er gar nicht mitbekam, dass er sich fortbewegte. Plötzlich wurde ihm bewusst, dass er sich in einer riesigen Wüste befand und er hatte keinerlei Ahnung, wie er dahingekommen war.
Ein riesiger Frosch kam auf ihn zu und der Baal Shem Tov fragte diesen: "Wer bist Du denn ?"
"Ich war einmal ein großer jüdischer Gelehrter und jetzt ist meine Seele in einem Frosch reinkarniert".
"Du bist tatsächlich ein großer Gelehrter", gab der Baal Shem Tov zurück und in demselben Moment wurde die reinkarnierte Seele auf einen hohen Level befördert.
Der Frosch berichtete, dass seine Seele schon seit 500 Jahren in diesem Frosch steckt und selbst als der große Kabbalist Yitzchak Luria seinerzeit sämtliche Reinkarnationen erlöste, traf dies nicht auf ihn (den Frosch zu). Sein Vergehen sei so schwerwiegend gewesen, dass es vorerst keinerlei Gnade gab.
"Was war Dein Vergehen ?" fragte der Baal Shem Tov.
"Ich war beim Händewaschen vor dem Brotessen nachlässig und wie das so ist, begeht man eine Sünde, folgt auch schon die nächste. Am Ende brach ich fast alle Gesetze G - ttes und für Gnade war es fast zu spät. Zumindet interessierte mich die Gnade gar nicht mehr, obwohl se mir bestimmt erteilt worden wäre. Zum Trinker geworden verstarb ich und wurde in einem Frosch reinkarniert. In einem Tier, welches stets im Wasser ist und so bekam ich meine Strafe für die Nachlässigkeit beim Händewaschen.
Der Baal Shem Tov erlöste die Seele, erhob sie auf einen hohen Level und der Frosch lag tot da.
____________
- Im Judentum ist es Halacha, sich vor dem Brotessen rituell de Hände zu waschen.
- Als der Baal Shem Tov mit dem Frosch zu reden begann und dieser antwortete, war ihm bewusst, dass es sich hier um eine reinkarnierte Seele handelte und er wusste was diesbezüglich zu tun war.
Da der Chassidismus weitgehend auf der Kabbalah des Rabbi Yitzchak Luria (dem ARIZAL), 1534 - 1572, basiert, ist auch die Reinkarnationslehre von besonderer Bedeutung. Im Judentum besteht das Konzept, dass die Seele eines Toten reinkarniert werden KANN, aber nicht muss. Meist handelt es sich um Männer, deren Seele reinkarniert wird.
Die Reinkarnation einer Seele bedeutet im allgemeinen eine Strafe, denn der Besitzer handelte zu Lebzeiten gegen G - tt oder zumindest hat er nicht seine für ihn von G - tt vorgesehenen Ziele erreicht. Eine Version lautet, dass die gelangen. Die zweite, aber mit der ersten verbundenen Variante lautet, dass die reinkarnierte Seele gleichzeitig einen eigenen Tikun (Reparatur) durchläuft. Sich sozusagen verbessert und somit ihren eigentlichen Platz in der Kommenden Welt erreicht. Hierbei ist jedoch Vorsicht geboten, denn eine reinkarnierte Seele muss sich nicht immer im "neuen Menschen" verperfektionieren, sondern kann ihre Position sogar noch verschlechtern !
Laut der Lurianischen Kabbalah kann die Seele in anderen Menschen, in Tieren, Pflanzen oder auch in Steinen reinkarniert werden. Wobei die Reinkarnation in einem Stein als besonders schlimme Strafe gilt. Nichtsdestotrotz, eine Reinkarnation gilt nur auf bestimmte Zeit und danach findet die Seele ihre Ruhe. Weiterhin ist es möglich die reinkarnierte Seele von Level zu Level anzuheben. Zum Beispiel kann die Reinkarnation aus dem Stein zu bestimmten Jahreszeiten in einer Pflanze untergebracht werden. Von der Pflanze zum Tier und vom Tier in den Menschen.
Dies nur vorweg bezüglich der Bedeutung der Tiere im Chassidismus, denn eigentlich beabsichtige ich, ein kleines Beispiel vom Baal Shem Tov zu geben.
Einmal meditierte der Baal Shem Tov (ca.1700 - 1760) drei Tage und drei Nächte lang dermassen tief, dass er gar nicht mitbekam, dass er sich fortbewegte. Plötzlich wurde ihm bewusst, dass er sich in einer riesigen Wüste befand und er hatte keinerlei Ahnung, wie er dahingekommen war.
Ein riesiger Frosch kam auf ihn zu und der Baal Shem Tov fragte diesen: "Wer bist Du denn ?"
"Ich war einmal ein großer jüdischer Gelehrter und jetzt ist meine Seele in einem Frosch reinkarniert".
"Du bist tatsächlich ein großer Gelehrter", gab der Baal Shem Tov zurück und in demselben Moment wurde die reinkarnierte Seele auf einen hohen Level befördert.
Der Frosch berichtete, dass seine Seele schon seit 500 Jahren in diesem Frosch steckt und selbst als der große Kabbalist Yitzchak Luria seinerzeit sämtliche Reinkarnationen erlöste, traf dies nicht auf ihn (den Frosch zu). Sein Vergehen sei so schwerwiegend gewesen, dass es vorerst keinerlei Gnade gab.
"Was war Dein Vergehen ?" fragte der Baal Shem Tov.
"Ich war beim Händewaschen vor dem Brotessen nachlässig und wie das so ist, begeht man eine Sünde, folgt auch schon die nächste. Am Ende brach ich fast alle Gesetze G - ttes und für Gnade war es fast zu spät. Zumindet interessierte mich die Gnade gar nicht mehr, obwohl se mir bestimmt erteilt worden wäre. Zum Trinker geworden verstarb ich und wurde in einem Frosch reinkarniert. In einem Tier, welches stets im Wasser ist und so bekam ich meine Strafe für die Nachlässigkeit beim Händewaschen.
Der Baal Shem Tov erlöste die Seele, erhob sie auf einen hohen Level und der Frosch lag tot da.
____________
- Im Judentum ist es Halacha, sich vor dem Brotessen rituell de Hände zu waschen.
- Als der Baal Shem Tov mit dem Frosch zu reden begann und dieser antwortete, war ihm bewusst, dass es sich hier um eine reinkarnierte Seele handelte und er wusste was diesbezüglich zu tun war.
Sonntag, 8. Februar 2009
"JA" zur Yahadut Hatorah ?
Photo:Ladaat.net
B"H
Als ich am Freitag abend durch Ge'ulah (ultra - orthod. Stadtteil in Jerusalem) ging, waren die Hauptstrassen wie Malchei Israel und Yechezkel nur so mit kleinen Handzetteln übersät. Aufrufe bei den Wahlen am Dienstag nicht die haredische Partei "Yahadut HaTorah" und somit dessen Vorsitzenden Yaakov Litzman von der Chassidut Gur zu wählen.
Nichtsdestotrotz, die litvischen Haredim sowie die chassidische Gruppe Belz trafen sich am gestrigen Abend (Mozzaei Schabbat) zu einem Kongress in Jerusalem, auf dem beschlossen wurde, nun doch die "Yahadut HaTorah" zu unterstützen.
Anwesend waren Rabbi Steinman, Rabbi Eliyashiv (beide fuehrende litvische Rabbiner) sowie der Belzer Rebbe.
Here gibt es zwei Videos des Kongresses zu sehen !
Wer es glaubt, dass alle Haredim nun doch noch für Litzman & Co. sind: Ich habe vielerseits gehört, dass eine nicht zu unterschätzende Menge zu SHASS (sephardisch - haredische Partei) überlaufen wird. Im Geheimen natürlich und ohne wissen der Rabbiner oder des jeweiligen chassidischen Rebbes.
Letztendlich ist man in der Wahlkabine doch nur mit sich und G - tt allein.
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